Willkommen bei unserem großen Metalldetektor Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Metalldetektoren. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, den für dich besten Metalldetektor zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir einen Metalldetektor kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit einem Metalldetektor kannst du metallische Gegenstände aufspüren, die sich knapp unter dem Boden befinden. Durch ein elektromagnetisches Feld werden die Metallobjekte geortet.
  • Du kannst dich zwischen einem Schlagfrequenz-, Niedrigfrequenz-, und Pulsinduktions-Detektor entscheiden. Je nach Bauart ergeben sich unterschiedliche Vor- und Nachteile.
  • Neben den Maßen und dem Gewicht spielen die Kaufkriterien Suchmethode, -tiefe und -modi eine wichtige Rolle bei der Wahl eines geeigneten Metalldetektors.

Metalldetektor Test: Das Ranking

Platz 1: Garrett Ace 250

Der Marken-Hersteller Garrett bewirbt sein Modell Ace 250 als den meistverkauften Metalldetektor der Welt. Und diesen Titel hat er sich auch verdient: Das Gerät aus dem Einsteiger-Segment schafft den Balance-Akt zwischen Niedrigpreis und fortgeschrittener Leistungsfähigkeit.

Redaktionelle Einschätzung

Funktionalität und Ausstattung

Der Ace 250 macht seinen Namen alle Ehre und zeigt, dass er ein Ass ist, was Funktionalität anbelangt. Eine überaus hohe Suchleistung und detaillierte Fundstückauswertung machen ihn zu einem Metallsucher mit Zufriedenheitsgarantie.

Das elektronische Punktortungsverfahren des Garrett Ace 250 erreicht eine maximale Suchtiefe von 1,4m für große Objekte und eine Münztiefe von 20 bis 25 cm, was in diesem Preissegment kaum überboten werden kann. Ganze fünf Suchmodi werden angeboten, namentlich Altmetall, Schmuck, Relikte und Münzen, sowie der benutzerdefinierte Modus.

Mithilfe des intuitiven Bedienfeldes sind die Empfindlichkeit und der Diskriminierungsgrad der Spule auch manuell einstellbar. Das optisch ansprechende LCD-Display bietet eine penible Fundobjekt-Identifizierung in 12 Segmenten (drei Stufen für Eisen, fünf Stufen für Gold und Bronze und vier Stufen für Silber) sowie vier Münztiefen und eine gut sichtbare Batterieanzeige. Unterstützt wird die visuelle Identifizierung mit drei verschiedenen Fundsignaltönen.

Die eingebaute PinPointing-Funktion des Ace 250 ist bis auf wenige Zentimeter sehr genau, sodass man unter Umständen und abhängig von den eigenen Fähigkeiten sogar die ungefähre Form eines Fundes noch vor dem Ausgraben erahnen kann.

Verarbeitung und Komfort

Der Ace 250 hebt sich in Bezug auf Komfort, Materialeinsatz und Ergonomie deutlich von der Konkurrenz ab. Mit gut 2 kg Gewicht gehört der Ace 250 zu den schwereren Modellen dieser Preisklasse, wird vom durchschnittlichen Benutzer aber immer noch als leicht empfunden.

Er ist an allen Einzelteilen größenverstellbar und robust verarbeitet. Auffällig ist das hochwertige Design in schwarz und gelb und das farbig gestaltete Bedienfeld.

Das Elektronikkabel des Ace 250 führt an der Außenseite des Gestänges entlang und mag dadurch vielleicht ab und an zum Festhängen an Hindernissen führen (ebenso die ringförmige Spule). Davon abgesehen sorgen der ergonomische Griff und die einstellbare Armstütze für ein angenehmes Tragegefühl. Beide sind übrigens gepolstert, was nicht selbstverständlich ist.

Der Garrett Ace 250 läuft mit vier AA-1,5 V-Batterien. Das Fach dafür lässt sich im Vergleich zu vielen Konkurrenzmodellen leichter aufschieben und die Batterien austauschen. Von Amazon werden Original-Garrett-Kopfhörer mit einem ausreichend langen Kabel und integrierter Lautstärkeregelung mitgeliefert.

Kundenbewertungen
Aktuell bewerten 81% der Produktbesitzer den Garrett Ace 250 positiv und vergeben mehrheitlich fünf Sterne.

Insbesondere heben sie folgende positiven Aspekte des Geräts hervor:

  • Einfache Montage
  • Hochwertige und solide Verarbeitung
  • Optisch ansprechendes LCD-Display
  • Leistungsfähiger PinPointer
  • Genaue Tiefenanzeige

Trotz robuster Materialien ist dieses Marken-Gerät natürlich nicht unzerstörbar. Grundsätzlich solltest du vor allem mit der Armstütze vorsichtig umgehen, da sie aus Plastik ist und bei Gebrauch brechen kann.

Gerade einmal 9% der Besitzer bewerten den Garrett Ace 250 negativ. 1-Stern-Bewertungen bleiben jedoch aus.

  • Folgende Aspekte gaben Anlass für eine 2-Sterne-Bewertung:
  • Deutschsprachige Anleitung fehlt
  • PinPoint-Funktion bei porösen Metallgegenständen weniger zuverlässig
“FAQ”
Kann ich den Garrett Ace 250 in kompakte Einzelteile zerlegen?

Ja. Das Gerät ist mit nur wenigen Handgriffen in drei Teile von jeweils 50 cm Länge zerlegbar und passt somit gut in einen hohen Wanderrucksack. Per Kugelverschluss können die Teile leicht wieder zusammengefügt werden. Auch das Zusammenschieben des Teleskopgestänges funktioniert unvergleichlich einfach.

Platz 2: Garett Ace 150

Der Garrett Ace 150 ist etwas günstiger als sein großer Bruder, der Ace 250. Es kommt ganz auf dich an, ob du zugunsten der geringen Kostenersparnis auf einige Funktionen verzichten kannst. In Sachen Suchtiefe steht dieses Modell seiner verbesserten Version kaum nach.

Redaktionelle Einschätzung

Funktionalität und Ausstattung

Der minimal geringere Preis des Ace 150 gegenüber dem Ace 250 geht mit einer auffälligen Reduzierung von Funktionen und Bedienungsmöglichkeiten einher. Lediglich die Suchtiefe bleibt davon weitestgehend unangetastet.

Das Gerät findet in 1,2 m Suchtiefe zuverlässig größere Objekte, 20 cm weniger als das teurere Modell. Statt fünf gibt es drei Suchmodi, namentlich Altmetall, Schmuck und Münzen. Auch die Münztiefenanzeige und die Anzahl der Identifikations-Segmente ist reduziert.

Das simplere Bedienfeld und das große LCD-Display des Detektors ist optisch genauso ansprechend wie beim Ace 250. Zwei verschiedene Fundsignaltöne unterstützen die Suche, sie können alternativ über einen Kopfhörer mit 6,5 mm-Klinkenstecker oder mithilfe eines Adapters auf einem 3,5mm-Klinken-Kopfhörer widergegeben werden.

Verarbeitung und Komfort

Kinderleicht zusammengebaut, ergonomisch ideal und stylish designt – der Ace 150 sieht seinem großen Bruder sehr ähnlich. Mit knapp 1,9kg Gewicht ist der Garrett Ace 150 schwerer als manch andere Konkurrenten, wird aber von der Mehrheit der Kunden als angenehm leicht wahrgenommen.

Das Gerät präsentiert sich in einem hübschen Kontrast aus tiefem Schwarz und knalligem Gelb. Es ist ergonomisch designt und verfügt über eine Armstütze und einen Griff, beide sind angenehm gepolstert.

Das Gestänge ist in seinen Abmessungen individuell an jeden Benutzer bis hin zum Kind anpassbar. Eine große Stärke der Garrett-Metallsucher ist die einfache Montierbarkeit der kompakten Einzelteile sowie das leichtgängige Batteriefach, das bei anderen Geräten oft widerspenstig und schwer zu handhaben ist.

Kundenbewertungen
Ganze 95% der Produktrezensionen, also der Großteil der Kunden, ist mehr als zufrieden mit dem Garrett Ace 150 und kürt ihn mit fünf Sternen.

Folgende Punkte werden dabei besonders hervorgehoben:

  • Schnell montiert und einsatzbereit
  • Einfache Bedienbarkeit
  • Gut erkennbare und intuitive LCD-Anzeige
  • Super Preis-Leistungs-Verhältnis

Tatsächlich gibt es zum Garrett Ace 150 bisher keine negativen Bewertungen!

Der Vollständigkeit halber erwähnen wir hier aber ein paar Kritikpunkte aus den vorrangig positiven Rezensionen:

  • Keine deutschsprachige Anleitung
  • Bei maximaler Verlängerung des Gestänges wackelt der Spulenteil leicht hin und her
“FAQ”
Wie tief kann ich die wasserdichte Spule des Garrett Ace 150 untertauchen?

Im Uferbereich von Seen und Flüssen ist das Sondeln in bis zu 50 cm Tiefe problemlos möglich, solange die Elektronik nicht mit Wasser in Berührung kommt.

Kann ich den Garrett Ace 150 so auseinandernehmen, dass er in einen normalen Rucksack passt?

Du kannst das Gerät in der Mitte so demontieren, dass das Gestänge zwar noch aus einem normalen Rucksack herausschaut, aber der Detektor nicht mehr als solcher zu erkennen ist. Wir empfehlen dir einen hohen Wanderrucksack für den Transport.

Platz 3: Seben Deep Target

Der teuerste Seben-Detektor in unserem Produktvergleich liegt immer noch unterhalb der 100-Euro-Marke der eigentlich für Kinder gedachten Detektoren. Ähnlich wie beim Seben Extreme kann dieser Metallsucher nicht wirklich mit den großen Versprechen des Herstellers mithalten.

Redaktionelle Einschätzung

Funktionalität und Ausstattung

Keine optischen Anzeigen und eine überoptimistische Tiefenangabe – zu viel darfst du von einem Detektor dieser Preisklasse nicht erwarten. Der Seben Deep Target kombiniert elektronische Punktortung mit der typischen Move-Suche und erreicht laut Hersteller eine angebliche Tiefe von bis zu 2m für große Objekte und 25 cm für Münzen (deshalb die Modellbezeichnung „Deep Target“).

Wie das Modell Extreme aus demselben Hause bereits gezeigt hat, sollte mit einer deutlich geringeren Suchtiefe für diesen geringen Preis gerechnet werden. Die Suche funktioniert vollautomatisch, Regler für Diskriminierung und Empfindlichkeit sind standardmäßig vorhanden.

Das Besondere an diesem Gerät ist das vollständige Fehlen einer optischen Fundstückanzeige. Selbst auf eine Nadelanzeige, die bei vielen kostengünstigen Geräten dabei ist, wurde hier aus unbekannten Gründen verzichtet, weshalb der Sondengänger ausschließlich mithilfe von Signaltönen arbeiten muss.

Verarbeitung und Komfort

Das Design des Deep Target ist dem der anderen Seben-Geräte sehr ähnlich, gestaltet sich aber etwas ergonomischer. Mit gerade einmal 1,1 kg Gesamtgewicht ist der Seben Deep Target leicht genug für ein Kind. Dank seines variablen Gestänges mit einer Länge von 1200 bis 1440 mm kann er aber auch problemlos von erwachsenen Sondengängern benutzt werden.

Das Gerät ist in zwei Teile à 700 mm zerlegbar und kommt in der für Seben typischen Farbgebung Schwarz-Grün, die nicht jedem Benutzer gefallen dürfte.

Die Armstütze ist leider nur aus Plastik und nicht verstellbar, dafür verfügt das Gerät über einen gepolsterten und ergonomisch geformten Griff. Der Seben Deep Target kommt mit einem Kopfhörer-Anschluss, einer wasserdichten Spule und einem innenliegenden Kabel, wodurch man sich beim Sondeln nirgendwo verheddern kann.

Kundenbewertungen
Mit ganzen 200 Kundenrezensionen ist der Seben Deep Target der am häufigsten bewertete Metalldetektor in unserem Produktvergleich. Davon sind 85% positiv, wobei eine deutliche Mehrheit fünf Sterne für das Gerät vergibt.

Der Grund für diese positiven Reaktionen sind vor allem folgende Aspekte:

  • Suchleistung deutlicher höher als bei Kinder-Detektoren
  • Für den Preis ausreichende Tiefenleistung
  • Lange Batterielaufzeit
  • Schnell erlernbar

Rund 9% der Produktbesitzer bewerten den Seben Deep Target negativ und vergeben etwa gleich oft ein bis zwei Sterne.

Folgende Aspekte werden vorrangig bemängelt:

  • Keine Lautstärkeregelung
  • Mangelhafte Verarbeitung
  • Optisch wenig ansprechend
  • Widerspenstiges Batteriefach
“FAQ”
Wie groß ist die Verpackung, in welcher der Seben Deep Target geliefert wird?

Der Metalldetektor wird in Einzelteilen in einem Lieferkarton mit den Maßen von ca. 56 x 17 x 36 cm geliefert.

Platz 4: Seben Allround

Die Modellbezeichnung „Allround“ ist ein wenig irreführend, denn dieser Seben-Metallsucher ist keineswegs für alle Benutzer gedacht. Tatsächlich handelt es sich hier um einen Einstiegsdetektor für Kinder, ähnlich dem Bounty Hunter Junior.

Redaktionelle Einschätzung

Funktionalität und Ausstattung

Der Seben Allround ist ein funktionstüchtiger Detektor für Kinder und Jugendliche und kann auch bei handwerklichen Heimprojekten zur Anwendung kommen. Der kostengünstigste Seben-Detektor in unserem Produktvergleich lehnt sich bezüglich der versprochenen Suchtiefe weniger weit aus dem Fenster und gibt ein Maximum von 60 cm für große Objekte und 15 cm für Münzen an.

Er liegt damit gleichauf mit anderen Detektoren für junge Schatzsucher. Dafür spricht auch die vollautomatische Suchfunktion und die traditionelle Move-Suchmethode. Eine einfache Nadelanzeige und Signaltöne dienen zur Fundobjektidentifikation, zwei Regler ermöglichen die Einstellung von Signaltonlautstärke und Diskriminierungsgrad.

Die Seben Ultimate Focus Suchspule mit einem Durchmesser von 190 mm ist im Vergleich zum Bounty Hunter Junior bis zu einer Tiefe von 25 cm wasserdicht.

Der Hersteller weist den Seben Allround ausdrücklich eine Zusatzfunktion als „hochleistungsfähiges Leitungssuchgerät“ für Wände, Decken und Böden aus, um damit elektrische und wasserführende Leitungen für Handwerkerarbeiten in den eigenen vier Wänden ausfindig zu machen.

Verarbeitung und Komfort

Das Design des Seben Allround ist am ehesten als simpel zu beschreiben. Dafür gibt es aber keinen leichteren Metalldetektor. Die für Seben typische Farbgebung in Dunkelgrün dürfte wohl nicht jedem Benutzer zusagen, verschmilzt aber in Waldgegenden mit dem Hintergrund.

Mit 0,65kg ist er der leichteste Detektor in unserem Produktvergleich, sogar noch leichter als der Bounty Hunter Junior. Wie sein Konkurrent ist er mit seinem variablen Gestänge von 600 bis 1000 mm für kleinere Benutzer geeignet, alle anderen Sucher müssen buckeln, um ihn verwenden zu können.

Leider muss auch der Seben Allround ohne komfortable Armstütze auskommen. Der Haltegriff ist außerdem in einer für das Handgelenk eher ungünstigen Position angebracht. Dafür befindet sich das Verbindungskabel im Inneren des Gestänges und stört somit nicht weiter. Der Seben Allround verfügt über eine 3,5 mm-Kopfhörerbüchse für handelsübliche Kopfhörer (z.B. vom MP3-Player).

Kundenbewertungen
Der Seben Allround kann auf Amazon mit sage und schreibe 156 Rezensionen aufwarten! Davon sind 73% positiv und vergeben größtenteils ganze fünf Sterne für das Gerät.

Als positive Eigenschaften werden vor allem folgende hervorgehoben:

  • Für Kinder besser als jeder Spielzeugdetektor
  • Ideal für Gelegenheitssuchen und kurzfristiges Aufspüren verlorener Gegenstände und metallischer Leitungen
  • Simpler Bodenabgleich
  • Funktionstüchtiger Diskriminator
  • Robuste Verarbeitung
  • Sehr geringes Gewicht
  • Liegt gut in der Hand

Anmerkung: Die Diskriminierungsfunktion des Seben Allround blendet die Signale unerwünschter Metalle nicht aus, wie es andere Detektoren tun. Stattdessen kann eine Veränderung in der Reaktion der analogen Nadelanzeige und der Signaltöne bemerkt werden, wenn diskriminiertes Metall unter die Sonde kommt.

Vergleichsweise viele, nämlich 21% der Rezensenten, bewerten den Seben Allround negativ und vergeben nur einen Stern.

Sie beanstanden vor allem folgende Aspekte:

  • Deutschsprachige Anleitung fehlt
  • Geringere Suchtiefe als vom Hersteller angegeben
  • Bodenabgleich geht nach kurzer Zeit verloren
  • Viele Fehlsignale
  • Funktionsfehler bis hin zur Funktionslosigkeit

Laut diesen Kunden würden die vom Hersteller angegebenen Suchtiefen nur für deutlich größere Objekte gelten. Realistischere Schätzungen seien 8 cm Münztiefe und 20 cm für große Gegenstände wie z.B. Hufeisen.

Der Bodenabgleich per Knopfdruck gehe zwar sehr schnell, verschwinde aber in unregelmäßigen Abständen wieder, weshalb man ihn erneut durchführen muss. Bei Rezensionen über die absolute Funktionsuntüchtigkeit des Geräts kann es sich durchaus um Einzelfälle mit Defekten handeln.

Platz 5: Seben Extreme

Redaktionelle Einschätzung

Funktionalität und Ausstattung

Die optimistischen Versprechen des Herstellers Seben sind bei diesem Gerät mit Vorsicht zu genießen. Naheliegender ist, dass es sich bei der „extremen Tiefensonde“ um ein Basis-Gerät handelt, das lediglich die Grundfunktionen eines Detektors anbietet.

Seben wirbt mit einer nahezu utopischen Suchtiefe von 2,5 m für große Objekte und 35 cm für Münzen, alles für einen sagenhaft niedrigen Preis. Die Suche funktioniert vollautomatisch, die Diskriminierungsfunktion lässt sich manuell einstellen. Eine Nadelanzeige gibt Feedback über die gefundenen Metallarten.

Verarbeitung und Komfort

Der Seben Extreme ist verglichen mit der Konkurrenz ein Design-Exo. Der Komfort bleibt aufgrund des Designs jedoch etwas auf der Strecke. Wie es sich ein anspruchsvoller Sondengänger wünscht, ist die Spule bis zu einer Tiefe von 25 cm selbstverständlich wasserdicht.

Das Kabel zwischen Spule und Elektronik ist sehr locker um das Gestänge gewickelt. Das könnte zu einigem Ärger führen, wenn du damit an Pflanzen und Ästen hängenbleibst.

Kundenbewertungen
Insgesamt bewerten 60% der bisherigen Käufer den Seben Extreme positiv, die meisten sogar mit fünf Sternen.

Hervorgehoben werden in den positiven Rezensionen zwei Punkte:

  • Leicht verständliche Bedienungsanleitung
  • Einfache Handhabung

Eine Negativ-Bewertungsrate von 27% mag zuerst wenig erscheinen, sie ist aber deutlich höher als bei den anderen Geräten unseres Produktvergleichs. Insgesamt sind alle möglichen Sterne-Bewertungen dabei, was ein sehr durchwachsenes Bild vom Seben Extreme ergibt.

Beanstandet werden vor allem folgende Aspekte:

  • Mangelhafte Verarbeitung
  • Widerspenstiges Batteriefach
  • Funktionsprobleme bis hin zur Funktionslosigkeit
  • Kaum wahrnehmbare Suchtiefe
  • Zu hoher Stromverbrauch

Laut diesen Meinungen hält das Gerät schlichtweg nicht, was es verspricht. Lediglich die Suche im Gras sei möglich. Gegenstände würden nur oberirdisch oder bis zu einer maximalen Tiefe von 3cm erkannt.

Platz 6: Bounty Hunter Discovery 1100

Der Bounty Hunter Discovery 1100 kann als eine abgespeckte Version des Discovery 3300, der teuerste Metalldetektor in unserem Produktvergleich, angesehen werden. Seine Funktionalität ist etwas eingeschränkt, dafür besticht er mit seiner robusten Verarbeitung und der typischen Qualität anderer Bounty-Hunter-Suchgeräte.

Redaktionelle Einschätzung

Funktionalität und Ausstattung

Die abgespeckten Funktionen des Discovery 1100 gegenüber dem Modell 3300 sind dem geringeren Preis geschuldet. Von der Funktionsweise her ähnelt er anderen Geräten in dieser Preisklasse. Ernüchternd ist lediglich seine von Herstellerseite angegebene, eher geringe Suchtiefe.

Zum Vergleich: Der Bounty Hunter Discovery 1100 kostet etwas weniger als die Hälfte verglichen mit seinem großen Bruder, dem Discovery 3300. Dies schlägt sich in seiner Funktionalität und Ausstattung nieder.

So unterscheidet seine Zielobjekt-Identifizierung auf dem eher kleinen Display nur zwischen drei Segmenten (Silver/Copper, Middle Range, Iron) und nur zwischen vier verschiedenen Münztiefen. Auch die Bedienelemente wurden stark reduziert, sodass du lediglich die Empfindlichkeit des Detektors manuell einstellen kannst.

Davon abgesehen verfügt der Discovery 1100 über ein standardmäßiges Diskriminierungssystem mit den üblichen Suchmodi für Eisen und Nicht-Eisen. Drei verschiedene akustische Signale helfen dir bei der Objektidentifizierung, was noch besser funktioniert, wenn du einen 6,5 mm-Klinkenstecker-Kopfhörer oder einen Adapter für 3,5 mm-Kopfhörer verwendest.

Die 7 Zoll große, wasserdichte Spule ermöglicht das Absuchen breiterer Gebiete als bei billigeren Geräten. Die Münzsuchtiefe von 18 cm ist recht ordentlich, überraschend ist jedoch die eher geringe maximale Suchtiefe von gerade einmal 60 cm bei großen Objekten.

Verarbeitung und Komfort

Design, Ergonomie und Bedienungskomfort des Discovery 1100 sind Bounty-Hunter-Standard – eine Empfehlung. Genau wie die meisten anderen Geräte von Bounty Hunter ist der Discovery 1100 äußerst leicht (mit 1,1 kg können auch Kinder ihn tragen) und hat standardmäßige Maße (71,9 x 25,4 x 15,2 cm).

Die Länge des Gestänges kann an jeden Benutzer individuell angepasst werden. Der im für den Hersteller typischen Schwarz gehaltene Metalldetektor hat eine Garantie von 5 Jahren.

Kundenbewertungen
Die 22 Kundenrezensionen auf Amazon sind zu 90% positiv ausgefallen.

Besonders hervorgehoben werden folgende Stärken des Discovery 1100:

  • Einfache Montierbarkeit
  • Anleitung in der Landessprache
  • Günstige Ergonomie
  • Automatische Kalibrierung und einfache Bedienung
  • Geringes Gewicht
  • Robuste Verarbeitung

Vor allem die gute Materialverarbeitung des Geräts rechtfertige laut den Rezensenten den leicht höheren Preis gegenüber der Konkurrenz. Diese erleichtere vor allem die Montierung der Einzelteile und mache es somit möglich, den Discovery 1100 mit nur wenigen, einfachen Handgriffen in Betrieb zu nehmen.

Auf der anderen Seite stehen lediglich zwei Negativbewertungen.

Beanstandet wird vor allem Folgendes:

  • LCD-Display bei direktem Lichteinfall schwer lesbar
  • Suchtiefe-Anzeige ungenau
  • Keine Lautstärkeregelung
  • Widerspenstiges Batteriefach

Dass LCD-Displays bei intensiver Sonneneinstrahlung aufgrund der fehlenden Hintergrundbeleuchtung schwer zu lesen sind, ist für Metalldetektoren normal, ebenso die eher widerspenstigen Batteriefächer der Elektronik. Grundsätzlich solltest du neue Batterien immer mit Vorsicht einsetzen.

“FAQ”
Welche Signaltöne bietet der Bounty Hunter Discovery 1100?

Das Gerät verfügt über drei verschieden hohe Piep-Töne, die einfach voneinander unterschieden werden können. In der Regel gilt: Je höher der Ton, desto edler der Fund.

Welche 9V-Batterien sollte ich für den Bounty Hunter Discovery 1100 verwenden?

Jede 9V-Batterie und jeder 9V-Akku funktioniert mit dem Discovery 1100. Wenn du das Gefühl hast, dass die von dir gewählte Batterie nicht passt, hat das einen einfachen Grund: Die Batteriefächer der meisten Metalldetektoren dieser Preisklasse sind recht schwergängig.

Um sicher zu gehen, dass du nichts versehentlich beschädigst, solltest du beim Verschließen des Fachs die Deckelzunge erst leicht einschieben und den Deckel dann zudrücken.

Platz 7: Bounty Hunter Discovery 3300

Der teuerste Detektor in unserem Produktvergleich ist dank der Kombination aus ergonomischer Handhabung, einfacher Bedienung und hoher Leistungsfähigkeit sehr beliebt. Unter den Geräten für fortgeschrittene Sondengänger findet man deshalb kaum ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.

Redaktionelle Einschätzung

Funktionalität und Ausstattung

Der Bounty Hunter Discovery 3300 bietet alle wichtigen Funktionen sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene. Seine Leistungsfähigkeit kommt durch die Kombination von optischen und akustischen Identifizierungsmethoden zustande.

Im Lieferumfang des Bounty Hunter Discovery 3300 enthalten sind ganze drei austauschbare Suchspulen in den Größen 4, 8 und 10 Zoll, alle davon sind bis zu einer Tiefe von 30cm vollkommen wasserdicht. Je nachdem, welche Spule du einsetzt, kannst du ein größeres Gebiet effektiver absuchen und Suchtiefen von bis zu 1,2m für große Objekte und 20cm für Münzen erreichen.

Integriertes PinPointing erlaubt die genaue Lokalisierung von Funden im Boden. Der Discovery 3300 unterscheidet Objekte in ganzen 11 Segmenten. Dadurch soll es möglich sein, sogar in stark mineralhaltigen Böden zu suchen und Objekte aufzufinden, die weniger als 1cm groß sind (z.B. Blechfetzen bis hin zu Kaugummipapieren!).

Über das einfach verständliche Bedienfeld kannst du zwischen drei voreingestellten Suchmodi (Alle Metalle, Eisen & Müll diskriminieren) wählen. Darüber hinaus bietet es alle notwendigen Tasten, um die Diskriminierungsfunktion, Sensitivität, Bodenangleichung etc. auch manuell einzustellen, worauf vor allem fortgeschrittene Sondengänger gerne zurückgreifen.

Über eine englische, aber sehr detaillierte LCD-Anzeige erhältst du wichtige Informationen über die Münztiefe, Metallarten, den Batteriestand deines Geräts und vieles mehr. Eine dreistellige numerische Zielwertanzeige hilft in Verbindung mit einer Leitwerttabelle bei der genauen Identifizierung von Funden.

Gleichzeitig gibt der Detektor akustisches Feedback in vier unterschiedlichen Tonhöhen je nach Art des Metalls. Diese starke Kombi ermöglicht es, das Risiko für Fehlgrabungen drastisch zu reduzieren und die Chance auf wertvolle Funde zu maximieren.

Der Discovery 3300 kommt nicht mit beiliegenden Kopfhörern, verfügt aber über einen Anschluss für 6,3mm-Klinkenstecker. Für den Betrieb des Detektors benötigst du jeweils zwei 9V-Batterien, die nicht mitgeliefert werden und auf Dauer recht kostspielig werden können. Wir empfehlen dir daher Akkus, mit denen du getrost bis zu 6-8 Stunden Betriebszeit aus dem Gerät herausholen kannst.

Verarbeitung und Komfort

Bei der Konstruktion des Bounty Hunter Discovery 3300 wurde ganz sicher nicht geschludert. Ergonomie, Stabilität und Design sind allesamt gelungen. Der Bounty Hunter Discovery 3300 wirkt im stilechten Schwarz und mit seiner stabilen Verarbeitung überaus professionell. Die gepolsterte, individuell anpassbare Armstütze des Geräts erlaubt ein angenehmes Tragegefühl und eine ideale Ergonomie.

Mit 1,9kg gilt der Detektor immer noch als sehr leicht. Seine Maße (71,9 x 25,4 x 15,2 cm) können sowohl an Erwachsene als auch an Kinder angepasst werden, wobei aber die Kleinen unter den eifrigen Sondengängern das Gerät als zu schwer empfinden werden.

Das Kabel zwischen Elektronik und Spule wird an der Außenseite des Gestänges entlanggeführt, liegt aber eng genug an, um ein Hängenbleiben an Hindernissen unwahrscheinlich zu machen.

Insgesamt macht der Discovery 3300 strukturell einen sehr zuverlässigen und haltbaren Eindruck. Wenn du trotzdem noch Zweifel hast, hilft dir vielleicht die 5-Jahre-Garantie des Herstellers über die letzten Entscheidungshürden hinweg.

Kundenbewertungen
Derzeit wird der Bounty Hunter Discovery 3300 von rund 92% aller Rezensenten auf Amazon positiv bewertet, wobei er hauptsächlich mit fünf Sternen ausgezeichnet wurde.

Besonders positiv hervorgehoben werden dabei immer wieder folgende Aspekte:

  • Hohe Leistung und Genauigkeit
  • Einfache Bedienbarkeit
  • Gut funktionierende Diskriminierungsfunktion
  • Stabile Verarbeitung
  • Lange Batterielaufzeit

Die Leistungsfähigkeit des Discovery 3300 wird breit gelobt. Die Diskriminierung von Metallen soll besser und zuverlässiger reagieren als bei der Konkurrenz. Laut einigen Rezensenten soll die mögliche Münztiefe sogar bis zu 25cm reichen.

Sondengänger in einschlägigen Foren sprechen vom top Preis-Leistungsverhältnis des Discovery 3300 und vergleichen ihn sogar mit Profi-Geräten ab 1000 Euro.

Bisher gibt es nur eine Negativ-Bewertung mit einem Stern.

In dieser werden vor allem folgende Punkte beanstandet:

  • Komplizierte Handhabung
  • Keine Hintergrundbeleuchtung des Displays, daher bei Nachtsuche kaum zu erkennen
  • Kein Lautstärkeregler am Gerät
  • Hoher Batterieverbrauch bei kaltem Wetter

Insgesamt machen diese Kritikpunkte auf uns einen äußerst subjektiven Eindruck. Zudem muss erwähnt werden, dass LCD-Displays bei extremen Lichtverhältnissen (direkte Sonneneinstrahlung oder Dämmerung/Nacht) grundsätzlich schwieriger zu lesen sind, was bei den meisten Metalldetektoren der Fall ist.

Auch die Tatsache, dass sich Batterien bei kaltem Wetter schneller entladen, ist weithin bekannt. Der fehlende Lautstärkeregler des Geräts sollte mit einem separat hinzugekauften Kopfhörer mit eingebautem Regler kompensiert werden.

“FAQ”
Welchen Kopfhörer benötige ich für den Bounty Hunter Discovery 3300?

Du kannst alle Kopfhörer mit einem 6,3mm-Klinkenstecker verwenden (das sind die großen). Wenn du einen üblichen Kopfhörer mit AUX-Stecker, wie z. B. von deinem MP3-Player, nutzen willst, benötigst du einen Adapter, den du schon ab 10 Euro bei einem Elektronik-Fachhändler erwerben kannst.

Gibt es eine deutschsprachige Anleitung für das Gerät?

Ja. Auch wenn die LCD-Anzeige standardmäßig auf Englisch ist, liegt dem Lieferumfang des Bounty Hunter Discovery 3300 eine ausführliche und komplette Anleitung auf Deutsch bei. Lediglich die darin enthaltene Leitwerttabelle bezieht sich auf Dollar-Münzen und muss erst vom Anwender in hierzulande verwendete Werte konvertiert werden.

Kann ich das Gerät auch im Regen einsetzen?

Mit Vorsicht! Die Elektronik funktioniert zwar bei leichtem Regen einwandfrei, bei starkem Niederschlag könnte aber Feuchtigkeit eindringen. Da das Gerät im Betriebsmodus kaum Wärmeentwicklung aufweist, kannst du im Zweifelsfall Folie und Klebeband nutzen, um Lücken in der Elektronik abzukleben und sie so vor Nässe zu schützen.

Platz 8: Bounty Hunter Tracker IV

Der Tracker IV ist ein festes Mitglied der Bounty-Hunter-Familie von Metalldetektoren und bietet eine standardmäßige Funktionalität. Lediglich auf ein LCD-Display muss der Benutzer verzichten.

Redaktionelle Einschätzung

Funktionalität und Ausstattung

Der Bounty Hunter Tracker IV verfügt über die üblichen vorprogrammierten Suchmodi. Seine manuellen Einstellungsmöglichkeiten und analoge Fundobjektanzeige sollen wohl vor allem Technik-Begeisterte ansprechen.

Die Bounty D-Tech 8-Zoll-Spule des Tracker IV erreicht Suchtiefen von 20-30cm für Münzen und 1,25m für große Objekte, was eine ganz ordentliche Performance darstellt. In zwei voreingestellten Betriebsmodi (alle Metalle erfassen oder vollständige Unterdrückung von Eisen und Müllgegenständen) können unerwünschte Metalle verlässlich diskriminiert werden.

Wahlweise kannst du die Empfindlichkeit und Diskriminierungsfunktion des Geräts auch mit analogen Reglern benutzerdefinieren. Im Gegensatz zu den meisten anderen Metallsuchgeräten des Herstellers Bounty Hunter hat der Tracker IV aus nicht näher genannten Gründen kein LCD-Display, sondern bietet lediglich eine analoge Nadelanzeige.

Dies ist besonders verwunderlich, da z.B. der Bounty Hunter Discovery 1100 für einen etwas geringeren Preis über eine digitale Anzeige verfügt und diesem Modell in nichts nachsteht.

Daher empfehlen wir den Tracker IV vor allem traditionsbewussten Schatzsucher-Enthusiasten, die eine Nadelanzeige gegenüber LCD-Displays bevorzugen. Zusätzlich helfen Piep-Töne in zwei unterschiedlichen Tonhöhen bei der Identifizierung von Funden.

Verarbeitung und Komfort

Der Tracker IV kommt im für den Hersteller Bounty Hunter typischen, ergonomischen Design im stilechten Schwarz. Wie die meisten Bounty-Hunter-Geräte verfügt der Tracker IV über eine einstellbare, gepolsterte Armstütze für bestmögliche Ergonomie und Handhabung. Mit gerade einmal 1kg Gewicht ist er selbst bei langen Sondengängen keine Belastung.

Kundenbewertungen
Von bisher 21 Bewertungen auf Amazon sind ungefähr 85% positiv. Die meisten Rezensenten vergeben ganze fünf Sterne an den Bounty Hunter Tracker IV.

Für sie fallen vor allem folgende Aspekte positiv auf:

  • Geringes Gewicht und gute Handlichkeit
  • Für Einsteiger schnell zu erlernen und einzustellen
  • Stabile Verarbeitung

Lediglich drei negative Bewertungen können bis dato auf Amazon gefunden werden.

Diese bemängeln folgende Aspekte:

  • Unbrauchbare Nadelanzeige
  • Geringe Suchtiefe bei kleinen Objekten

Manche Rezensenten erwähnen auch bei anderen Metallsuchgeräten immer wieder, dass die eingebaute Nadelanzeige schon gleich nach Inbetriebnahme und ohne Metall in der Nähe unkontrolliert ausschlägt. Dies kann in Einzelfällen auch auf die falsche Handhabung oder fehlerhafte Voreinstellung des jeweiligen Geräts zurückgeführt werden.

Im Zweifelsfall solltest du dich nie gänzlich auf die analoge Anzeige verlassen, sondern auch auf die Piep-Töne als Indikator achten.

“FAQ”
Kann ich mit dem Bounty Hunter Tracker IV unter Wasser tauchen?

Das ist nicht zu empfehlen, da leicht Wasser in die empfindliche Elektronik des Geräts eindringen könnte. Lediglich die Suchspule kann vollständig untergetaucht werden. Für ausgiebige Suchen in Gewässern solltest du daher auf spezielle Geräte zurückgreifen, die aber deutlich teurer sind.

Platz 9: Bounty Hunter Junior

Der Name ist Programm: Der Bounty Hunter Junior ist ein Metalldetektor für die ganz jungen Schatzsucher – und ein guter noch dazu. Das einfach verständliche und bedienbare Gerät für den kleinen Geldbeutel macht spannende Schnitzeljagden möglich.

Redaktionelle Einschätzung

Funktionalität und Ausstattung

Das Metallsuchgerät für Kinder ist mit simplen Basisfunktionen ausgestattet. Wir wollen noch einmal betonen: Der Bounty Hunter Junior ist ausschließlich für Kinder und Jugendliche gedacht. Wegen des geringen Preises und seiner ausgewiesenen Zielgruppe verfügt er lediglich über die grundlegendsten Funktionen, die für einen Metalldetektor typisch sind.

So kann man über einen analogen Diskriminierungs-Regler Eisen und andere ungewollte Objekte aus den Suchergebnissen herausfiltern. Es gibt keine wählbaren Suchmodi. Der Detektor arbeitet vollautomatisch, wodurch er natürlich auf jegliche Funde gleichermaßen anschlägt und somit im Gegensatz zu höherpreisigen Geräten öfter zu Fehlgrabungen verleitet.

Die schlichte Nadelanzeige des Geräts ist praktikabel, aber mit ihr werden Kinder wohl eher wenig anfangen können. Dafür hilft ein Piep-Ton, der beim Näherkommen des Fundobjektes kontinuierlich lauter wird, sodass man die genaue Position besser eingrenzen kann.

Der Bounty Hunter Junior erreicht eine maximale Suchtiefe von 60cm für große Objekte und 13cm für Münzen, wodurch er natürlich nicht mit den Modellen für erwachsene Benutzer mithalten kann. Deshalb sollte man keine riesigen Funde erwarten, sondern eher mit kleinen „Schätzen“ wie Münzen, Kronkorken und Nägeln rechnen.

Verarbeitung und Komfort

Das Gewicht und die Abmessungen des kompakten Modells sind ideal für Kinder – und darüber hinaus energiesparend. Mit gerade einmal 0,79kg ist der Bounty Hunter Junior ein absolutes Leichtgewicht und daher bestens für Kinder geeignet, welche das Gerät mit traditioneller Move-Suchmethode schließlich mühelos hin und her schwenken können müssen.

Mit einer Abmessung von 55,9 x 15,2 x 12,7 cm ist er entsprechend kompakt gebaut und eignet sich für kleine Schatzsucher bis etwa 170cm Körpergröße. Für Erwachsene ist die Verwendung eines solch kleinen Modells eher umständlich und nicht zu empfehlen.

Das Junior-Modell ist für den Hersteller Bounty Hunter typisch stilecht designt und gut verarbeitet. Eine Besonderheit besteht darin, dass sich das Kabel zwischen Spule und Elektronikeinheit im Inneren des Teleskopgestänges verbirgt, wodurch man sich beim Suchen nicht verheddern kann.

Sehr wichtig zu bemerken ist, dass die Suchspule im Gegensatz zu anderen Modellen nicht wasserdicht ist. Ein weiterer Wehrmutstropfen ist die fehlende Armstütze und der etwas ungünstig geformte Griff, der für manche Kinderhände zu dick ausgefallen sein könnte.

Trotz der geringen Abmessungen des Bounty Hunter Junior benötigt er wie seine großen Brüder zwei 9V-Batterien, die aber entsprechend länger halten. Eine LED-Anzeige, die im Falle eines niedrigen Batteriestandes aufleuchtet, ist vorhanden, sodass man nie umsonst losmarschiert.

Kundenbewertungen
Unseren Recherchen nach bewerten 77% der Produktbesitzer den Bounty Hunter Junior positiv, davon ein Großteil mit fünf Sternen.

Sie heben folgende Aspekte des Geräts deutlich hervor:

  • Geringes Gewicht und einfache Handhabung
  • Ideale Ergonomie für Kinder
  • Einfache Bedienbarkeit
  • Stabile Verarbeitung
  • Einwandfreie Funktionstüchtigkeit
  • Kaum störender Signalton

Zwar wird der Bounty Hunter Junior wie die Konkurrenten in seiner Preisklasse in einschlägigen Foren oft belächelt, er übertrifft aber offenbar die Erwartungen zahlreicher Rezensenten. Besonders die robuste Spule scheint ein Gütekriterium zu sein, denn so manches Kind geht unvorsichtig oder gar ruppig mit dem Präzisionsgerät um.

11% der Rezensionen für den Bounty Hunter Junior fallen negativ aus und vergeben nur einen von fünf Sternen.

Sie bemängeln folgende Punkte:

  • Fehlerhafte Funktionsweise
  • Geringe Suchtiefe
  • Minderwertige Kabelverbindung

Besagte Rezensenten halten die vom Hersteller angegebene Münztiefe von 18cm für etwas zu optimistisch. Am ehesten funktioniere das Gerät bei der Suche im Gras. Andere Rezensenten berichten von Erfolgen im Sand (z.B. auf dem Spielplatz oder am Strand). Zwei Rezensenten sprechen die angeblich geringe Qualität der Kabelverbindung zwischen Spule und Elektronik an.

Beim Auseinanderbauen gehe das innenliegende Kabel leicht kaputt oder führe zu Wackelkontakten, die dann umständlich gelötet werden müssten. Diese Defekte können womöglich durch eine unvorsichtige Handhabung zustande gekommen sein.

“FAQ”
Kann der Bounty Hunter Junior auseinandergebaut werden?

Ja. Man kann die Verbindungsschraube im Gelenk der Spule herausdrehen und die Spule dann vorsichtig zur Seite legen. Dabei sollte man darauf achten, das innenliegende Kabel nicht zu beschädigen, da es etwa so sensibel wie ein Telefonkabel ist. Auf diese Weise demontiert, passt der Detektor in einen mittleren bis großen Koffer.

Platz 10: DURAMAXX Comfort

Der Metalldetektor aus dem Hause DURAMAXX hat zwar kein LCD-Display und verfügt auch nur über die grundlegendsten Features, wird aber für seine gute Funktionalität gelobt. Einsteiger mit einem Hang zur technischen Funktionsweise von Metallsonden sollten daher einen Blick darauf werfen.

Redaktionelle Einschätzung

Funktionalität und Ausstattung

Der DURAMAXX Comfort ist ein Basis-Metallsuchgerät mit einer Kombination aus Nadelanzeige und akustischen Signalen. Seine Suchtiefe und Funktionalität ist in diesem Preissegment standardmäßig.

Der Hersteller wirbt mit einer überraschend hohen Suchtiefe von bis zu 3 m, laut Erfahrungsberichten können bei großen Fundobjekten (z.B. Wasserleitungen) aber lediglich bis zu 2 m erreicht werden. Bei der Suche nach Münzen und ähnlich großen Gegenständen wurden erfahrungsgemäß bis zu 18 cm Suchtiefe erreicht.

Der DURAMAXX Comfort arbeitet vorrangig mit zwei unterschiedlichen, akustischen Fundsignalen für Edelmetalle und eisenhaltige Metalle.

Zusätzlich soll eine einfache Nadelanzeige anhand der Stärke des Ausschlags Rückschlüsse auf die Metallarten zulassen, was vor allem Einsteiger eher suspekt vorkommen dürfte. Die beiliegende deutsche Anleitung kann bei der Verwendung dieser traditionellen Anzeigemethode behilflich sein.

Für den Betrieb des DURAMAXX Comfort benötigst du jeweils sechs AA-1,5V-Batterien, die nicht mitgeliefert werden. Das Gerät verfügt außerdem über einen 3,5 mm-Klinken-Anschluss, an den auch normale, im Alltag gebräuchliche Kopfhörer angeschlossen werden können. Die Lautstärke der Signaltöne kann direkt am Gerät eingestellt werden.

Verarbeitung und Komfort

Wegen dem überaus leichten Gewicht und dem variablen Gestänge kann der DURAMAXX Comfort auch von Kindern komfortabel genutzt werden. Der DURAMAXX Comfort gehört mit gerade einmal 1 kg Gewicht zu den leichteren Metalldetektoren und kann somit auch getrost von Kindern verwendet werden.

Das variable Gestänge kann in einer Spanne von 108 bis 128cm auseinander- oder zusammengeschoben werden, damit jeder Sondengänger damit umgehen kann.

Das Gerät kann darüber hinaus in drei Teile (wasserdichte Spule, Korpus, Griff) auseinandergenommen werden, um den Transport zu erleichtern. Das simple Design in Schwarz wird durch eine gepolsterte Armstütze abgerundet.

Kundenbewertungen
Von bisher insgesamt 19 Rezensionen auf Amazon haben 89% den DURAMAXX Comfort positiv bewertet, darunter die meisten mit vier von fünf Sternen.

Positiv hervorgehobene Aspekte umfassen folgende:

  • Zuverlässige Funktionstüchtigkeit
  • Zuverlässiges PinPointing
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Wahrscheinlich werden die meisten Anfänger im Sondeln das Ablesen einer Nadelanzeige im Vergleich zu einem LCD-Display als eher rätselhaft empfinden. Mithilfe der deutschen Anleitung und ein wenig Übung sollte aber auch das kein Problem darstellen.

Aktuell finden sich bei Amazon nur zwei negative Bewertungen.

Diese beanstanden vor allem folgende Punkte:

  • Deutlich geringere Suchtiefe als vom Hersteller angegeben
  • Unzureichende Metallunterscheidung
  • Nadelanzeige unbrauchbar
  • Bedienungsanleitung offenbar nicht auf das Modell zugeschnitten

Nach den subjektiven Erfahrungen dieser Rezensenten erreicht der DURAMAXX Comfort eine maximale Tiefe von gerade einmal 40 cm bei großen Objekten. Zudem soll die Metallunterscheidung ungenau und häufig sogar fehlerhaft sein.

Die Nadelanzeige wird als ungedämpft und nicht genau skaliert kritisiert, sodass sie schon beim Einschalten des Geräts ohne ersichtlichen Grund hin und her schwingt. Es ist gut möglich, dass diese Kritikpunkte auf einen Defekt einzelner Geräte oder auf eine falsche Handhabung zurückgeführt werden können.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Metalldetektor kaufst

Was taugt ein Metalldetektor überhaupt?

Hast du am Strand schon einmal diese sonderbaren Menschen gesehen, die mit einer Metallsonde und Kopfhörern ausgestattet dort nach Schätzen suchen, wo sich anderen sonnen? Die fördern doch nichts weiter als popelige Kronkorken und wertlosen Schrott zutage, oder? Falsch gedacht!

Metalldetektor Meer

Hier kannst du einen Mann sehen, der am Strand mit seinem Stranddetektor unterwegs ist und womöglich nach Schätzen sucht. Ein relativ ausgefallenes Hobby! (Foto: Counselling / pixabay.com)

Zwar gilt das sogenannte „Sondeln“ (die Schatzsuche mit einem Metalldetektor) schon immer als eher ausgefallenes Hobby, aber es ist keinesfalls nur die Tagträumerei einer Handvoll Sonderlinge mit Golddublonen in den Augen! Security-Untersuchungen am Flughafen beweisen schon im Alltag, dass die Technik hinter den verheißungsvollen Goldsuchgeräten durchaus funktioniert.

Und eine überraschend große Gemeinschaft leidenschaftlicher „Sondengänger“ macht sich diese Funktionsweise zunutze. Überall auf der Welt bergen sie verlorene Relikte und bringen archäologisch wertvolle Funde wieder ans Tageslicht. Sie sind die modernen Schatzsucher. Und jeder, der sich einen Metalldetektor zulegt, kann zu ihnen gehören und sich selbst auf die Suche begeben.

Die Sucher dienen dem Aufspüren verborgener Metalle. Diese können auch vergraben sein.

Wie funktionieren Metallsuchgeräte?

Elektrizität und Magnetismus – so denkbar einfach kann man erklären, wie Metalldetektoren funktionieren. Sie bestehen grundsätzlich aus den folgenden Komponenten:

An einem Gestänge mit Haltegriff und Armstützte ist eine batteriebetriebene Elektroeinheit montiert. Diese ist mit einer Suchspule am unteren Ende eines langen Stabes verbunden. Zum Zweck einer idealen Tiefenwirkung hat die Spule meist eine flache Form, etwa die eines Tellers, eines Rings oder eines Doppel-D.

Sobald die Elektroeinheit eingeschaltet wird und die Spule mit Strom versorgt, baut diese ein elektromagnetisches Feld auf. Dieses dringt durch den Boden und die darin befindlichen Materialien. Gelangt nun ein elektrisch leitfähiger beziehungsweise metallischer Gegenstand in dieses Magnetfeld, wird es gestört. Die Elektroeinheit gibt sofort ein akustisches und/oder optisches Signal aus.

Gleichzeitig berechnet ein eingebauter Prozessor die ungefähre Tiefe, Größe und Metallart des Gegenstands und zeigt sie über eine Nadelanzeige oder ein LCD-Display an. Anhand dieser Daten kann der Sondengänger die genaue Lage des Gegenstands bestimmen und im Voraus beurteilen, ob sich eine Grabung lohnt oder nicht.

Was erkennt eine Metallsonde und kann ich damit auch nach Gold und Schätzen suchen?

Jedes elektrisch leitfähige Metall beeinflusst das Magnetfeld einer Metallsonde und kann somit von dir aufgespürt werden. Deshalb ist jeder Metalldetektor gleichzeitig auch ein Golddetektor oder Silberdetektor.

Eisen erzeugt z.B. ein sehr starkes Magnetfeld, Gold wiederum nur ein schwaches. Anhand dieser Unterschiede können moderne Metallsuchgeräte bereits vor einer Grabung identifizieren, um welche Metallart es sich handelt.

Manche Geräte sind sogar mit einem Tuner ausgestattet, mit dem du nicht gewünschte Metallarten „diskriminieren“, also aus den Suchergebnissen herausfiltern kannst. Auf diese Weise gräbst du seltener nach wertlosem Müll und hast bessere Chancen auf interessante Funde wie Münzen und Schmuck.

Kann ich meinen Metalldetektor im Regen, im Schnee oder gar unter Wasser verwenden?

Ja! Die meisten Sonden sind wasserdicht und weitestgehend unempfindlich für niedrige Temperaturen. Dem Einsatz in flachen Gewässern oder im Regen ist also nichts entgegenzusetzen, solange du dich nicht an durchnässter Kleidung störst.

Aber ein beharrlicher Sondengänger sollte damit kaum ein Problem haben. Es gibt sogar Metallsuchgeräte, die speziell für den Gebrauch unter Wasser entwickelt wurden.

Schlussfolgernd funktioniert ein Metalldetektor auch im tiefsten Winter. Hier liegen die möglichen Probleme aber woanders: Da du die Sonde nah über dem Boden halten musst, darf der Schnee nicht zu hoch sein. Außerdem gestaltet sich das Graben nach Schätzen im gefrorenen Boden als schwierig.

Wo darf ich meinen Metalldetektor einsetzen und welche Gesetze muss ich beachten?

In Deutschland ist die Rechtslage für das Sondeln vergleichsweise günstig und übersichtlich. Jede Privatperson darf ohne eine spezielle Genehmigung einen Metalldetektor kaufen und verwenden.

Metalldetektor Mann

In jedem Fall solltest du dich aber über die rechtlichen Rahmenbedingungen informieren, damit du nicht Gefahr läufst, als „Raubgräber“ strafrechtlich verfolgt zu werden. (Foto: nikkytok / 123RF.com)

Wenn du auf fremden Grund und Boden suchen willst, solltest du vorher eine Erlaubnis vom Eigentümer einholen. Dies gilt insbesondere für Bodendenkmäler, wo sich archäologisch wertvolle Funde verbergen können, die für die Gesellschaft einen kulturhistorischen Wert haben. Funde von alten Kriegswaffen fallen in Deutschland unter das Waffenrecht und müssen von einem Sachverständigen unbenutzbar gemacht werden.

Größere Funde sollten in jedem Fall den Behörden gemeldet werden und dürfen nicht einfach einbehalten und privat weiterverkauft werden. Dabei werden Eigentumsfragen durch das Denkmalschutzgesetz geregelt, das in den Bundesländern sehr unterschiedlich gehandhabt wird.

So gilt vielerorts ein sogenanntes „Schatzregal“, demnach wissenschaftlich bedeutsame Funde in den Besitz des Landes übergehen. Die Behörden zahlen für solche Funde Belohnungen aus, die unterschiedlich hoch ausfallen können.

Besonders günstig ist die Rechtslage übrigens in Bayern, wo der Finder auch nach der pflichtbewussten Meldung alle Besitzrechte am Fund behält, und in Hessen, wo dem Finder ein vollständiger finanzieller Ersatz für den Fund zugestanden wird.

Welche Sicherheitshinweise muss ich bei der Verwendung von Metalldetektoren beachten?

Metalldetektoren sind laut umfassenden Untersuchungen medizinisch völlig unbedenklich.

Die erzeugten Magnetfelder ähneln denen in der Natur und haben keine negativen Auswirkungen auf medizinische Implantate oder Schwangere (bei besonders empfindlichen medizinischen Geräten empfiehlt sich dennoch ein Blick in die Gebrauchsanweisung). Es gibt aber ein paar andere Aspekte, auf die man achten sollte:

Beim verantwortungsbewussten Sondeln sollte grundsätzlich deine eigene Sicherheit und dein Wohlergehen an erster Stelle stehen. Dazu gehört das Tragen wettertauglicher Kleidung beziehungsweise Schutzkleidung sowie der vorsichtige Umgang mit heiklen Funden wie z.B. Munition aus den Weltkriegen, die immer noch scharf sein könnte.

Darüber hinaus gebietet es die Vernunft, Sperrgebieten und gefährlichen Orten fernzubleiben, Mitmenschen nicht zu gefährden und Schäden an der Natur zu vermeiden, indem du z.B. deine gegrabenen Löcher wieder auffüllst.

Was kostet ein Metalldetektor?

Metalldetektoren sind in ganz unterschiedlichen Preisklassen erhältlich, weshalb für jeden etwas dabei ist. Der aufzuwendende Betrag steigt proportional zur Suchleistung und den komfortablen Features.

So sind zum Beispiel Pulsinduktions-Detektoren mit detailliertem DLC-Display, Diskriminierungsfunktion und integriertem PinPointer (ein Punktortungswerkzeug zur genauen Lokalisierung von Funden) besonders teuer. Im Folgenden bieten wir dir eine Übersicht über die vier Preisklassen:

  • Preisklasse 1 (30-100 Euro): Diese Metalldetektoren sind sehr einfach gebaut und verfügen meist nur über eine simple Nadelanzeige und akustische Signale. Sie eignen sich besonders für Kinder und Jugendliche.
  • Preisklasse 2 (100-300 Euro): In diesem Segment ist der Markt sehr umkämpft, weshalb Geräte dieser Klasse ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen. Diese Einsteiger-Geräte verfügen oft schon über PinPointer und LCD-Anzeigen.
  • Preisklasse 3 (300-1000 Euro): Diese vielseitig einsetzbaren Geräte eignen sich für fortgeschrittene Sondengänger mit höheren Ansprüchen. Sie sind meist mit diversem Zubehör individualisierbar und verfügen über sehr gute, integrierte PinPointer.
  • Preisklasse 4 (ab 1000 Euro): Diese Profi-Geräte werden sogar von Berufsarchäologen eingesetzt, da sie deutlich größere Tiefen bei der Suche erlauben.

Wo kann ich einen Metalldetektor kaufen?

Da das Sondeln als eher ausgefallenes Hobby gilt, existieren nur wenige Fachgeschäfte, die sich auf Metalldetektoren spezialisiert haben. Meist wirst du in Waffen- und Outdoor-Läden fündig, wo die eher wenig fachkundigen Mitarbeiter nur ein oder zwei Einsteigermodelle auf Lager haben. Viel eher lohnt sich die Recherche im Internet.

Unseren Recherchen nach bieten vor allem folgende Online-Shops eine große Auswahl an Produkten und Zubehör verschiedenster Hersteller und ermöglichen gezielte Preisvergleiche:

  • amazon.de
  • ebay.de

Wenn du vor dem Kauf einen Experten konsultieren willst, solltest du dich am besten auf der Webseite eines Fachhändlers umschauen.

Kann ich meinen Metalldetektor selbst reparieren?

Ja. In Schadensfällen stehen sich Sondengänger-Kumpanen in entsprechenden Foren mit Rat und Tat zur Seite und geben Tipps für Do-it-yourself-Reparaturen von Materialverschleiß und Kabelbruch.

In jedem Fall solltest du gut auf die Spule deines Metalldetektors achten, da diese der empfindlichste Teil des Geräts ist. Beim eifrigen Suchen stößt du schnell mal gegen ein Hindernis, was zu Haarrissen führen kann. Durch diese kann Feuchtigkeit in die Spule gelangen und Signalfehler verursachen.

Um dies zu verhindern, solltest du dir einen Spulenschutz zulegen. Dieser schützt die Spule vor Beschädigungen und beeinträchtigt die Signalstärke deines Detektors nicht im Geringsten. Im Zweifelsfall bieten Hersteller und Fachhändler professionelle Reparatur-Dienstleistungen an.

Kann ich einen Metalldetektor auch mieten beziehungsweise leihen?

Ja. Im Internet findest du schnell zahlreiche Dienstleister, die Metalldetektoren für 30-70 Euro am Tag verleihen. Suche auf jeden Fall auch nach privaten und professionellen Verleihern direkt in deiner Nähe.

Entscheidung: Welche Arten von Metalldetektoren gibt es und welcher ist der richtige für dich?

Die Funktionsweise von Metalldetektoren – auch als Metallsucher, Metallsuchgeräte, Metallortungsgeräte oder Metallsonden bezeichnet – ist seit ihrer Erfindung weitestgehend gleichgeblieben. Sie wurde im Laufe der Zeit aber immer weiter verfeinert, weshalb wir heute drei hauptsächliche Technologien mit individuellen Vorteilen und Nachteilen unterscheiden:

  • Schlagfrequenz-Oszillator (englisch beat frequency oscillator, kurz: BFO)
  • Niedrigfrequenz-Detektor (englisch very low frequency detector, kurz: VLF)
  • Pulsinduktions-Detektor (englisch pulse induction detector, kurz: PI)

Im Folgenden stellen wir dir alle Typen von Metalldetektoren im Detail vor.

Wie funktioniert ein Metalldetektor mit Schlagfrequenz-Oszillator und worin liegen seine Vorteile und Nachteile?

Die simpelste Form des Metalldetektors ist kostengünstig und ideal für Einsteiger.

Der sogenannte BFO-Detektor besteht aus zwei Kupferspulen, die um je einen Ring aus Eisen oder Stahl gewickelt und mit einem Oszillator verbunden sind. Sie senden zwei verschiedene Frequenzen, die von metallischen Objekten in der Nähe gestört werden können. Diese Störung wird meist über einen angeschlossenen Kopfhörer als Audiosignal (ein hörbares Summen) widergegeben.

Dieser erschwingliche Metallsucher kann in den meisten Elektronikläden gefunden werden und ist wegen seines einfachen Designs auch für Kinder schnell verständlich.

Vorteile

  • Schlichtes Design
  • Einfache Bedienung
  • Kostengünstig
  • Breit erhältlich

Nachteile

  • Eher geringe Signalstärke
  • Geringe Suchtiefe
  • Fehleranfällig

Wie funktioniert ein Niedrigfrequenz-Metalldetektor und worin liegen seine Vorteile und Nachteile?

Dieser Metalldetektor wird wegen seiner weit entwickelten Technologie und vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von erfahreneren Sondengängern bevorzugt.

Beim VLF-Detektor erfüllen zwei mit Wechselstrom durchflossene Spulen separate Aufgaben: Die erste sendet ein kontinuierliches Magnetfeld mit einer sehr niedrigen Frequenz von 5-30 kHz aus. Die zweite Spule empfängt und misst gleichzeitig die magnetischen Reflektionen von metallischen Objekten. Diese Art von Metallsuchgerät gilt als besonders akkurat und sensibel.

Vorteile

  • Geringe Fehleranfälligkeit
  • Sehr genaue Ergebnisse

Nachteile

  • Eingeschränkte Tiefenleistung

Wie funktioniert ein Pulsinduktions-Metalldetektor und worin liegen seine Vorteile und Nachteile?

Diese leistungsfähigen Metallsonden werden in abgewandelter Form sogar in der Sicherheitstechnik eingesetzt. Sie stellen die erste Wahl für Profi-Sondengänger dar.

Der PI-Detektor arbeitet nur mit einer Spule, die über zwei stetig wechselnde Modi verfügt. Im Sendemodus schickt sie in festgelegten Zeitabständen sehr kurze und starke magnetische Impulse in den Boden. Diese erzeugen in metallischen Objekten sogenannte Wirbelströme, die einige Mikrosekunden lang vorhanden bleiben. Die Suchspule schaltet dann automatisch in den Empfangsmodus und misst diese Wirbelströme.

Die zeitliche Entkopplung von Sende- und Empfangsphase der Sonde erlaubt eine deutlich höhere Sendeleistung, wodurch der PI-Detektor sehr große Suchtiefen ermöglicht. Da die Suchspule außerdem nicht Bestandteil eines Schwingkreises ist (wie z.B. beim VLF-Detektor), kann sie fast beliebig geformt und vergrößert werden.

Dadurch ist es möglich, die Suchtiefe zu variieren, Kleinstobjekte wie Münzen oder Fetzen von Alufolie aus den Suchergebnissen herauszufiltern und ausgedehnte Flächen schneller abzusuchen.

Vorteile

  • Hohe Sendeleistung
  • Große Suchtiefe
  • Spule in Form und Größe individualisierbar

Nachteile

  • Teuer

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Metalldetektoren vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Metalldetektoren miteinander vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es dir leichter fallen zu entscheiden, ob sich ein bestimmtes Gerät für dich eignet oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Gewicht und Produktabmessung
  • Suchmethode
  • Suchtiefe
  • Suchmodi
  • Anzeige
  • Wasserdichte
  • Armstütze
  • Kopfhörer-Anschluss
  • Kabel innenliegend
  • Verarbeitung

In den nachfolgenden Absätzen kannst du jeweils nachlesen, was es mit den einzelnen Kaufkriterien auf sich hat, und wie du diese einordnen kannst.

Die Stromversorgung erfolgt entweder durch einen 9-V-Block oder durch AA-Baterien. Andere Sucher können auch mehr Strom benötigen.

Gewicht und Produktabmessung

Das Gewicht und die Abmessungen eines Metalldetektors nehmen mit der Menge an komfortablen Features wie LCD-Displays und größeren Spulen merkbar zu. Diese Zunahme wirkt sich vor allem auf die Handhabung des Geräts aus.

Bedenke: Du musst dich dazu in der Lage fühlen, deinen Detektor über eine längere Zeit an einem Arm vor dir zu halten und hin und her zu schwenken. Wenn du gerade einen guten Sonden-Lauf hast, willst du sicher nur ungern eine Pause einlegen müssen, weil dir der Arm zu müde wird.

Geräte für Einsteiger und Fortgeschrittene bewegen sich zwischen 1 bis 2 kg Gesamtgewicht und werden von den meisten Benutzern als leicht empfunden. Für Kinder ist dagegen schon ein Detektor mit 1,1 kg Gewicht das Höchste der Gefühle. Geräte für Profis sind deutlich schwerer als das.

Um die Produktabmessungen musst du dir aus zweierlei Gründen Gedanken machen: Erstens hat natürlich nicht jeder Sondengänger die gleiche Körpergröße. Glücklicherweise lassen sich nahezu alle Detektoren in einem Rahmen von 600 bis 1500 mm ausfahren oder zusammenschieben, um sie individuell an den jeweiligen Benutzer anzupassen.

Zweitens können besonders klobige Modelle das Sondeln erschweren, da du mit der Spule leicht an Hindernissen hängenbleiben und die Spule beschädigen könntest. Außerdem gestaltet es sich als schwierig, einen besonders großen Metalldetektor unauffällig in deinem Reise- bzw. Wanderrucksack zu verstauen.

Zwar lassen sich die meisten Detektoren unterhalb der Elektronik und oberhalb der Spule in zwei bis drei kompaktere Teile zerlegen, du solltest aber auf jeden Fall vorher abmessen, ob dein Rucksack die ausreichende Größe dafür hat.

Suchmethode

Man unterscheidet hauptsächlich zwei Suchmethoden: Beim standardmäßigen „Move“ bzw. der „Schwenkbewegungssuche“ muss die Sonde über einem Objekt hin und her bewegt werden, um es ausfindig machen zu können; die „elektronische Punktortung“ wiederum registriert einen Fund auch dann, wenn die Sonde nur still darüber gehalten wird.

Außerdem solltest du dir über die Verwendung eines PinPointers Gedanken machen. Dabei handelt es sich um ein hilfreiches Werkzeug, das die punktgenaue Ortung und Tiefenbestimmung von Funden im Boden immens erleichtert.

Höherklassige Detektoren verfügen über sehr gute integrierte PinPointer. Sollte dieser beim Modell deiner Wahl fehlen, kannst du auch separat einen dazukaufen. PinPointer mit hohen Kundenbewertungen bewegen sich auf Amazon im Preisbereich von 60 bis 150 Euro.

Suchtiefe

Eine hohe Suchtiefe ist ganz besonders wichtig, wenn du ein Maximum an Funden erzielen willst. Dabei gilt die Faustregel, dass du große Objekte in deutlich größeren Tiefen ausfindig machen kannst als kleine Objekte.

Die Angaben für die „theoretische Maximaltiefe“ von Metalldetektoren können auch innerhalb derselben Preisklasse stark variieren. Eine Suchtiefe von 1 bis 2 m für große Objekte gilt bei Einsteiger- und Fortgeschrittenen-Geräten schon als gut.

Manche Hersteller geben in der Produktbeschreibung lieber die „Münzortungstiefe“ (also die Suchtiefe für besonders kleine Objekte) an, die bei solchen Geräten zwischen ca. 25 und 35 cm liegt.

Achte jedoch immer darauf, dass die Hersteller gerne mal dazu neigen, die Suchtiefe ihrer Produkte eher optimistisch auszulegen. Du kannst bei den meisten Detektoren also getrost ein paar Zentimeter abziehen. Erkundige dich vor dem Kauf in einschlägigen Foren, Erfahrungsberichten und Kundenrezensionen!

Suchmodi

Viele Detektoren verfügen über voreingestellte Suchmodi. Diese setzen sich aus festgelegten Frequenzen und Diskriminierungsparametern zusammen und erlauben es dir, gezielt nach bestimmten Metallarten zu suchen. Besonders Einsteiger sollten für ihre ersten Sondengänge auf diese automatischen Einstellungen zurückgreifen, um Frust vorzubeugen.

Es ist zum Beispiel möglich, ausschließlich nach Altmetallen, Edelmetallen oder Münzen zu suchen und für die eigenen Suchziele unerwünschte Gegenstände wie Bierdeckel und wertlose Nägel herauszufiltern. Diese Modi sind zwar nicht zu 100% verlässlich, da sich die Signalfrequenzen einiger Edelmetalle mit denen von unbrauchbaren Metallen ähneln, aber sie verringern die Zahl von Fehlgrabungen ungemein.

Profis dagegen haben gerne die volle Kontrolle über alle Tiefen- und Sensitivitätseinstellungen sowie die Diskriminierungsfunktionen ihres Detektors und interpretieren die akustischen und optischen Signale lieber selbst.

Solltest du dich an dieses Niveau heranwagen, musst du auf gewisse Regeln achten: Jede Erhöhung des Diskriminierungslevels kostet dich Suchtiefe; ebenso erhöht jede Steigerung der Spulensensibilität das Risiko für Störsignale (durch metallische Kleinstteile oder Stromleitungen in der Nähe) und unliebsame Funde (wie Alufolie und Müll).

Anzeige

Einfache Metalldetektoren verfügen über Nadelanzeigen, bei denen die Richtung und Stärke des Ausschlags Rückschlüsse auf die Art und Tiefe des gefundenen Metalls zulassen. Eine detaillierte LCD-Anzeige in der Elektronik deines Detektors erleichtert das Sondeln um ein Vielfaches, da sie wichtige Informationen z.B. über die Tiefe und Art des Fundes anbieten kann.

Deshalb solltest du eine optische Fundstückanzeige zugunsten des Komforts und der Genauigkeit immer einer akustischen vorziehen.

Wasserdichte

Die meisten Spulen von Metalldetektoren sind bis zu einer Tiefe von 30 bis 50 cm wasserdicht (was der Suche in flachen Gewässern, Flüssen, am Strand oder im Schnee entspricht). Es gibt aber auch Ausnahmen wie den Bounty Hunter Junior, der vor allem für Kinder gedacht ist und sich nicht für die Unterwassersuche eignet.

In größeren Tiefen, in denen auch die Elektronik deines Detektors mit Wasser in Berührung kommt, solltest du auf speziell für Tauchgänge entwickelte Modelle zurückgreifen.

Armstütze

Nicht alle Metalldetektoren verfügen über dieses simple aber wichtige Feature, welches das einarmige Führen des Geräts deutlich komfortabler macht. Solche Armstützen können entweder aus reinem Plastik oder gepolstert sein.

Kopfhörer-Anschluss

Metalldetektoren arbeiten in erster Linie mit akustischen Signalen, weshalb ein Kopfhörer-Anschluss zur Standardausstattung gehören sollte.

Kopfhörer werden vom Hersteller häufig mitgeliefert, können aber auch separat gekauft werden (was ohnehin empfehlenswert ist, wenn das Kopfhörer-Kabel zu lang ist und dadurch stört).

Ihre Benutzung bietet klare Vorteile: Du sperrst den Umgebungslärm aus und kannst dich somit besser auf die Suche konzentrieren; außerdem vermeidest du, dass sich die Menschen in deiner Umgebung von dir gestört fühlen oder andere neugierige Sondengänger auf deine vielversprechenden Suchgebiete aufmerksam werden

(nicht umsonst wirbt z.B. der Hersteller Seben mit einer „Incognito-Funktion“, die alle Soundeffekte ausschaltet und die LED-Anzeige bei Nachtsuchen dimmt).

Da das nahezu ständige Piepsen deines Metalldetektors recht nervend sein kann, solltest du nach einem Modell mit Lautstärkeregelung Ausschau halten. Wenn dieses Feature fehlt, kannst du auch mit einem Stück Panzerklebeband auf dem Lautsprecher Abhilfe schaffen.

Wir empfehlen aber eher einen separaten Kopfhörer mit eigenem Lautstärkeregler. Zuletzt lohnt es sich, vor allem wenn eine detaillierte LCD-Anzeige fehlt, ein Gerät mit unterschiedlichen Klängen zu wählen, um Metalle im Vornherein zu diskriminieren.

Kabel innenliegend

Gemeint ist das Kabel, das von der Elektronik zur Sonde führt. Bei den meisten Metalldetektoren wird dieses an der Außenseite des Metallgestänges entlanggeführt. Dadurch kann es vorkommen, dass das Kabel herumschlackert und sich beim Suche in Hindernissen verhakt.

Es empfiehlt sich deshalb ein Detektor, dessen Kabel im Inneren der Haltestange verborgen liegt.

Verarbeitung

Letztlich solltest du ein kritisches Auge auf die Verarbeitungsqualität deines auserkorenen Metalldetektors werfen. Billigere Geräte sind oft sehr simpel und mit minderwertigen Materialien konstruiert und können durch schnelle Beschädigungen der Suchspule, allzu locker zusammengesteckte Bauteile und widerspenstige Batteriefächer zu Frust führen.

Darüber hinaus beeinträchtigt eine minderwertige Verarbeitung die Montage und Demontage deines Metalldetektors.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Metalldetektor

Seit wann sind Metalldetektoren in Benutzung?

Metalldetektoren gibt es seit über 100 Jahren! Vielversprechende Aussichten für einen Einsatz im Bergbau führten zu ihrer Erfindung.

Der deutsche Physiker und Meteorologe Heinrich Wilhelm Dove (1803-1879) erfand in der ersten Hälfte des 19. Jhd. das Induktion-Balance-System, das später zur Grundlage für die ersten Metalldetektoren werden sollte. Sein sogenannter Polarisierungsapparat war jedoch sehr groß, schwer, störanfällig und erreichte nur eine geringe Suchtiefe.

Die Entwicklung der Metalldetektoren nahm erst in den 1930er Jahren an Fahrt auf, als der deutsche Unternehmer und Erfinder Gerhard Richard Fischer (1899-1988) herausfand, dass Radiowellen von erzhaltigem Gestein gestört werden. Im Umkehrschluss erkannte Fischer, dass man mit Radiowellen gezielt Metalle orten kann. 1937 erwarb er das erste Patent für einen Metalldetektor.

Charles Garrett entwickelte die immer noch recht unhandliche Form des Metalldetektors weiter und brachte 1964 den deutlich kleineren und leichteren BFO-Detektor auf den Markt. Davon motiviert, wurden zahlreiche Firmen gegründet, die das Konzept immer weiter verbesserten und kostengünstigere Geräte für den Privatgebrauch herstellten.

Wie läuft das Sondeln beziehungsweise ein Sondengang mit einem Metalldetektor ab?

Zwar entwickelt jeder Sondengänger im Laufe der Zeit seine eigenen Techniken und Gewohnheiten, der Ablauf beim Sondeln ist im Grunde aber immer gleich. Hier eine Checkliste für deine erste Schatzsuche:

Erste Schritte: Als Einsteiger macht es durchaus Sinn, dich erst einmal mit deiner Metallsonde vertraut zu machen. Leg dir selbst einen Parkour, z.B. in deinem eigenen Garten, und übe den richtigen Umgang mit dem Gerät in verschiedenen Tiefen und mit unterschiedlichen Metallen!

Leg dir ein Ziel fest! Sondengänger spezialisieren sich meist auf ein bestimmtes Fachgebiet, z.B. auf die Suche nach Gold, Meteoriten, antiken Gegenständen oder die ehemaligen Besitztümer von Soldaten aus den Weltkriegen.

Der richtige Ort: Ein Besuch in den Archiven deiner örtlichen Bibliothek oder eine Internetrecherche kann dir dabei helfen, anhand von historischen Aufzeichnungen und Karten ein geeignetes Gebiet (ca. 1 ha groß) auszuwählen.

Rechtslage prüfen! (siehe „Wo darf ich meinen Metalldetektor einsetzen und welche Gesetze muss ich beachten?“)

Jetzt wird gesucht! Halte die Spule nah über dem Boden, um die maximale Suchtiefe zu erzielen, und führe schwenkende Bewegungen aus, um eine lückenlose Suche zu gewährleisten!

Zeit zum Graben! Ist dieser Entschluss gefasst, kommen Werkzeuge wie Spaten und Grabhacken zum Einsatz. Die Anzeige des Detektors gibt dir Hinweise auf die ungefähre Tiefe deines Fundes. Ein PinPointer kann dir bei der punktgenauen Lokalisierung helfen. Experten-Tipp: Nutze für die letzten paar Zentimeter Erde einen Stock, um deinen Fund nicht zu beschädigen!

Geschafft! Es folgt die Reinigung und Konservierung deines Fundes, die Fundbestimmung und zuletzt die Dokumentierung.

Was sind die interessantesten Funde, die je mit Metallsuchgeräten gemacht wurden?

Leider halten einige Archäologen die eifrigen Schatzsucher mit ihren Metallsonden für Störenfriede. Dabei übersehen sie vollkommen, dass zahlreiche wichtige Neuentdeckungen unserer Zeit vor allem von Privatpersonen gemacht wurden.Die Liste der geradezu beeindruckenden Funde mit Metallsuchgeräten ist lang und die Dunkelziffer erfolgreicher Sondengängern noch größer. Hier ein paar Beispiele:

Der berühmte Fall der Himmelsscheibe von Nebra verhalf im Jahr 1999 den Sondengängern Henry Westphal und Mario Renner zu zweifelhaftem Ruhm: Sie verkauften den Fund illegal für gerade einmal 31.000 DM und wurden bald darauf zu Bewährungsstrafen verurteilt. Heute ist das wertvolle Relikt mit einem Wert von 100 Mio. Euro versichert.

2010 fand der Sondengänger Dave Crisp den zweitgrößten englischen Münzschatz überhaupt: Ein Gefäß mit 52.000 Bronze- und Silbermünzen mit einem Gesamtgewicht von 160 kg und einem geschätzten Wert von 1 Mio. Dollar.

Benjamin Czerny fand im Jahr 2015 in einem Wald in Rheinland-Pfalz einen antiken Schatz im Wert von einer halben Million Euro. Wie zuvor Westphal und Renner wurde er zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, nachdem er seinen Fund gegenüber den Behörden unterschlagen hatte, ihn aber zwei Jahre später stolz auf Youtube ausstellte.

Solche beneidenswerten Funde sind noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Überall auf der Welt warten noch unzählige Schätze darauf, gehoben zu werden, und die Suche nach ihnen wird noch lange andauern. Private Sondengänger gelten deshalb als wichtige Unterstützung für diverse Forschungsinstitute, die deshalb sogar Schulungsprogramme fürs Sondeln anbieten.

Was kann ich in Deutschland mit einem Metalldetektor finden und wo sind die besten Orte fürs Sondeln?

Im internationalen Vergleich gelten die Fundmöglichkeiten in Deutschland als sehr gut. Das liegt vor allem an den langen Zeiträumen der Metallnutzung in der deutschen Geschichte und der relativ dichten Besiedelung des Landes.

Vor allem Relikte aus den Weltkriegen sind eine ausgiebige Suche wert. Dennoch wollen wir dir nicht zu viel versprechen – historisch überwältigende Funde sind keinesfalls die Norm. Als entschlossener Sondengänger musst du vor allem Geduld und Beharrlichkeit mitbringen.

Eins garantieren wir dir aber: Der erste Fund ist mit einem enormen Glücksgefühl verbunden!

Metalldetektoren und Kinder – 7 Tipps, wie die Schatzsuche zum Vergnügen wird

In Zeiten von Videospielen, Smartphones und Computern ist „draußen“ für viele Kinder ein Fremdwort. Metalldetektoren können das perfekte Mittel sein, um den Nachwuchs wieder mit Natur und Frischluft vertraut zu machen. Damit das Abenteuer Schatzsuche für die Kleinen zu einem Erfolg wird, geben wir dir 7 nützliche Tipps:

Kaufe einen geeigneten Metalldetektor! Nutze dafür unseren interaktiven Kaufberater oder orientiere dich am Punkt „Was kostet ein Metalldetektor?“! Detektoren aus der ersten beziehungsweise zweiten Preisklasse sind eine gute Wahl, da ihre Bedienung einfach zu erlernen ist.

Außerdem ist der finanzielle Verlust nicht allzu groß, wenn dein Kind plötzlich doch das Interesse am Schatzsuchen verliert. Achte darauf, dass das ausgewählte Metallsuchgerät möglichst leicht ist – am besten nicht mehr als 1,1 kg!

Lege Pausen ein! Da Metallsuchgeräte nur mit einem Arm gehalten werden, können auch 1,1 kg schnell recht schwer werden. Deshalb solltest du deinem Nachwuchs spätestens alle 30 Minuten eine Pause gönnen. Nimm genug Verpflegung und Wasser mit, um ein spontanes Picknick einzulegen!

Sollte das Schwenken der Sonde für dein Kind grundsätzlich zu anstrengend sein, gib ihm eine andere Aufgabe: Das punktgenaue Lokalisieren eines Fundes mithilfe eines PinPointers ist einfacher und macht eine Menge Spaß.

Wähle die geeignete Kleidung und das richtige Zubehör! Vor allem an Schlechtwettertagen ist warme und wasserdichte Kleidung ein Muss! Statte dein Kind darüber hinaus mit Handschuhen aus, für den Fall, dass sich gefährliche Gegenstände wie z.B. Glasscherben im Boden befinden!

Recherchiere im Voraus geeignete Orte! So eine Schatzsuche kann man auch ideal mit anderen Aktivitäten verbinden. Befinden sich z.B. Denkmäler, Seen oder interessante Wanderwege in der Nähe des Suchgebiets?

Hilf etwas nach! Halte dich an unbedenkliche Stellen wie Kinderspielplätze oder öffentliche Strände! Um Frustration vorzubeugen, kannst du schon vorher kleine Schätze im Sand verstecken, damit die Kleinen auch auf jeden Fall etwas finden.

Bedenke: Eltern haften für ihre Kinder! Kläre deine Kinder über Sicherheit und Gesetze beim Sondeln auf, damit sie nicht unbedacht an verbotenen Orten auf Schatzsuche gehen!

AUFsicht ist besser als Nachsicht! Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest du immer gemeinsam mit deinem Kind losziehen. So wird das Sondeln zu einer spannenden Familienaktivität. Eifelsucher.de empfiehlt übrigens, Kinder erst ab dem 16. Lebensjahr im Alleingang mit Metalldetektoren herumhantieren zu lassen.

Wo kommen Metallsucher noch zum Einsatz?

Natürlich haben Sondengänger das Metallsuchen nicht gepachtet. Die nützliche Technik der Detektoren kommt an vielen Stellen im Alltag zum Einsatz. Hier ein paar Beispiele:

  • Noch heute nutzen militärische Streitkräfte wie z.B. die US Army Metallsonden für die Kampfmittelbeseitigung.
  • Die „Türrahmen“, durch die du an Flughäfen oder in Gebäuden mit sensibler Sicherheitsstufe gehen musst, sind nichts Anderes als Metalldetektoren, die dich nach Waffen und anderen gefährlichen Gegenständen absuchen sollen.
  • Berufsarchäologen benutzen deutlich größere und leistungsfähigere Metallsuchgeräte, um potenzielle Grabungsstätten mit bis zu 12 m Tiefe zu sondieren.
  • Metalldetektoren ermöglichen sicheres Arbeiten für Mensch und Maschine: In der Lebensmittel- und Pharmaindustrie erkennen sie Metallsplitter in Produkten, in der Holzverarbeitung finden sie Nägel in Baumstämmen und Handwerker können mit ihnen die Lage von Strom- und Wasserleitungen in Wänden und Böden bestimmen.
  • Übrigens gibt es auch Handy-Apps, die mit einer „Metalldetektor-Funktion“ werben. Lass dich aber nicht übers Ohr hauen: Diese technischen Spielereien reagieren nur auf entsprechend große Magnetfelder und sind damit für die Schatzsuche ungeeignet.

Wo kann ich mich mit anderen Sondengängern über das Sondeln und Metalldetektoren austauschen?

Die Sondengänger sind eine ständig wachsende, internationale Gemeinschaft von ambitionierten Schatzsuchern, die sich gegenseitig unterstützen und im freundlichen Wettstreit miteinander stehen. Im Internet findest du mehrere deutschsprachige Foren, in denen du dich mit anderen über Fundorte, Fundbestimmung, Reparaturen uvm. unterhalten kannst.

Laut Google sind die drei beliebtesten Seiten dieser Art übrigens detektorforum.de, sondengaengerforum.de und schatzsucher.org.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/england-arbeitsloser-hobby-archaeologe-findet-riesigen-goldschatz-a-651041.html


[2] http://www.sueddeutsche.de/politik/nahost-konflikt-israel-entfernt-metalldetektoren-am-tempelberg-1.3602181

Bildquelle: Paul Waschtschenko / unsplash.com

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