Hochwertiges Nähgarn ist eine wichtige Grundlage für jedes Nähprojekt. Denn die Qualität des Nähgarns hat einen großen Einfluss auf das Nähergebnis und die Haltbarkeit. Ein schlechter Nähgarn kann am Ende sogar für eine unsaubere Arbeite sorgen, da man Knötchen oder Fehlspannungen deutlich sehen kann. Außerdem reißt billiger Garn öfters und kann dir durch den Materialverlust am Ende sogar mehr kosten, als die hochwertigere Variante.

Doch woran erkennt man hochwertigen Nähgarn? Und für welche Stoffe solltest du welches Garn benutzen? Wenn das Fragen sind, mit denen du dich öfter beschäftigst, dann bist du hier bei uns genau richtig. In unserem großen Nähgarn Test 2019 besprechen wir diese Fragen ganz im Detail. Außerdem stellen wir dir unterschiedliche Nähgarn vor. Anhand unserer Kriterien wird es dir am Ende leichter Fallen, den richtigen Garn für deine Projekte zu finden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Für verschiedene Stoffarten gibt es auch entsprechende Garne, die sich für die Bearbeitung der Stoffe am besten eignen. Eine hochwertige Garnrolle kostet dich etwa zwei Euro.
  • Beim Kauf einer Garnrolle solltest du nicht nur die Farbe, sondern auch die Garnstärke berücksichtigen. Achte darauf, dass Ober- und Unterfaden immer die selbe Stärke aufweisen.
  • Ein Garn ist nicht nur für die Bearbeitung oder Reparatur bestimmter Textilien geeignet. Du kannst mit einem Nähgarn auch dekorative und bunte Akzente auf deiner Lieblingskleidung setzen.

Nähgarn Test: Favoriten der Redaktion

Das beste Allesnäher Garn

Das Ackermann Allesnäher Set sticht durch die große Farbauswahl und die hervorragende Qualität heraus. Das Ackermann Allesnäher Set beinhaltet 36 Garnrollen aus 100 % Polyester in unterschiedlichen Farben. Das Universalgarn hat eine Stärke von 120.

Jede Spule hat eine Lauflänge von 200 m. Außerdem erhältst du eine praktische Box mit zwei Ausziehfächern zur Aufbewahrung deiner Garne. Zusätzlich sind ein Handmaß und ein Nadel-Set der Marke Organ enthalten.

Das Nähgarn mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis

Das Lihao Nähgarn-Set begeistert vorallem durch das unschlagbares Preis-/Leistungsverhältnis. Das Set beinhaltet 39 Garnrollen aus 100 % Polyester in unterschiedlichen Farben.

Jede Spule hat eine Lauflänge von circa 182 m. Berechnet man den Preis pro Garnrolle, liegt eine einzelne Spule bei ca. 0,20. Dadurch ergibt sich ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Das Garn ist strapazierfähig, farbecht und reißfest.

Das beste Qualitätsgarn

Das Qualitätsgarn von Ackermann kommt im Set mit 12 Polyester Rollen, die jeweils eine Länge von 1000 m aufweisen. In vielen verschiedenen Farben kommen die Rollen in einer funktionalen Box direkt zu dir nach Hause.

Die Stärke des Nähgarns liegt bei ca. 120, womit sie als ziemlich reißfest und sicher für sämtliche Nähmaschinen zu bezeichnen sind. Die Qualität wird von Kunden als hervorragend beschrieben.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du Nähgarn kaufst

Welches Nähgarn gibt es?

Für die verschiedenen Stoffarten gibt es entsprechendes Garn.

Nähgarne werden aus unterschiedlichen Materialien hergestellt. Die meisten Garne bestehen aber aus Polyester.

Dein Nähgarn solltest du immer passend zum Stoff auswählen, also für Baumwollstoffe auch Baumwollgarn verwenden. Achte außerdem darauf, dass du im Ober- und Unterfaden dasselbe Garn verwendest.

Baumwollgarn

Baumwollgarn wird, wie der Name schon sagt, aus Baumwolle hergestellt und eignet sich daher für Baumwollstoffe.

Nähgarn gibt es in unterschiedlichen Farben und Materialien. (Foto: PetraBlahoutova / pixabay.com)

Durch die fehlende Elastizität können Baumwollgarne allerdings schneller reißen. Außerdem gibt es mercerisiertes Baumwollgarn, das zuvor mit Natronlauge behandelt wurde. Dadurch wird das Garn gleitfähiger, glatter, glänzender und reißfester.

Polyestergarn

Polyestergarn ist elastischer und damit auch reißfester als Baumwollgarn. Teilweise wird es auch mit Baumwollfasern gemischt.

Außerdem gibt es so genanntes „Allesnäher“Garn, das ebenfalls aus Polyester besteht. Dieses Garn eignet sich für alle Stoffe.

Weitere Garnarten

Neben Baumwoll- und Polyestergarn gibt es viele weitere Garnarten. Hier sind einige davon für dich aufgelistet:

  • Nylongarn lässt kein Wasser von außen eindringen und ist daher besonders für wetterfeste oder Sportkleidung geeignet
  • Viskosegarn ähnelt optisch dem Baumwollgarn, ist aber leichter und weicher
  • Stickgarn besteht aus leicht schimmernden Synthetikfasern und eignet sich für Maschinenstickereien
  • Knopflochgarn ist dicker und reißfester und daher ideal für Reparaturarbeiten oder feste Stoffe
  • Seidengarn hat einen leichten Glanz, ist aber auch sehr empfindlich und für Seide geeignet
  • Metallic-Garn besteht aus metallischen Synthetikfasern, benötigt aber eine spezielle Nadel
  • Effektgarn ist strapazierfähiges Garn aus Polyester und Baumwolle, um besondere Akzente zu setzen
  • Gummifaden ist ein dünner, umsponnener Gummifaden, der meist als Unterfaden verwendet wird, um Stretcheffekte beispielsweise beim Smoken zu erzielen
Nähgarn-Arten Beschreibung
Baumwollgarn Baumwollgarn wird, wie der Name schon sagt, aus Baumwolle hergestellt und eignet sich daher für Baumwollstoffe. Durch die fehlende Elastizität können Baumwollgarne allerdings schneller reißen. Außerdem gibt es mercerisiertes Baumwollgarn, das zuvor mit Natronlauge behandelt wurde. Dadurch wird das Garn gleitfähiger, glatter, glänzender und reißfester.
Polyestergarn Polyestergarn ist elastischer und damit auch reißfester als Baumwollgarn. Teilweise wird es auch mit Baumwollfasern gemischt. Außerdem gibt es so genanntes „Allesnäher“–Garn, das ebenfalls aus Polyester besteht. Dieses Garn eignet sich für alle Stoffe.
Nylongarn Lässt kein Wasser von außen eindringen und ist daher besonders für wetterfeste oder Sportkleidung geeignet.
Viskosegarn Ähnelt optisch dem Baumwollgarn, ist aber leichter und weicher.
Stickgarn Besteht aus leicht schimmernden Synthetikfasern und eignet sich für Maschinenstickereien.
Knopflochgarn Ist dicker und reißfester und daher ideal für Reparaturarbeiten oder feste Stoffe.
Seidengarn Hat einen leichten Glanz, ist aber auch sehr empfindlich und für Seide geeignet.
Metallic-Garn Besteht aus metallischen Synthetikfasern, benötigt aber eine spezielle Nadel.
Effektgarn Ist strapazierfähiges Garn aus Polyester und Baumwolle, um besondere Akzente zu setzen.
Gummifaden Ist ein dünner, umsponnener Gummifaden, der meist als Unterfaden verwendet wird, um Stretch Effekte beispielsweise beim Smoken zu erzielen.

Wie viel kostet Nähgarn?

Wer beim Nähgarn Qualität möchte, muss etwas mehr bezahlen.

Eine einzelne Garnrolle von einem namhaften Hersteller kostet etwa 2,50 Euro. Es gibt auch günstigeres Garn von Discountern. Du musst ausprobieren, wie deine Nähmaschine damit klar kommt.

Nähgarn-Sets gibt es in verschiedenen Ausführungen. Sie unterscheiden sich in der Auswahl und Anzahl der Nähgarne sowie in der Länge. Daher ist es schwierig, einen Durchschnittspreis zu nennen. Du solltest aber mit 35 bis 65 Euro rechnen.

Die Qualität des Nähgarns spielt eine große Rolle. Billige Garne reißen schneller.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Nähgarn vergleichen und bewerten

Farbe

Grundsätzlich sind deiner Kreativität und damit auch deiner Farbauswahl keine Grenzen gesetzt.

Wenn du dich für eine ganze Palette an Garnfarben entscheidest, ist es einfacher, dass passende Garn für deinen Stoff zu finden. Du kannst einfach verschiedene Garne an den Stoff deiner Wahl halten und so den idealen Farbton finden.

Wenn es eher unauffällig sein soll, macht es Sinn, das Garn im Farbton des Stoffes zu wählen. Du kannst aber auch Akzente setzen, indem du bei gemusterten Stoffen eine der vertretenen Farben aufgreifst. Du kannst natürlich auch gezielt für Kontraste sorgen.

Nina StröherNäh-Expertin

Den Garn und die Nähmaschine musst du geschlossen aufbewahren.
Der Grund dafür ist Staub. Der sammelt sich auf dem Garn und verfusselt die Maschine. Es führt dazu, dass deine Nähmaschine nicht mehr gut näht. Auch das Nähgarn musst du in einem dunklen Ort lagern und vor Sonneneinstrahlung schuützen. Sonst wird es trocken und brüchig.

(Quelle: runenstein.com )

Einige Stoffe sind direkt mit einer Farbnummer versehen oder können beim Hersteller erfragt werden. Das kann die Suche nach dem passenden Garn erleichtern. Nähgarne sind meist gekennzeichnet, mit welchen Farbnummern sie sich gut kombinieren lassen.

Um alle Abkürzungen auf Verpackungen von Nähgarn zu verstehen, kannst du online Tabellen für die Nähgarn-Nummerierung finden.

Garnstärke

Nicht nur die Farbe ist entscheidend, sondern auch die Stärke des Garns. Achte darauf, dass Ober- und Unterfaden immer gleich dick sind.

Bei der Garnstärke verhält es sich ähnlich wie bei den Nähnadeln: Je dicker dein Stoff ist, desto dicker sollte auch das Garn sein. Umgekehrt sollte bei feinen Stoffen das Garn sehr dünn sein.

foco

Wusstest du, dass die Bezeichnung Nm 40 die Stärke des Nähgarns angibt?

Nm ist eine Abkürzung und heißt Nummer metrisch. Es bedeutet, dass 40 Meter des Garns 1 Gramm wiegen. Auf diese Weise hat das Garn eine Lauflänge von 4000 m bei 100 g oder 2000 m bei 50 g. Je größer die Zahl auf der Garnspule ist, desto dünner ist der Stoff.

Die Stärkeangabe beim Garn bezieht sich auf die Fadendicke. Dabei gilt,: Je niedriger die Zahl, desto dicker das Garn. Die Stärke 30 ist extrastark und beispielsweise für Polsterstoffe geeignet. Zum Vergleich ist Stärke 50 nur mittelstark und ideal für viele Kleidungsstücke.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] Schenek, A. (2006): Lexikon Garne und Zwirne. Eigenschaften und Herstellung textiler Fäden. 1. Auflage. Deutscher Fachverlag: Frankfurt am Main.

[2] http://www.kreativlaborberlin.de/kleine-naehschule-welche-arten-von-naehgarnen-gibt-es-und-welches-garn-verwendet-man-fuer-welches-naehprojekt/

[3] http://www.das-naehen.de/werkzeuge-und-arbeitsplatz/naehgarne.html

[4] https://www.fashionmakery.com/fashion-tools/die-11-wichtigsten-garnarten/

Bildquellen: pixabay.com / Bruno Glätsch

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