Willkommen bei unserem großen Nähmaschinen Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Nähmaschinen. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, die für dich beste Nähmaschinen zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir eine Nähmaschine kaufen möchtest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Haushaltsnähmaschine ist in der heutigen Zeit eine beliebte Möglichkeit, um Näharbeiten selbst in Angriff zu nehmen. Hierzu bietet der Markt eine Vielzahl unterschiedlicher Geräte an.
  • In vielen Nähmaschinen sitzt heutzutage eine Prozessor, der viele der Einstellungen selbständig vornimmt. Dennoch gibt es nach wie vor Liebhaber mechanischer Modelle.
  • Es gibt Einsteiger-, Mittelklasse- und Profi-Maschinen. Für welches Modell man sich entscheidet, hängt vom Know-how und den eigenen Ambitionen ab.

Nähmaschinen Test: Das Ranking

Platz 1: Singer Tradition Nähmaschine

Die Singer Tradition ist eine etwa sechs Kilogramm schwere Nähmaschine, die Nähern insgesamt 10 unterschiedliche Nähprogramme zu bieten hat: 6 Nutzstiche, 3 Dekostiche, plus Knopflochprogramm.

Unterstützt wird eine Stichlänge von maximal 4,2 Millimetern, sowie eine Stichbreite zwischen 4,4 und 4,5 Millimetern.

Das umfangreiche Zubehör ermöglicht eine regelmäßige Pflege und die fachgerechte Arbeit mit der Maschine. Hierbei handelt es sich um ein ideales Einsteigermodell, welches Näh-Interessierten die Möglichkeit gibt, die Arbeit an der Maschine näher kennenzulernen.

Platz 2: Carina Professional Nähmaschine

Ambitionierte Anfänger, die etwas mehr von einer Nähmaschine erwarten, bekommen mit der Carina Professional Nähmaschine ein Gerät, welches über insgesamt 206 Programme verfügt.

Darunter ganz normale Nutz- und Zierstiche, plus Overlock- und Knopfloch-Programme. Alleine für die Knopflöcher gibt es elf unterschiedliche Varianten. Die Stichbreite reicht bis zu 7 Millimetern und lässt sich stufenlos einstellen.

Der eingebaute und automatisch gesteuerte Nadeleinfädler macht es Anfängern ganz leicht, mit den Näharbeiten zu beginnen. Dazu kommen weitere praktische Funktionen, die das Nähvergnügen fördern.

Dank des integrierten LCD-Display behält man dabei stets die Übersicht zu Einstellungen und weiteren Parametern.

Platz 3: Brother Innov-is Nähmaschine

Mit dieser Nähmaschine erhalten vor allem Anfänger eine gute Voraussetzung, um Nähprojekte vielfältiger Art anzugehen. Die Maschine bietet insgesamt 16 Nähprogramme, darunter Knopfloch-Programme, Zier- und Nutzstiche.

Dazu kommt ein ganzes Sortiment an Zubehör, inklusive unterschiedlicher Nähfüße und weiterer Ausstattung.

Die Stichlänge und -breite lassen sich individuell einstellen. Vorteilhaft: Das Modell ist auch als Freiarm-Nähmaschine einsetzbar und bietet somit auch für Korrekturarbeiten genügend Platz.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Nähmaschine kaufst

Die Nähmaschine ist trotz der industriellen Entwicklung der heutigen Zeit noch immer ein beliebtes Mittel, um Näharbeiten zu erledigen. Die Geräte auf dem Markt reichen vom einfachen Einstiegsmodell, über Profi-Geräte, bis hin zu kombinierten Näh- und Stickmaschinen.

Für welches man sich entscheidet, hängt in der Regel davon ab, welches Know-how man mitbringt und wie ambitioniert man beim Nähen ist.

Die Auswahl auf dem Markt ist sehr breit gefächert, weswegen es nicht verwunderlich ist, dass man hier leicht die Übersicht verliert.

Du kannst beim Kauf einer Nähmaschine zwischen vielen verschiedenen Modellen wählen. (Bildquelle: pixabay.com / venturaartist)

Braucht man wirklich so viele Stich- und Nähprogramme? Welche Funktionen sollte eine gute Nähmaschine mitbringen und welche Faktoren spielen noch eine Rolle?

Der folgende Ratgeber soll die entsprechenden Informationen liefern und eine Hilfestellung sein, wenn es um den Neukauf einer Nähmaschine geht.

Wie arbeitet eine Nähmaschine?

Um eine typische Naht herzustellen, werden von einer Nähmaschine ein Ober- und ein Unterfaden verwendet. Der Oberfaden ist direkt mit der Nähnadel verbunden, während der Unterfaden unterhalb des Stoffs in einer Spule geführt wird.

Während des Nähprozesses werden beide Fäden miteinander verbunden, indem der Oberfaden mittels der Nadel durch den Stoff geschoben wird und den Unterfaden nach oben holt. Das hierbei verwendete Prinzip wird auch als Schlingenhub bezeichnet.

Um den Stoff angemessen zu fixieren, wird der Nähfuß eingesetzt. Dieser hält den Stoff auf Spannung und ermöglicht gleichzeitig eine bessere Übersicht während der Näharbeiten.

Für den Transport des Stoffs wiederum ist ein Transporteur integriert. Er befördert den Stoff von unten, so dass eine fortlaufende Naht entsteht.

Wie viele Nähprogramme brauche ich?

Moderne Nähmaschinen werden zumeist mit zahlreichen Stichprogrammen angeboten, die sogar in den dreistelligen Bereich hineinreichen. Die Frage hierbei ist, ob diese Stiche auch wirklich alle gebraucht werden.

Die meisten Hersteller geben sowohl Programme als auch Sticharten in einer Gesamtzahl an, weswegen die Angabe relativ irreführend ist. Zur Grundausstattung gehören:

Stichart Funktion
Geradstich für normale Stiche und Stepparbeiten, wird bei allen Stoffen verwendet
Zickzackstich Versäuberungsarbeiten oder zum Applizieren von Flicken
Elastikstich Einarbeitung von Gummibändern und Reißverschlüssen, auch bei dehnbaren Stoffen empfehlenswert
Blindstich unsichtbare Saumbefestigung, Kantenversäuberung
Knopflochprogramm näht sowohl Knopflöcher als auch Knöpfe an

Mit diesen Stichprogrammen lässt sich bereits ein breites Feld an Näharbeiten abdecken. Einige Hersteller fügen der Liste auch sogenannte Overlock-Stiche hinzu, die derartige Stiche jedoch nur simulieren und kein Ersatz für eine vollwertige Overlock-Nähmaschine sind.

Immer wieder gerne gesehen sind auch sogenannte Zier- oder Dekostiche. Sie ermöglichen das leichte Aufnähen von Verzierungen, mit denen beispielsweise Bögen, Muster oder ähnliches auf den Stoff gebracht werden können.

Bereits Einsteiger-Modelle bringen ein großes Spektrum der unterschiedlichsten Stichprogramme mit.

Die Frage, ob man diese Programme alle benötigt, liegt im Ermessen des Nähers. Denn er oder sie entscheidet über die Vielfalt seiner Möglichkeiten, wenn er sich eine neue Maschine anschafft.

Profi-Maschine oder Einsteigermodell?

Beim Neukauf einer Nähmaschine spielt es immer eine Rolle, welchen Wissensstand man mitbringt. Neben preisgünstigen Einsteiger-Modellen gibt es Mittelklasse-Geräte und selbstverständlich Profi-Maschinen.

Nun ist die Angst bei manchen Anfängern groß, dass wenn sie sich jetzt ein Einsteiger-Modell kaufen, sie in etwa zwei Jahren vielleicht eine neue Maschine brauchen, da ihnen das gekaufte Modell nicht mehr genügend Funktionen bietet.

Es gibt viele sehr gute Einsteigermodelle, die für alltägliche Näharbeiten ausreichen. (Bildquelle: pixabay.com / liccastyle)

Allerdings ist es auch so, dass wenn ein Anfänger es mit einer Profi-Maschine probiert, es am Ende auch dazu kommen kann, dass er sich mit der Vielfalt der Möglichkeiten absolut überfordert fühlt.

Zudem die entsprechenden Maschinen Einstellungsmöglichkeiten mitbringen, mit denen ein Einsteiger zunächst nichts anfangen kann.

Fakt ist: Das Risiko, dass die Maschine nach zwei Jahren nicht mehr genügt, geht man immer ein. Doch ist es als Anfänger durchaus sinnvoll, es zunächst mit einem Einsteiger-Modell zu versuchen.

Wer etwas ambitionierter ist und sich bezüglich der Nähmaschinenbedienung etwas eingelesen hat, kann es aber ebenso gut mit einem Mittelklasse-Modell versuchen.

Wozu dient eine computergesteuerte Nähmaschine?

Während es früher stets erforderlich war, sämtliche Einstellungen von Hand vorzunehmen, übernimmt dies in der heutigen Zeit ein integrierter Prozessor, der in den meisten Maschinen zum Standard geworden ist.

Wird die Maschine eingeschaltet, sind die wichtigsten Parameter bereits voreingestellt und ein freies Nähen ist ohne Schwierigkeiten möglich.

Modernes Nähen: Vorteile und Nachteile einer Computernähmaschine

Trotzdem besitzen diese Maschinen die Eigenschaft, einige Einstellungen bei Bedarf zu verändern. Mit dazu gehören beispielsweise die Stichlänge und -breite, die Transportgeschwindigkeit und der Nähfußdruck.

Ein großer Vorteil dieser Maschinen besteht darin, dass selbst wenn man versehentlich die Maschine völlig verstellt hat und kein Nähen mehr möglich ist, die Betätigung des Ein- und Ausschalters die Maschine zurücksetzt.

Speziell bei Einsteiger- und Mittelklasse-Modellen gewährleistet diese Steuerung eine hervorragende Sicherheit, falls man doch einmal eine falsche Einstellung vorgenommen hat.

Der Komfort computergesteuerter Maschinen ist allerdings so groß, dass sich selbst Profis gerne einer solchen Ausführung bedienen.

Selbstverständlich gibt es nach wie vor auch noch völlig mechanisch zu steuernde Nähmaschinen auf dem Markt. Insgesamt bieten computergesteuerte Modelle aber eine gute Alternative, die zumeist eine bessere Kontrolle als auch weitere Vorzüge mit sich bringt.

Wie viel kostet eine Nähmaschine?

Eine neue Nähmaschine kannst du ab rund 100 € erwerben.

Es gibt aber natürlich einige Faktoren, die den Preis der Maschine erheblich beeinflussen können. Darunter fallen z.B. die Qualität der Maschine, das enthaltene Zubehör und die Funktionen der Nähmaschine.

In der folgenden Tabelle haben wir dir die Preise aufgelistet.

Art der Nähmaschine Preis
einfache Nähmaschine ab rund 100 €
solides Hobbymodell ab rund 170 €
gehobenes Modell ab rund 220 €

Wo kann ich Nähmaschinen kaufen?

Nähmaschinen kannst du in Elektro-Fachhandel oder in Supermärkten kaufen. Auch einige Discounter haben Nähmaschinen mittlerweile immer wieder mal im Sortiment.

Nähmaschinen bekommst du auch online, z.B. bei:

  • amazon.de
  • naehpark.com
  • idealo.de
  • universal.de

Welche Alternativen gibt es zu einer herkömmlichen Nähmaschine?

Alternativ zu einer herkömmlichen Nähmaschine, kannst du dir, wie oben schon erwähnt, eine Computernähmaschine kaufen.

Es gibt neben kombinierten Näh- und Strickmaschinen auch eigene Strickmaschinen. Diese eignen sich für dich, wenn du mehr stricken als nähen willst.

Strickmaschine Test 2019: Die besten Strickmaschinen im Vergleich

Falls deine Kinder gerne mal das Nähen probieren wollen, gibt es dafür eigene Kindernähmaschinen. Sie sind für kleinere Hände ausgerichtet und somit für Kinder leichter zu händeln.

Kinder Nähmaschine Test 2019: Die besten Kinder Nähmaschinen im Vergleich

 

Entscheidung: Welche Arten von Nähmaschinen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Grundsätzlich kann man zwischen drei verschiedenen Arten von Nähmaschinen unterscheiden:

  • Flachbett-Nähmaschine
  • Overlock-Nähmaschine
  • kombinierte Näh- und Stickmaschine

In den nächsten Abschnitten erläutern wir die Unterschiede und stellen klar, für welche Arbeiten sie jeweils geeignet erscheinen.

Was zeichnet Flachbett-Nähmaschinen aus und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Die Flachbett-Nähmaschine ist das, was wir als gewöhnliche Haushalts-Nähmaschine kennen. Sie ist sowohl in mechanischer als auch computergesteuerter Form erhältlich. Es gibt sie für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis.

Flachbrett-Nähmaschinen gibt es in verschiedenen Preisklassen. Die meisten Haushaltsnähmaschinen sind solche Maschinen. (Bildquelle: pixabay.com / Alexas_Fotos)

Sie alle sind mit den notwendigsten Programmen ausgestattet und bieten ambitionierten Nähern die richtigen Voraussetzungen, wenn es um das Nähen unterschiedlichster Projekte geht.

Außerdem sind sie für die Einarbeitung von Knopflöchern oder Reißverschlüssen unerlässlich.

Bei der Auswahl ist es bereits wichtig, dass man sich darüber bewusst ist, welche Arbeiten man mit ihr angehen will. So gibt es Geräte, die für feinere Arbeiten prädestiniert sind, während andere auch mit mehreren Lagen dickem Stoff sehr gut zurechtkommen.

Vorteile
  • Für den allgemeinen Gebrauch ideal
  • Einsteiger-, Mittelklasse- und Profigeräte erhältlich
  • Bieten besonders Einsteigern einen guten Anfang
  • Besitzen zahlreiche Nähprogramme und Funktionen
  • Werden in der Regel mit breit gefächertem Zubehör geliefert
  • Die Bedienung fällt speziell bei computergesteuerten Varianten leicht
Nachteile
  • Die Funktionen hängen stark von den Ambitionen ab
  • Overlock-Stiche werden bei diesen Nähmaschinen nur simuliert und erfordern weitere Arbeitsschritte

Was zeichnet Overlock-Nähmaschinen aus und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Bei der Overlock-Nähmaschine handelt es sich um die Sorte Nähmaschinen, die mehrere Arbeitsgänge in einem zusammenfassen.

Die Overlock-Modelle nähen Stoffe zusammen, versäubern und schneiden am Ende präzise dort ab, wo es gewünscht ist. All diese Arbeitsgänge sind mit einer gewöhnlichen Nähmaschine nur einzeln möglich.

Mit ihr ist beispielsweise das Nähen von Bekleidung möglich, da sie dazu imstande ist, Nähte zu erstellen, die denen von Bekleidung aus dem Handel gleichen.

Dabei arbeitet die Maschine mit mindestens vier Fäden, wobei sich die Anzahl je nach Näharbeit auch auf bis zu fünf Fäden auf einmal erstrecken kann.

Leider besitzt sie nicht die Fähigkeiten einer gewöhnlichen Nähmaschine, wenn es um die Feinarbeiten wie Knopflöcher oder das Vernähen eines Reißverschlusses geht. Ferner ist diese Maschine eher für Fortgeschrittene geeignet.

Vorteile
  • Liefert gute Ergebnisse mit unterschiedlichen Naht-Möglichkeiten
  • Erstellt auch moderne Nähte wie Flatlock, Safety oder Doppelkettenstich
  • Verbindet mehrere Arbeitsgänge miteinander
  • Beim Nähen von Bekleidung vorteilhaft
Nachteile
  • Nur etwas für Fortgeschrittene
  • Unterstützt keine Feinarbeiten wie Knopflöcher oder Reißverschlüsse

Was zeichnet kombinierte Näh- und Stickmaschinen aus und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Während es mit einer gewöhnlichen Haushalts-Nähmaschine nur möglich ist, kleinere Stickarbeiten vorzunehmen, die im Rahmen eines Dekostichs verfügbar sind, beherrschen Stickmaschinen ein großes Spektrum an Möglichkeiten, Motive auf den Stoff zu sticken.

Da in der heutigen Zeit viele ambitionierte Näher und Näherinnen solche Elemente gerne in ihre Arbeiten einbinden, gibt es auch kombinierte Geräte, die zugleich detaillierte Näharbeiten erledigen und detaillierte Stickarbeiten ermöglichen.

Dabei ist es unerheblich, ob es sich beispielsweise nur um Buchstaben handelt, oder sogar aufwändige Bilder.

Für Letzteres wird die Maschine mit dem Computer gekoppelt, wo ein spezielles Programm das Motiv vorbereitet und anschließend in die Näh- und Stickmaschine speist.

Das Gerät ist auch dazu in der Lage, mehrere Farben zu versticken und bietet somit ein breites Spektrum an Möglichkeiten.

Allerdings sind diese Maschinen hauptsächlich für Fortgeschrittene geeignet, die sich bereits mit den verschiedenen Funktionen und zahlreichen Einstellungen befasst haben.

Vorteile
  • Sind sowohl zum Nähen als auch Sticken geeignet
  • Kommen auch mit aufwändigen Motiven gut zurecht
  • Lassen sich mit dem Computer verbinden und darüber programmieren
  • Für sehr ambitionierte Näherinnen die ideale Mischung
Nachteile
  • Nur für Fortgeschrittene und Profis empfehlenswert

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Nähmaschinen vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Nähmaschinen vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es dir leichter fallen zu entscheiden, ob sich eine bestimmte Nähmaschine für dich eignet oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Einsteiger-, Mittelklasse- oder Profi-Modell
  • Grundfunktionen
  • Zubehör
  • Motorstärke

Einsteiger-, Mittelklasse- oder Profi-Modell

Wer im Begriff ist, sich eine neue Nähmaschine zu kaufen, sollte als allererstes seine Fähigkeiten realistisch einschätzen. Gehört man eher zu den Anfängern, den Fortgeschrittenen, oder bereits zu den Profis?

Der Markt stellt, wie bereits erwähnt, unterschiedliche Modelle zur Verfügung, die sowohl Einsteigern, Fortgeschrittenen, aber auch Profis gerecht werden. Eine Profi-Maschine kann einen Anfänger leicht überfordern.

Ein ambitionierter Anfänger mit angelesenem Know-how hingegen kommt vielleicht auch ebenso gut mit einer Mittelklasse-Maschine zurecht und kann auf das Einsteiger-Modell verzichten.

Daher ist es wichtig, dass du dich fragst:

  • Möchtest du mit der Maschine zunächst einmal den richtigen Umgang lernen und kleinere Näharbeiten angehen?
  • Oder hast du bereits jahrelange Erfahrung und deine aktuelle Maschine packt nur einfach nicht mehr die Arbeiten, die du als nächstes in Angriff nehmen möchtest?

Grundfunktionen

Hierbei geht es eher um die Frage: Was möchtest du mit der neuen Nähmaschine anfangen? Möchtest du nur einfache Näharbeiten erledigen, oder bereits Kleidung nähen, die sowohl mit Stickereien versehen sind, oder sogar professionelle Nähte aufweisen?

Wenn du beispielsweise kleinere Arbeiten unternimmst, genügt eine reguläre Haushalts-Nähmaschine. Gleiches gilt für das Ausbessern der eigenen Bekleidung. Säume nähen, Ärmel kürzen, Löcher stopfen.

All diese Arbeiten bekommst du spielend leicht mit einer regulären Haushalts-Nähmaschine hin.

Möchtest du auf professionellem Niveau Bekleidung nähen, dir dabei aber Einzelschritte wie das Versäubern ersparen, bist du vielleicht gut mit einer Overlock-Nähmaschine beraten.

Sie kombiniert die einzelnen Schritte miteinander und erstellte Nähte, die jenen aus der Industrie sehr ähnlich sind.

Vielleicht erwartest du aber auch von der Maschine, dass sie sowohl Nähen als auch Sticken kann. In dem Fall wäre, sofern deine eigenen Fähigkeiten fortgeschritten sind, eine kombinierte Näh- und Stickmaschine die richtige Wahl.

Zubehör

Die meisten Nähmaschinen bringen bereits ein ganzes Sortiment an Zubehör mit. Bei anderen muss man diese wiederum separat dazu kaufen.

Zwar kommt es hier ebenfalls ein wenig darauf an, was du gerne mit der Maschine nähen möchtest, doch ist eine gewisse Grundausstattung immer empfehlenswert.

Daher besteht der Lieferumfang der meisten Nähmaschinen aus:

Zubehör Verwendung
Spulen für den Unterfaden, je nach Hersteller aus Kunststoff oder Metall
Universal-Ersatznadeln für den Oberfaden, manchen Maschinen liegen ebenso Jersey- oder Jeans-Nadeln bei
Standard-Nähfüße sollten den Funktionen der Maschine entsprechen, mit dazu gehören: Standard-Nähfuß, Knopflochfuß, Knopfannähfuß, Blindstichfuß, Überwendlingfuß
Garnrollenhalter für größere Garnrollen auf der Maschine geeignet
Nahttrenner erleichtert das auftrennen einer vorhandenen Naht
Reinigungspinsel für die regelmäßige Pflege
Nähmaschinenöl für die Pflege des Getriebes
Schraubendreher nützlich bei integrierten Schrauben und zum Wechseln der Nadeln
Fußpedal für die leichtere Steuerung per Fuß

Insbesondere was das Fußpedal angeht, ist dies nicht zwingend Standard einer jeden Nähmaschine.

Es gibt nach wie vor Hersteller, bei denen das Fußpedal separat erhältlich ist und die Maschine stattdessen mit speziellen Knöpfen ausgestattet ist, die das Nähen in Gang setzen und wieder unterbrechen.

Auch Nähnadeln kannst du gesondert erwerben.

Nähmaschinen Nadeln Test 2019: Die besten Maschinennadeln im Vergleich

Sofern du ein besonders umfangreiches Sortiment an Zubehör forderst, ist es empfehlenswert, wenn du dich nach Modellen umsiehst, in denen auch zusätzliche Nähfüße enthalten sind.

Zudem diese bei einem separaten Kauf relativ kostspielig sind, je nach Näharbeit. Ein gewisser Umfang an Standardfüßen sollte der Nähmaschine jedoch bereits beiliegen.

Motorstärke

Die Motorenstärke spielt vor allem eine Rolle, wenn du in Erwägung ziehst, mit dickeren Stoffen oder mehreren Lagen zu arbeiten.

Reguläre Haushaltsnähmaschinen sind für die Verarbeitung dünner Stoffe wie Baumwolle oder Jersey ideal geeignet und bekommen keine Probleme, wenn es mal zwei oder drei Lagen sind.

Einige jedoch haben bereits Schwierigkeiten wenn es um die Bearbeitung von Jeansstoffen geht. Gleiches gilt auch für Leder, dickeres Gurtband oder die Verarbeitung von Webpelz.

Der Motor einer solchen Maschine muss eine einwandfreie Funktion in Bezug auf den Transporteur als auch auf den Nähfußdruck leisten, da die Nadel sonst nicht bis in die tieferen Schichten dringt und sich so nicht mit dem Unterfaden verbinden kann.

Das bedeutet: Je dicker die Stoffe, desto stärker sollte der Motor sein. Bei den meisten Profi-Maschinen ist in der Regel bereits ein Motor integriert, der mehrere Lagen Jeans ohne Mühe bearbeitet.

Aber auch hier gibt es grundlegende Unterschiede, sofern es um besonders anspruchsvolle Arbeiten geht.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Nähmaschinen

Ein großes Spektrum an Informationen rund um die Nähmaschine haben wir bisher zusammengefasst. Um den Ratgeber noch etwas abzurunden, möchten wir nachfolgend noch ein paar Punkte erwähnen, die in Bezug auf das Thema Nähmaschine wichtig sein könnten.

Wie ist die Nähmaschine überhaupt entstanden?

Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts war es für Näher erforderlich, für das Schneidern von Kleidern eine typische Nähnadel zu verwenden. Diese bestand innerhalb der ersten Jahrhunderte aus Gräten, Knochen oder Horn.

Erst im 14. Jahrhundert entstand die erste Nadel aus Eisen, die über viele Jahre hinweg zu den Hauptwerkzeugen gehörte, um Bekleidung herzustellen.

Der erste Versuch, eine Maschine für Näharbeiten zu nutzen, wurde von Charles Frederick Wiesenthal im Jahr 1755 unternommen. Die damalige Maschine bestand aus einer sehr einfachen Konstruktion, die mit einer zweispitzigen Nadel arbeitete.

Das Prinzip der Maschine wird heutzutage innerhalb der Stickindustrie nach wie vor verwendet.

Alte Nähmaschinen sind schwieriger zu bedienen als neuere Modelle. (Bildquelle: pixabay.com / Tama66)

Die eigentliche Nähmaschine, die für reguläre Arbeiten zu gebrauchen war, entwarf Thomas Saint, ein Engländer, im Jahr 1790.

Er ließ das Modell, welches mit einer Gabelnadel, Vorstecher und Hakennadel arbeitete, sogar patentieren. Die Maschine unterstützte den sogenannten Kettenstich.

Bis die Nähmaschine die Arbeitsweise unterstützte, die wir heutzutage kennen, zog allerdings noch eine lange Zeit ins Land.

Auch wenn bereits Elias Howe im Jahr 1846 eine ähnliche Maschine erstellt hatte, verfeinerte Singer gen 1851 seine Arbeit und stellte die ersten industriell gebrauchsfähigen Nähmaschinen vor.

Damals wurden die Maschinen, anders als heute, noch mit dem Fuß angetrieben. Der elektrische Antrieb, den wir inzwischen von der Haushalts-Nähmaschine kennen, entwickelte sich erst sehr viel später.

Wer sind die bekanntesten Nähmaschinen-Hersteller?

Auf der Suche nach der richtigen Nähmaschine bekommt man viele Marken zu Gesicht. Die Frage ist, welche davon empfehlenswert ist und auch gute Produkte ausliefert.

In manchen Fällen – insbesondere wenn man sich bereits mit Näharbeiten und -maschinen auskennt – lässt sich die Vorliebe für eine gewisse Marke nicht abstreiten. Daher lässt sich hierbei keine pauschale Aussage treffen.

Innerhalb Deutschlands haben sich jedoch die folgenden Hersteller für Nähmaschinen etabliert:

  • Pfaff
  • Singer
  • Brother
  • Carina
  • AEG
  • Janome

Zu beachten gilt hierbei, dass manche der Hersteller sich ausschließlich auf die Herstellung von Haushalts-Nähmaschinen spezialisiert haben, während andere ebenfalls Overlock-Modelle als auch kombinierte Näh- und Stickmaschinen im Angebot haben.

Wie lernt man heutzutage den korrekten Umgang mit der Nähmaschine?

Die Nähmaschine war für eine lange Zeit unerlässlich für die Fertigung von Kleidung und anderen Arbeiten. Zur damaligen Zeit wurden man zum Schneider ausgebildet.

Diesen Beruf gibt es zwar heute noch, er ist aber bei weitem nicht mehr so verbreitet.

In der heutigen Zeit betreiben die meisten das Nähen als Hobby, haben aber nie eine entsprechende Ausbildung genossen.

Wie man sich den korrekten Umgang mit der Nähmaschine beibringt, ist sehr unterschiedlich. Die einen lernen es, während sie mit dem Gerät umgehen, andere nutzen Internet-Anleitungen.

Mit dazu kommen spezielle Kurse, beispielsweise auf der Volkshochschule, die man in Anspruch nehmen kann. Wer Zugang zu einem guten Stoffgeschäft hat, findet dort ebenfalls von Zeit zu Zeit Aushänge, auf denen Kurse angeboten werden.

Es ist also auch heutzutage noch möglich, einen fachgerechten Umgang mit der Nähmaschine zu erlernen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.rnz.de/nachrichten/eberbach_artikel,-tag-der-naehmaschine-in-eberbach-frueher-wurde-mit-tretbrett-genaeht-heute-digital-_arid,365204.html

[2| https://www.faz.net/aktuell/technik-motor/technik/naehmaschinen-stich-fuer-stich-12369601.html

[3] https://www.sueddeutsche.de/news/kultur/mode-worauf-man-beim-naehmaschinen-kauf-achten-muss-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-181010-99-309094

Bildquelle: unsplash.com / Volha Flaxeco

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