Mikroskop Träger
Zuletzt aktualisiert: 5. Juni 2020

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Willkommen bei unserem großen Mikroskop Test 2020. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Mikroskope. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, das für dich beste Mikroskop zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir ein Mikroskop kaufen möchtest.




Das Wichtigste in Kürze

  • Mikroskope eignen sich zur vergrößerten Darstellung von Objekten, die mit dem menschlichen Auge nicht gesehen werden können.
  • Es gibt viele verschiedene Mikroskope, die hauptsächlich zwei Arten zugeordnet werden können. Dazu gehören Licht- und Elektromikroskope. Der Unterschied liegt hauptsächlich in der Objektauflösung und bringt andere Vor- und Nachteile mit sich.
  • Beim Kauf solltest du neben der Auflösung und der Vergrößerung auf die Beleuchtung, die Anzahl der Objektive sowie auf Extra-Ausstattung und -Funktionen achten.

Mikroskop Test: Favoriten der Redaktion

Das beste Mikroskop für Einsteiger, Kinder und Jugendliche

Das Emarth Mikroskop ist ein tolles kostengünstiges Mikroskop für Kinder oder Einsteiger. Mit einer Vergrößerung von 40 fach bis 640 fach bist du hier bestens augestattet um im Hobbybereich Dinge zu mikoskopieren. Zusätzlich sind im Set viele tolle Extras enthalten die dir das mikroskopieren beibringen und für Einsteiger erleichtern.

Die bisherigen Käufer loben vor allem die tolle Verarbeitung, die einwandfreie Funktion und die vielen Extras, die man für den günstigen Preis dazu bekommt.

Das beste Taschenmikroskop

Das Carson 60-120x MicroBrite Plus Taschenmikroskop  ist ein schönes kleines Taschenmikroskop, das sich perfekt für unterwegs eignet, um beim Spaziergang interessante Kleinigkeiten direkt zu mikroskopieren. Die Vergrößerung im Bereich von 60 fach bis 120 fach ist dabei vollkommen ausreichend und für so ein kleines Mikroskop herausragend.

In den Rezessionen bewerten die Käufer vor allem die gute Qualität des Taschenmikroskops als sehr positiv. Es wird sehr oft angemerkt, dass die Qualität der Vergrößerungen durchaus mit richtigen Mikroskopen in Konkurrenz treten kann. Auch der günstige Preis, im Vergleich zur guten Qualität, wird sehr positiv bewertet.

Das beste Mikroskop mit USB-Kamera

Bei dem BRESSER Junior-Mikroskop handelt es sich um ein Einsteigermikroskop mit umfangreichen Zubehör für Jung und Alt welches besonders einfach zu bedienen ist und für diesen Preis eine wirklich gutes Einsteigermodell bietet.

Das BRESSER Junior-Mikroskop bietet eine Vergrößerung von 40x1024x. Das Gerät wird mit 2 Okularen (WF10x, WF16x), 3 Objektive (4x,10x,40x), geliefert und kommt damit auf eine maximale Vergrößerung von 1024x.

Das beste Mikriskop mit 20 facher Vergrößerung

Bei dem BRESSER Junior-Stereo-Mikroskop handelt es sich um ein Einsteigermikroskop für Anfänger, Kinder und Jugendliche welches besonders einfach zu bedienen ist und für diesen Preis eine wirklich gute Performance bietet.

Das BRESSER Junior-Stereo-Mikroskop bietet eine Vergrößerung von 20x. Das Gerät wird mit 2 Okularen (WF-10x) und 2 Objektiven geliefert und kommt damit auf eine maximale Vergrößerung von 20x.

Das beste Premium-Mikroskop

Bei dem BRESSER ERUDIT Durchlicht-Mikroskop handelt es sich um ein wirklich hochwertiges Mikroskop für ambitionierte Studenten oder Hobby-Forscher, da es über weitgehende Funktionen verfügt und sich auch für verschiedene Mikroskopie Arten wie der Dunkelmikroskopie oder der Immersionsmikroskopie eignet.

Dieses Durchlicht-Mikroskop verfügt über drei Weitfeld-Okulare (5x/10x/16x). Der um 360°-drehbare monokulare Einblick ermöglicht jederzeit eine bequeme Beobachtungsposition.

Die drei Objektive (4x/10x/60x) werden von einem drehbaren Objektivrevolver aufgenommen. Darüber hinaus ist das BRESSER ERUDIT mit einem Barlow-Zoom-Systemausgerüstet. Dadurch kann die Vergrößerung stufenlos (ZOOM) auf bis zu 1.536-fach erhöht werden. Das BESSER Durchlicht-Mikroskop Erudit-MO bietet einen sehr hohen Vergrößerungsbereich von 20x – 1536x durch verschiedenen Okulare und Objektive.

Das beste Profi-Mikroskop zum kleinen Preis

Das BRESSER Biolux Durchlicht-Mikroskop garantiert aufgrund des reichhaltigen Zubehör einen optimalen Einstieg in die Hobbymikroskopie, für Schule und Studium.

Dieses Durchlicht-Mikroskop verfügt über zwei Okulare (5x/16x). Inklusive PC-Okular (640×480 Pixel) zur Bildübertragung an den PC. Die drei Objektive (4x/10x/40x) werden von einem drehbaren Objektivrevolver aufgenommen. Darüber hinaus ist das BRESSER Biolux mit einem Barlow-Zoom-Systemausgerüstet.

Durch eine herausziehbare Zusatzlinse kann die Vergrößerung bei visueller Beobachtung stufenlos bis zum 2-fachen verändert werden, so dass sich zusammen mit 3 Objektiven und 2 wechselbaren Weitfeld-Okularen Vergrößerungen von 20x bis 1280x erzielen lassen.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du ein Mikroskop kaufst

Was ist überhaupt ein Mikroskop?

Das Mikroskop ermöglicht, Objekte in einer Größe die sich unterhalb des Auflösungsvermögens des menschlichen Auges befinden, so stark zu vergrößern, dass sie bildlich dargestellt werden können.

Wie funktioniert ein Mikroskop?

Ein Mikroskop vergrößert sehr kleine Dinge und Strukturen. Mit Hilfe von Linsen werden die Lichtstrahlen gebrochen, so dass ein optisch vergrößertes Zwischenbild entsteht. Dieses Zwischenbild wird dann mit Hilfe des Okulars, das wie eine Lupe wirkt, zu einem „virtuellen“ Zwischenbild“ vergrößert.

Mikroskop Chemie

Neben dem normalen Mikroskop, gibt es zwei weitere Varianten wie ein Mikroskop funktioniert. Darunter gehören die Binokulare und die Trinokulare Varianten. (Foto: Ousa Chea / unsplash.com)

Die Binokulare Variante bedeutet, dass du mit zwei Augen mikroskopieren kannst. Dadurch wirst du beim mikroskopieren nicht so schnell Müde, durch das zukneifen eines Auges und dir bleiben im schlimmsten Fall Kopfschmerzen erspart.

Die Trinokulare Variante ist dasselbe wie Binokular mit zusätzlichen Tubus. Dabei kann während der Beobachtung eine USB – Kamera aufgesetzt werden, welche die Beobachtungen aufnimmt. Die aufgenommenen Bilder können dann anschließend auf einem Computer übertragen werden.

Wo kann ich ein Mikroskop kaufen?

Mikroskope kannst du sowohl in Elektronikgeschäften, im gut sortierten Fachhandel, beim Optiker und auch manchmal in Supermärkten kaufen. In den letzten Jahren verkaufen sich Mikroskope für den privatbedarf sowie beruflichenbedarf vermehrt über das Internet, dort hast du eine größere Auswahl und die Preise fallen oft niedriger aus.

Des Weiteren kannst du durch Erfahrungsberichte anderer Käufer erfahren welches Gerät am besten zu dir passt. Mikroskope für Schulen oder Labore werden allerdings häufiger offline gekauft oder gemietet. Es besteht auch die Möglichkeit, gebrauchte Mikroskope im Netz günstig zu erwerben.

Unseren Recherchen nach werden im Internet die meisten Mikroskope in Deutschland derzeit über die folgenden Shops verkauft:

  • amazon.de
  • ebay.de
  • Saturn
  • Media Markt
  • Conrad

Alle Mikroskope, die wir dir auf unserer Seite vorstellen, sind mit einem Link zu mindestens einem dieser Shops versehen, sodass du gleich zuschlagen kannst, wenn du ein Gerät gefunden hast, das dir zusagt.

foco

Wusstest du, dass der Effekt der Lichtbrechung bereits in der Antike entdeckt wurde?

Die Menschen haben entdeckt, dass die Tautropfen auf Blättern die darunter liegende Struktur vergrößerten. Daraufhin haben sie die ersten Linsen aus Glas hergestellt.

Was kostet ein Mikroskop?

Mikroskope gibt es in allen Preisklassen – vom günstigen Kinder Mikroskop ab 50€, über einem einfachen Einsteigermodell für das ein dreistelliger Betrag fällig wird, bis hin zum professionellen Binokular-Durchlichtsmikroskop, für das es keine Grenzen nach obenhin gibt.

Alles in allem finden wir, dass sich die Investition durchaus lohnt, wenn du relativ häufig mikroskopieren möchtest und dieses möglichst mit einem hohen Auflösungsvermögen.

Einfache Konstruierte Kinder Mikroskope starten ab 50€ und sind damit eine wirklich preiswerte Möglichkeit, die Kinder damit zu beschäftigen und ihnen Freude an die wissenschaftliche Arbeit näher bringt. Für jemanden der naturinteressiert ist und hobbymäßig mikroskopieren möchte, gibt es Einsteigermodelle die es je nach Händler für etwa 100 bis 300 Euro zu erwerben gibt.

Für ein professionelles Binokulares und Trinokulares Mikroskop fangen die Beträge ab 500 Euro an und je nachdem mit welchen Zubehör man diese erweitern möchte, gibt es nach obenhin keine Grenze.

Typ Preis
Junior Mikroskop ca. 50-100 €
Monokulares Mikroskop ca. 150-500 €
Bonokular Durchlichtmikroskop ca. 1500-6000 €

Was kostet das Zubehör für ein Mikroskop?

Für das Mikroskop kannst du einiges an Zubehör dazu kaufen, je nachdem was genau du beim mikroskopieren erreichen möchtest, gibt es unterschiedliche Arten von Zubehör.

Wenn du nur Hobbymäßig mikroskopieren möchtest, brauchst du nur die Basics wie Reinigung & Pflegeprodukte welches du in einem Set für 20 Euro erhälst, sowie Mikroskopierbesteck welches du auch in einem Set kaufen kannst für 30 Euro.

Wenn du auf eine extra Beleuchtung Wert legst, bekommst du eine Mikroskopierleuchte schon für 50 Euro. Wenn du dir ein Elektronenmikroskop zulegen möchtest, gibt es Färbe- und Einschlussmittel schon für 10 Euro zu kaufen.

Mikroskop Labor

Wenn du vorhast professionell zu mikroskopieren, lohnt sich die Investition in professionelles Zubehör. Angefangen bei einem Objekttisch, welchen du zwischen 25 Euro bis 500 Euro kaufen kannst. (Foto: Lucas Vasques / unsplash.com)

Es gibt auch die Möglichkeit dein Mikroskop mit weiteren Okularen ab 30 Euro, Objektiven ab 20 Euro und Mikroskopkameras ab 60 Euro auszustatten. Für das optimale Vergnügen kannst du dir ein Mikroskopstativ, welches du je nach Händler zwischen 150 Euro bis 2000 Euro kaufen kannst.

Zubehör Preis
Stativ ca. 150-2000 €
Reinigung und Pflegeprodukte ca. 20 €
Okular ca. 30-200 €
Objekttisch ca. 25-500 €
Objektiv ca. 20-500 €
Mikrotome ca. 100-200 €
Mikroskopköpfe ca. 200-3000 €
Mikroskopkamera ca. 50-350 €
Mikroskopierleuchte ca. 50 €
Mikroskopierbesteck ca. 30 €
Färbe und Einschlussmittel ca. 10 €
Filter ca. 10-200 €

Kann ich ein Mikroskop mieten?

Ja, du kannst ein Mikroskop mieten, das geht sowohl online als auch offline. Hierbei handelt es sich um hochwertige Profi-Geräte, die vorallem für Schulen und Labore genutzt werden. Die Profi-Geräte verfügen über eine bis zu 1200 fache Vergrößerung und eine Tiefenschärfe in der Auflösung.

Solche Mikroskope sind in der Anschaffung relativ Kostspielig. Solltest du das Mikroskop nur für einen kurzen Zeitraum benötigen, lohnt es sich für dich ein Mikroskop zu mieten, statt eines zu kaufen.

Entscheidung: Welche Arten von Mikroskopen gibt es und welches ist das richtige für dich?

Grundsätzlich kann man zwischen zwei verschiedenen Typen von Mikroskopen unterscheiden:

  • Lichtmikroskop
  • Elektronenmikroskop

Bei jedem dieser Typen ist die Objektauflösung etwas anders, was jeweils individuelle Vorteile und Nachteile mit sich bringt. Abhängig davon, was du mikroskopieren möchtest und auf welche Dinge du am meisten Wert legst, möchten wir dir im Folgenden Abschnitt dabei helfen herauszufinden, welche Art von Mikroskop sich am besten für dich eignet.

Dazu zeigen wir dir alle oben genannten Arten von Mikroskopen und stellen übersichtlich dar, worin jeweils ihre Vorteile und Nachteile liegen.

Wie funktioniert ein Lichtmikroskop und wo liegen ihre Vorteile und Nachteile?

Der besondere Vorteil an einem Lichtmikroskop ist, dass man durch dieses Mikroskop lebende Organismen beobachten kann. Hiermit hast du also, wenn du Zellen oder Bakterien mikroskopieren möchtest, die Möglichkeit diese ohne sie zu beeinflussen zu untersuchen. Die Betrachtung der Objekte erfolgt in der Lichtmikroskopie durch eine oder verschiedene Glaslinsen.

Nachteil der Lichtmikroskopie ist das beschränkte Auflösevermögen, das sehr schnell an Tiefenschärfe verliert. Die maximale Auflösung eines klassischen Lichtmikroskops richtet sich nach der Wellenlänge des Lichtes, das verwendet wird. Es besteht eine Beschränkung von rund 0,2 Mikrometern. Das heißt Einzelheiten, die kleiner sind als die halbe Wellenlänge, „verschwimmen“ in der sogenannten optischen Lichtbeugung.

Das Lichtmikroskop lässt sich in mehrere Typen unterteilen:

  • Auflicht- und Durchlichtmikroskop
  • Stereo Mikroskop
  • Operationsmikroskop
  • Messmikroskop

Auflicht- und Durchlichtmikroskop

Das Auflicht-Mikroskop funktioniert so, dass das Licht von derselben Seite kommt auf der auch die Beobachtung erfolgt. Bei dem Auflicht-Mikroskop ist der Abstand der unteren Linse zum Objekt enorm wichtig. Hier wird mindestens ein 2 cm Abstand zum Beleuchten benötigt.

Das Durchlicht-Mikroskop ist besonders für transparente Objekte wie Flüssigkeiten. Hierbei strahlt das Licht von unten hinein auf das Objekt. Bei dem Abstand zwischen der unteren Linse zum Objekt werden meist weniger als 2 mm benötigt. Das Licht kommt sowieso von unten, daher wird auch keine Tiefenschärfe benötigt.

Stereo Mikroskop

Durch getrennte Strahlengänge für beide Augen lässt sich durch das Stereomikroskop das Objekt in mehreren Winkeln betrachten, wodurch ein dreidimensionaler vermittelt wird. Bei dem Stereo Mikroskop siehst du bis zu aller untersten Linse durch zwei völlig getrennte Optiken und dabei mit verschiedenen Doppeloptiken auf das Objekt. Damit bekommst du ein plastisches Bild mit absoluter Tiefenschärfe geboten.

Operationsmikroskop

Das Operationsmikroskop findet in den meisten Fällen Anwendung in der Medizin. Es dient den Ärzten speziell bei chirugischen Eingriffen. Das Operationsmikroskop verfügt über eine vergleichsweise niedrigere Vergrößerung (ca. 6-40 fach) und liefert ein dreidimensionales Bild.

Messmikroskop

Als Messmikroskop wird ein Lichtmikroskop bezeichnet, welches mit einer extra Funktion ausgestattet ist, um Objekte messen zu können.

Vorteile
  • Lebende Organismen
  • Farbige Bilder
  • Kleiner Aufwand
Nachteile
  • Beschränktes Auflösungsvermögen

Die modernere Variante des Messmikroskops bietet das Computermikroskop, welches sich durch ein USB-Kabel mit dem Computer verbinden lässt, der die Abbildung des Objekts anzeigt. Das Messmikroskop ist zur Messung von Längen, Radien, Durchmessern und Winkeln geeignet.

Wie ist die Objektauflösung durch ein Elektronenmikroskop und wo liegen die Vorteile und Nachteile?

Das Mikroskopieren durch das Elektronenmikroskop wird mit Elektronenstrahlen statt Licht durchgeführt, dabei hat es den Vorteil einer besseren plastischen Abbildung. Die Elektronenstrahlen haben eine sehr viel kürzere Wellenlänge als sichtbares Licht, womit man eine höhere Auflösung erreicht.

Gegenüber dem Lichtmikroskop bietet das Elektronenmikroskop das bessere Auflösungsvermögen, welches trotz der enormen Vergrößerungsmöglichkeit, nicht an Tiefenschärfe abnimmt.

Der Nachteil ist, dass mit dem Elektronenmikroskop nur tote Objekte betrachtet werden können, weil die biologischen Proben vorher entwässert und speziellle Chemikalien hinzugefügt werden müssen. Aufgrund der Verwendung von bewegten Elektronen besteht nur die Möglichkeit von Aufnahmen in schwarzweiß.

Das Elektronenmikroskop lässt sich in zwei unterschiedliche Typen unterteilen:

  • Rasterelektronenmikroskop
  • Transmissionselektronenmikroskop

Rasterlektronenmikroskop (REM)

Mit dem Rasterelektronenmikroskop ist es möglich eine Oberfläche mittels sehr feinen Elektronenstrahl abzutasten. Im Gegensatz zur Vergrößerung eines Lichtmikroskops, welches max. 1000x vergrößert werden kann, hat ein Rastertunnelmikroskop eine Vergrößerung bis zu 10000.

Das REM bietet den Vorteil, wegen der sehr viel kürzeren Wellenlänge von Elektronenstrahlung das du Strukturen bis zu einer minimalen Länge von 0,1 Nanometern betrachten kannst. Damit ist die Auflösung 1000x höher als bei einem Lichtmikroskop.

Transmissionselektronenmikroskop (TEM)

Die Strahlerzeugung eines Transmissionselektronenmikroskop erfolgt ident wie in einem Rasterelektronenmikrosop. Das Transmissionselektronenmikroskop ist eine Betriebsart für Elektronenmikroskope, die eine direkte Abbildung von Objekten mithilfe von Elektronenstrahlen ermöglicht.

Im Aufbau ist das TEM dem Lichtmikroskop nachempfunden d.h es besteht aus hintereinander geschalteten vergrößernden Linsen. Das TEM erzeugt ein Durchlicht-Elektronenbild mit einer 100 bis 500 000 fachen Vergrößerung und einem Auflösungsvermögen von etwa 0,2 nm.

Vorteile
  • Hohes Auflösungsvermögen
  • Enorme Vergrösserung
Nachteile
  • Tote Organismen
  • Schwarzweiß Bilder

Um eine Probe mit einem TEM untersuchen zu können, muss sie für Elektronen transparent sein. Dazu muss die Probe hinreichend dünn sein, sprich eine unter 50nm Dicke aufweisen können.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Mikroskope vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Mikroskope vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es dir leichter fallen zu entscheiden, ob sich ein bestimmtes Gerät für dich eignet oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Vergrößerung / Auflösung
  • Größe des Mikroskops
  • Beleuchtung
  • Anzahl der Objektive
  • Extra-Ausstattung und -Funktionen

In den nachfolgenden Absätzen kannst du jeweils nachlesen, was es mit den einzelnen Kaufkriterien auf sich hat, und wie du diese einordnen kannst.

Vergrößerung / Auflösung

Auf die Vergrößerung sowie Auflösung der unterschiedlichen Arten von Mikroskopen sind wir bereits oben im Detail schon eingegangen. Trotzdem möchten wir dich an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass die Auflösung das wohl wichtigste Kriterium beim Kauf eines Mikroskops ist, weil sie das Endergebnis maßgeblich beeinflusst.

Die Vergrößerung ist allerdings kein Qualitätskriterium. Eine höhere Vergrößerung als 400-fach (Objektiv 40:1 und Okular 10x) ist für den Anfang nicht notwendig, auch später wird sie nur sehr selten gebraucht. (Foto: Sharon Pittaway / unsplash.com)

Stelle dir also zunächst die Frage, was genau du mikroskopieren möchtest. Wenn du naturinteressiert bist und vorhast lebendige Organismen zu untersuchen, kommen ausschließlich Lichtmikroskope in Frage. Falls du auf ein besonderes hohes Auflösungsvermögen, welches nicht an Tiefenschärfe verliert, Wert liegst, dann sind Elektronenmikroskope für dich die spannendere Alternative.

Wenn du vorhast ernsthaft zu mikroskopieren, und das auch noch in größeren Mengen, ist ein Binokular-Durchlichtmikroskop in aller Regel die beste Wahl für dich. In allen anderen Fällen ist ein Junior-Mikroskop, die beste Option als Einsteiger. Des Weiteren solltest du dich aber auch mit den Alternativen zumindest einmal beschäftigt haben.

Mach dich im Vorfeld schlau darüber, was genau du untersuchen möchtest. Es gibt essentielle Unterschiede bei den einzelnen Mikroskoptypen. Gerade auch aus dem finanziellen Aspekt solltest du dir darüber Gedanken machen.

Die Größe des Mikroskops

Ein Mikroskop nimmt immer auch Platz in dem Zimmer oder im Schrank in Anspruch – vergiss das nicht. Je nachdem, wie häufig du mikroskopieren möchtest, wirst du einem solchen Gerät mehr oder weniger Platz in deinem Haushalt einräumen wollen.

Am platzsparendsten ist ein einfaches Junior-Mikroskop, welches du bei Bedarf auch mit dir herumtragen kannst. Zu den meisten Käufen eines Junior-Mikroskops gibt es den passenden Koffer dazu. Die Trinokularen Mikroskope mit dreifachem Einblick, nehmen am meisten Stellfläche in Anspruch und sind auch recht hoch, dafür aber optisch auch meist ein echter Hingucker, der einen besonderen Platz verdient.

Die meisten Mikroskope benötigen eine Stellfläche von etwa 30 x 40 Zentimetern und sind 40 bis 50 Zentimeter hoch. Geringfügig tiefer und breiter sind die Junior Modelle.

Grundsätzlich gilt: Je professioneller, desto größer. Das zeigt sich auch bei den Profi-Mikroskopen wie zum Beispiel ein Rasterelektronenmikroskop, welches durchaus schon einmal 50 Zentimeter breit sein können. Ein großes Mikroskop geht in der Regel mit einer höheren Produktionskapazität einher als ein kleineres.

Beleuchtung

Die Beleuchtung eines Mikroskops ist das Herz. Bei der Lichtquelle kann es sich um einen Spiegel handeln, mit dem man das Tageslicht einfängt und das Objekt zu beleuchten, oder um eine elektrische Lampe. Die Qualität der Beleuchtung ist für ein scharfes Bild sehr wichtig.

Batteriebetriebene Lichtquellen sind meist nicht hell genug und auf Dauer auch zu teuer. Solltest du dein Mikroskop allerdings in der Natur benutzen wollen, bietet sich eine batteriebetriebene Beleuchtung bei schlechtem Wetter an.

Anzahl der Objektive

Ist die Beleuchtung eines Mikroskops das Herz, so kann man das Objektiv durchaus als Seele bezeichnen. Das Objektiv ist ein Lichtsammelndes optisches System. Denn nur das Zusammenspiel zwischen einer leistungsstarken Beleuchtung mit einem qualitativ hochwertigen Objektiv brillante mikroskopische Bilder erzeugt.

Jedes Objektiv weist eine unterschiedliche mechanische Menge auf. Objektive die sich nur schwach vergrößern lassen, haben eine kürzere Bauweise als Objektive die sich stärker vergrößern lassen. Mikroskop-Objektive gibt es in verschiedenen Vergrößerungsstufen.

Das beginnt mit 2x (also doppelt so groß) und geht bis über 100x (100 fache Vergrößerung). Übliche Mikroskop-Objektive haben folgende Werte: 4x, 10x, 15x, 20x, 40x, 50x, 100x.

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Wusstest du, dass zu den wichtigsten Entdeckungen durch Lichtmikroskope die Entdeckung des Zellkerns durch Robert Brown gehört?

Er bemerkte den kleinen Körper innerhalb der Zelle bei seinem Studium des Befruchtungsprozesses von Orchideen. Es hatten zwar schon andere den Zellkern gesehen, er war allerdings der erste, der ihm eine tragende Rolle bei der Entwicklung von Embryos zusprach.

Extra- Ausstattung und -Funktion

Vor allem die Mikroskope im gehobenen Preissegment glänzen durch einige Extra-Funktionen wie Einstellbarer Augenabstand, voll justierbarer Abbe-Kondensor mit Irisblende und präziser koaxialer Kreuztisch.

Vorteilhaft sind rutschfeste Gummifüße, um auch im Betrieb größtmögliche Standsicherheit zu gewährleisten. Überprüfe hier im letzten Schritt gegebenenfalls, ob sich ein Gerät in positiver Weise hervorheben kann, wenn du dir unsicher bist, für welches du dich entscheiden sollst

Wo kommt ein Mikroskop am häufigsten zum Einsatz?

Das Mikroskop gehört zu den bedeutendsten medizinischen Instrumenten. Sie sind ein wesentliches Hilfsmittel in der Biologie, Medizin und Materialwissenschaften.

Am häufigsten kommen sie in der Medizin zum Einsatz, sie sind zur Diagnostik von Krankheiten ein unverzichtbares Hilfsmittel. Auch finden Mikroskope in der Elektronik oft Anwendung. Sie werden zur Qualitätskontrolle der Platinen Fertigung und Bestückung eingesetzt.

Welche Alternativen gibt es zum Mikroskop?

Eine Alternative zum Mikroskop ist das Polytec. Das Polytec ist durch seine Kombination aus Zoom- oder Festbrennweiten-Objektiv mit moderner Fadenkreuzkamera flexibel einsetzbar und wesentlich preiswerter als ein Mikroskop.

Das System des Polytec lässt sich über ein VGA- oder HDMi- Kabel direkt mit einem Monitor verbinden, somit ist ein Computer nicht notwendig und die Bilder können direkt auf einem USB-Stick gespeichert werden. Allerdings bietet das Polytec mit seiner Fadenkreuzkamera nicht die Möglichkeit, lebendige Organismen zu untersuchen und die Objekte unter der Kamera zu beleuchten.

Mikroskop Petrischale

Eine weitere Alternative zum Mikroskop ist das iPhone. Die Kamera des Iphones wurde zu einem Mikroskop umgebaut mit einer 350-fachen Vergrößerung mit der es dir möglich ist, Blutproben zu untersuchen. (Foto: Jaron Nix / unsplash.com)

Um die Iphone Kamera zu einem Mikroskop umzufunktionieren, bedarf es eine Gummimanschette, etwas Klebeband und eine runde Linse mit einem Millimeter dicke, diese wird dann vor die Kamera des Iphones platziert. Allerdings weisen die Bilder durch die Billige Linsenkonstruktion mehrere optische Fehler auf.

Worin liegen die Vorteile gegenüber einem Polytec und einem Iphone?

Mit dem Mikroskop lassen sich lebende Organismen untersuchen und es garantiert bis zu einer 1200-fachen Vergrößerung. Echte Mikroskopliebhaber, werden den Unterschied durch das Polytec oder das Iphone während des mikroskopieren sehen, da es starke Abweichungen in der Auflösung und Vergrößerung gibt.

foco

Zusammengefasst bietet dir ein Mikroskop daher gegenüber dem Polytec und Iphone die folgenden nennenswerten Vorteile:

  • Objektbeleuchtung
  • Lebende Organismen können mikroskopiert werden
  • Tiefenscharfe Auflösung
  • Genauigkeit der Aufnahmen

Das Mikroskop ist ideal auf das mikroskopieren von Tierischen und Pflanzlichen Komponenten abgestimmt, und stellt sicher das die Auflösung stets in optimaler Qualität ist.

Was kann alles mikroskopiert werden?

Je nachdem für welches Mikroskop du dich entscheidest, kannst du auch unterschiedliche Proben mikroskopieren. Zum einen kannst du Tierische und Pflanzliche Komponenten mikroskopieren.

Die Tierischen Kompontenten kannst du entweder Lebend oder Tot betrachten. Lebende Organismen kannst du nur mit einem Lichtmikroskop untersuchen. Mit einem Rastertunnelmikroskop besteht die Möglichkeit Atome und Moleküle zu untersuchen.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Mikroskop

Wann und von wem wurde das Mikroskop erfunden?

Die Geschichte des Mikroskops kann man im Grunde auch als Geschichte der Optik bezeichnen, denn erst im 16 Jahrhundert hat sich das Mikroskop als eigenständigtes Gerät von Brillen, Lupen und Teleskopen abgespalten. Das erste Mikroskop wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts vom den holländischen Händlern Hans Jansen und sein Sohn Zacharias Janssen gebaut.

Woher kommt das Mikroskop?

Mikroskop ist ein Begriff der aus dem griechischen stammt und setzt sich aus zwei Wörtern zusammen, Mikros steht für „klein“ und skopein steht für „sehen, schauen, betrachten“.

Wie reinige ich das Mikroskop?

Grundsätzlich gilt, dass an optischen Geräten so wenig wie möglich geputzt werden sollte. Reinigen darfst du beim Mikroskop nur wischfeste, hart vergütete Linsenflächen. Die Reinigung von hart vergüteten Flächen sollte nur mit ammoniak- und säurefreien Mitteln gereinigt werden.

Vor dem Abwischen der Linsen mit einem Tuch oder Watte immer zuerst den Staub entfernen, andernfalls können Kratzer entstehen.

Fingerabdrücke, Fett oder Öl können sanft mit einem weichen fusselfreiem Tuch abgewischt werden. Staubpartikel werden mit einem Blasebalg entfernt. Staubpartikel die an der Linse anhaften können mit einem entfettetem Pinsel oder einem Wattestäbchen vorsichtig gesäubert werden, hierbei ist zu beachten, dass für jeden Reinigungsvorgang frische Watte benutzt wird. Zum Schluss sollte noch eine Trockenreinigung erfolgen

Prof. Dr. Irene LichtscheidlUniversitätsprofessorin

Um eine Linse reinigen zu können, ist es wichtig, dass zuerst Staubkörner vorsichtig mit einem Blasebalg, oder mit destilliertem Wasser und einem Wattestäbchen entfernt werden.

Ist die Linse stark verschmutzt, kann mit Watte und Wundbenzin oder verdünnter Spülmittellösung in kreisenden Bewegungen von Innen nach Außen die Linse gereinigt werden. Nach jedem Putzvorgang muss ein neues Stück Watte benutzt werden.
(Quelle: univie.ac.at)

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/nobelpreis-chemie-2017-geht-an-jacques-dubochet-joachim-frank-und-richard-henderson-a-1171140.html

[2] https://www.lichtmikroskop.net/funktionsweise/

[3] http://www.mikroskopieren.de/artikel/mikroskopteile.htm

[4] https://www.esslinger-zeitung.de/region/esslingen_artikel,-hochmodernes-mikroskop-_arid,2140068.html

Bildquelle: Chutima Chaochaiya / 123RF.com

Warum kannst du mir vertrauen?

Marina ist Kunstlehrerin an einem Gymnasium. Ihr liebstes Hobby: Basteln. Und das in jederlei Hinsicht. Ihre besondere Stärke sind DIYs. Ob Gartenstuhl oder Dekolampe - Marina hat schon alles erfolgreich ausprobiert. Vor allem mit ihren Schülern stellt sie immer wieder tolle DIYs her.