Willkommen bei unserem großen Overlock Nähmaschine Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Overlock Nähmaschinen. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, die für dich beste Overlock Nähmaschine zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir eine Overlock Nähmaschine kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Overlock Nähmaschinen Test: Das Ranking

Platz 1: Brother Overlock 1034DX

Mit der neuen Overlock 1034DX von Brother kannst du auch als Anfänger in diesem Bereich nicht viel falsch machen.

Das Nachfolgemodell von der Overlock 1034D ist mit einigen Verbesserungen im Jahr 2018 auf den Markt gekommen und ist auch vom Preis-Leistungsverhältnis sehr attraktiv.

Die Führung der einzelnen Nähgarne ist farblich sehr ansprechend auf der Maschine selber aufgebracht. Der untere Greifer im Inneren hat sogar einen Hebel, mit dem du den Faden sicher führen kannst.

Weiterhin näht diese Maschine sehr schnell. Mit bis zu 1300 Stichen pro Minute können so Kanten schnell und einfach versäubert werden.

Platz 2: Gritzner 788 Overlock

Die Gritzner 788 Overlock-Nähmaschine wird mit einigen Zubehör ausgeliefert, der sonst nicht zum Standardumfang gehört. Beim Kauf erhältst du ein Buch mit ausführlichen Tipps gratis dazu.

Außerdem beinhaltet das Paket 5 Sondernähfüße. Damit stehen dir fast alle Nähprojekte offen. Damit die Schnittabfälle beim Versäubern sauber aufgefangen werden, gehört ein Auffangkorb ebenfalls zur Erstausstattung.

Herausragend ist bei dieser Overlock der besondere Differentialtransport. Dadurch können besonders viele und elastische Stoffe vernäht werden.

Das sehr gute LED-Licht hilft sehr bei nicht so guten Lichtverhältnissen im Nähzimmer und der Freiarm-Nähfuss ist sehr hilfreich beim Vernähen von Blusenärmeln und Hosenbeinen.

Platz 3: Brother 2104D Overlock Nähmaschine

Die Brother 2104D Overlock-Nähmaschine zeichnet sich vor allem durch ihr leichtes Gewicht aus. Das ist sehr praktisch, wenn du deinen Nähort öfter mal wechseln musst oder du an speziellen Nähabenden teilnehmen möchtest.

Mit dem praktischen Tragegriff ist dieses kein Problem mehr.

Mit dieser Overlock-Nähmaschine kannst du wahlweise mit 3 oder 4 Garnen perfekte Kanten versäubern. Das sehr helle LED-Licht verhilft dir, auch in dunklen Räumen ein perfektes Nähergebnis zu erzielen.

Ein weiteres Highlight ist der Nähfußdruck, denn du kannst ihn stufenlos einstellen. So ist gewährleistet, dass die Kanten auch bei unterschiedlichen Stoffen sauber vernäht werden können.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Overlock-Nähmaschine kaufst

Warum auch immer du dir eine Overlock-Nähmaschine kaufen möchtest, du wirst deine Gründe dafür haben.

Vielleicht hast du gerade ein gutes Angebot bei einem Discounter gesehen oder du hast von diesen Nähmaschinen gehört und möchtest wissen, ob du eine solche Maschine auch gebrauchen kannst.

Es ist wie bei vielen anderen Produkten auch: Die einen schwören auf eine Overlock-Maschine und die anderen halten sie für unnütz.

Daher ist es für dich und deine zukünftigen Näharbeiten wichtig, über einige Fragen nachzudenken. Nur so kannst du für dich herausfinden, ob eine Overlock-Nähmaschine für dich überhaupt infrage kommt.

Wie sieht eine Overlock-Nähmaschine aus?

Eine Overlock-Nähmaschine ist eine besondere Art einer Nähmaschine. Schon alleine von der Optik unterscheidet sie sich. Auffallend auf den ersten Blick sind die vielen dicken Garnrollen und das klobige Gesamterscheinungsbild.

Insgesamt sieht eine Overlock-Maschine kompakter, dafür aber auch klobiger aus. Auch vom Gewicht her ist eine Overlock viel schwerer als eine herkömmliche Nähmaschine. Der Vorteil ist, dass du so weniger Platz zum Aufstellen benötigst.

Die Overlock näht mit zwei Nadeln und vier Greifern. Das sieht zwar kompliziert aus, aber diese Nähmaschine kann damit wertvolle Nähte produzieren. Ebenfalls können damit viele Sticharten ausgewählt werden, die mit einer normalen Nähmaschine nicht zu nähen wären.

Rechts neben dem Nähfuß besitzt jede Overlock-Maschine zwei Messer. Diese dienen dazu, den Stoff neben der Naht direkt abzuschneiden.

Somit kannst du mit dieser Nähmaschine die perfekten Nähte nähen. Sie sehen immer sauber und wie industriell gefertigt aus.

Was kann eine Overlock-Nähmaschine?

Die Hauptaufgabe einer Overlock-Nähmaschine besteht darin, dass sie Abschluss-Nähte bzw. Kanten sauber vernäht.

Gleichzeitig schneidet sie den vernähten Stoff neben der Kante direkt ab. Dadurch wird eine sehr stabile Naht erreicht.

Die Overlock ist in der Lage, mehrere Stoffschichten übereinander sauber zu vernähen. Möglich machen dies Transporteure, die dafür sorgen, dass sich die Stoffschichten nicht verschieben.

Overlock Nähmaschinen kommen mit allen Stoffarten gut zurecht. (Bildquelle: pixabay.com / pasja1000)

Auch dicke Stoffe wie beispielsweise Leder oder Jeans lassen sich problemlos mit dieser Nähmaschine vernähen.

Da mit zwei Nadeln und mehreren Garnen genäht wird, ist es für diese Nähmaschine kein Problem, elastische Stoffe zu vernähen. Die Nähte sind so flexibel, dass sie auch bei großer Beanspruchung nicht aufgehen.

Können solche Nähte mit einer herkömmlichen Nähmaschine auch genäht werden?

Grundsätzlich kann eine normale Nähmaschine natürlich auch Kanten vernähen. Aber du solltest bedenken, dass du eine Abschlussnaht mit folgenden drei Schritten hintereinander durchführen musst, um ein sauberes Ergebnis zu erhalten:

  1. Zwei Stoffe übereinander legen und eine gerade Naht nähen.
  2. Die Nahtzugabe mit einem Rollschneider oder einer Schere auf exakt die gleiche Breite kürzen.
  3. Die verbliebene Nahtzugabe anschließend mit einem Zickzackstich versäubern.

Genau diese drei Schritte bewerkstelligt eine Overlock-Maschine in einem einzigen Arbeitsgang. Dabei führt sie diese Arbeiten sehr genau und in einer sehr hohen Geschwindigkeit aus.

Möchtest du allerdings dicke Stoffe verarbeiten, kann es sein, dass deine herkömmliche Nähmaschine diese Lagen nicht mehr sauber verarbeiten kann.

Sie werden beim Nähen verrutschen oder der Unterfaden kann sich in den Stoffen verheddern. Da ist der Frust vorprogrammiert!

Ebenfalls kannst du Probleme bekommen, wenn du mit elastischen Stoffen wie Jersey nähen möchtest. Dann können die starren Nähte sehr schnell aufgehen, wenn die Stoffe bewegt werden.

Was kann eine Overlock-Nähmaschine NICHT leisten?

Grundsätzlich ist die Overlock nur für Säume und Kanten ausgelegt. Ihr Standardprogramm besteht darin, zwei verschiedene Stoffe sauber aneinander zu nähen. Das macht sie gut und das kann sie gut.

Was sie nicht kann, ist zum Beispiel das Nähen eines Knopflochs. Da kannst du noch so viel tricksen, das wird nie funktionieren. Dafür brauchst du zwingend eine herkömmliche Nähmaschine.

Auch bei den meisten Zierstichen wird eine Overlock streiken. Möchtest du Buchstaben oder beispielsweise kleine Blümchen als Ziernaht nähen, wirst du mit einer Overlock-Maschine keine Chance haben, das zu realisieren. Das geht nur mit einer Nähmaschine, die über ausreichend Zierstiche verfügt.

Knopflöcher kannst du mit einer Overlock Maschine nicht nähen. Auch das Einnähen von Knöpfen ist nicht möglich. (Bildquelle: pixabay.com / MabelAmber)

Wenn du viele Wendungen nähen möchtest, wirst du auch dann schnell die Grenzen einer Overlock-Maschine feststellen. Bei kleinen Herzchen als Dekorationsobjekte zum Beispiel musst du kurze Abstände nähen und viele Rundungen. Mit einer Overlock würdest du verzweifeln!

Ist die Bedienung kompliziert?

Eine Overlock-Nähmaschine sieht zwar auf den ersten Blick kompliziert aus, aber das liegt nur daran, dass sie so viele Garnrollen besitzt – und zwar mindestens vier Stück.

Natürlich musst du die vier Fäden nach Vorgabe richtig einfädeln. Ansonsten bekommst du kein sauberes Nahtbild.

Als erstes musst du wissen, dass eine Overlock fast immer richtig eingefädelt bei dir zu Hause ankommt.

Entweder wird es dir in einem Geschäft vor Ort richtig gezeigt und du kannst die Maschine dann so mit nach Hause nehmen, oder sie wird dir fertig eingefädelt im Karton per Post nach Hause geliefert.

Mache dir am besten sofort ein oder mehrere Fotos vom Werkszustand deiner neuen Nähmaschine.

Somit kannst du später immer kontrollieren, wenn du die Fäden selbst einfädeln musst. Das ist spätestens dann der Fall, wenn die Garnrolle leer ist oder du andere Farben verwenden möchtest.

Die Hersteller der Overlock-Maschinen machen es dir aber so einfach wie möglich. In den meisten Fällen liegt eine DVD für das richtige Einfädeln bei, in der Schritt für Schritt der Fadenverlauf dokumentiert wird.

Außerdem ist die Fadenführung auf der Nähmaschine selbst in mehreren Farben aufgezeichnet. Mit ein bisschen Übung wirst du die ein Einfädelung schnell selbst vornehmen können.

Auch die richtige Fadenspannung macht den meisten NäherInnen im Vorfeld Angst. Das ist aber unbegründet. Die Spannung muss zwar manuell eingestellt werden, aber das ist durchaus auch für Anfänger machbar.

Bei hochpreisigen Overlock-Nähmaschinen gibt es mittlerweile aber auch Modelle, die die Fadenspannung automatisch einstellen.

Wie du eine Overlock Nähmaschine richtig bedienst, wird dir in diesem Video gezeigt:

Welches Garn brauche ich für die Overlock-Maschine?

Grundsätzlich kann eine Overlock jedes Garn verarbeiten – also auch das Garn, was du in deiner herkömmlichen Nähmaschine verwendet hast.

Allerdings wirst du spätestens beim Anblick einer Overlock aus einem Prospekt gesehen haben, dass dort viel größere Spulen verwendet werden.

Das macht auch Sinn, denn die Overlock-Nähmaschine ist dafür ausgerichtet, dass sie lange gerade Nähte in einer großen Geschwindigkeit näht. Das verbraucht viel Nähgarn und deshalb gibt es sehr großen Spulen extra für Overlocks.

Es gibt fertige Spulen mit etwas dünnerem Garn zu kaufen. Meistens betragen die Garnlängen 1000 Meter. Das ist auch nicht verwunderlich, denn es werden mitunter vier Garne in einer einzigen Naht vernäht. Somit wird die Naht nicht so dick.

Es ist somit sinnvoll, sich mehrere Spulen mit verschiedenfarbigen Garnen auf Vorrat zu halten. So kannst du schnell das passende Garn zu deinen Stoffen auswählen.

Es müssen übrigens nicht immer in einer Naht dieselben Farben vorkommen. Du kannst interessante Effekte erzielen, indem du mehrere farbige Garne verwendest.

Wie viel kostet eine Nähmaschine?

Eine neue Overlock Nähmaschine kannst du ab rund 200 € erwerben. Sie ist somit teurer als eine herkömmliche Nähmaschine.

Es gibt aber natürlich einige Faktoren, die den Preis der Maschine erheblich beeinflussen können. Darunter fallen z.B. die Qualität der Maschine, das enthaltene Zubehör und die Funktionen der Nähmaschine.

In der folgenden Tabelle haben wir dir die Preise aufgelistet.

Art der Nähmaschine Preis
Einsteiger Overlock Nähmaschine ab rund 200 €
gehobenes Overlock Modell ab rund 300 €

Wo kann ich Nähmaschinen kaufen?

Nähmaschinen kannst du in Elektro-Fachhandel oder in Supermärkten kaufen. Auch einige Discounter haben Nähmaschinen mittlerweile immer wieder mal im Sortiment.

Nähmaschinen bekommst du auch online, z.B. bei:

  • amazon.de
  • naehpark.com
  • idealo.de
  • universal.de

Welche Alternativen gibt es zu einer herkömmlichen Nähmaschine?

Alternativ zu einer Overlock Nähmaschine kannst du eine herkömmlichen Nähmaschine, z.B. eine Flachbrett Nähmaschine, kaufen. Diese Modelle sind etwas günstiger.

Es gibt auch Computernähmaschinen, die dir das Nähen erleichtern sollen.

Falls deine Kinder gerne mal das Nähen probieren wollen, gibt es dafür eigene Kindernähmaschinen. Sie sind für kleinere Hände ausgerichtet und somit für Kinder leichter zu händeln.

Entscheidung: Welche Arten von Overlock-Nähmaschinen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Grundsätzlich kann man zwischen 3 verschiedenen Typen von Overlock-Nähmaschinen unterscheiden:

  • Herkömmliche Nähmaschine mit zusätzlichen Overlock-Stichen
  • Overlock-Nähmaschine
  • Cover-Nähmaschine

In dieser Tabelle möchten wir dir vorab einen kleinen Überblick über die Stärken und Schwächen der einzelnen Arten geben:

Art herkömmliche Nähmaschine Overlock Nähmaschine Cover-Nähmaschine
einfacher Stich x
Nähte mehrfarbig x x
dehnbare Stoffe x x x
Ziernähte x x
viele Stofflagen (x) x x
Kantenschnitt x

(x) je nach Modell auch möglich

Was zeichnet herkömmliche Nähmaschinen mit Overlockstichen aus und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Mit einer normalen Computer-Nähmaschine kannst du so ziemlich alle Näharbeiten erledigen. Angefangen von einfachen geraden Nähten bis hin zu Knopflöchern gibt es ein reichhaltiges Angebot an Möglichkeiten. Fast jede Nähmaschine verarbeitet Zierstiche.

Einer dieser Zierstiche ist auch ein Overlockstich – zumindest wird er so genannt. Er ist natürlich nicht mit dem Stich einer echten Overlock-Maschine zu vergleichen, aber er kommt dem schon ziemlich nahe.

Der Overlockstich sollte immer dann verwendet werden, wenn du elastische Nähte vernähen willst.

Vorteile
  • Ist in fast jeder Nähmaschine vorhanden
  • Perfekt für dehnbare Stoffe
  • Du brauchst nur eine Nähmaschine
  • Ist leicht anzuwenden
Nachteile
  • Kann nur Kanten einfach versäubern
  • Stoffseiten können nicht perfekt geschnitten werden, da die Messer fehlen

Was zeichnet eine klassische Overlock-Nähmaschine aus und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Eine Overlock-Nähmaschine Ist eine eigenständige Maschine, die einige Arbeitsschritte von Nähprojekten selbstständig erledigt.

Sie näht eine gerade Naht und versäubert gleichzeitig die verbliebenen Nahtzugaben.

Vorteile
  • Nähte und Kanten werden in einem Arbeitsschritt perfekt versäubert
  • Mehrere Stofflagen werden fest vernäht
  • Ideal für elastische Stoffe
  • Ziernähte können mehrfarbig genäht werden
  • Praktisch für das Nähen von Kleidungsstücken
  • Hohe Anzahl von Stichen pro Minute
Nachteile
  • Ersetzt keine herkömmliche Nähmaschine
  • Es können nur lange gerade Nähte genäht werden

Was zeichnet eine Cover-Nähmaschine aus und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Eine Cover-Nähmaschine ähnelt zwar optisch einer Overlock-Nähmaschine, ist aber vom Prinzip her eine eigenständige Maschine. Die Cover-Maschine ist dafür entwickelt worden, um perfekte Säume zu nähen.

Mit dieser Nähmaschine kannst du auch in der Mitte des Stoffes nähen, weil die Messer fehlen. Das Hauptanwendungsgebiet liegt dabei in der Versäumung.

Möchtest du also einen Saum umnähen, so kannst du mit einer Cover-Maschine mehrere Arbeitsschritte sparen.

Vorteile
  • Es können perfekte Säume genäht werden
  • Eine Naht kann mittig durch den Stoff führen
  • Die Nähte können mehrfarbig gestaltet werdenL
Nachteile
  • Keine Messer vorhanden
  • Fadenführung komplizierter
  • Außer für Säume wenig Verwendungsmöglichkeit

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Overlock-Nähmaschinen vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Overlock Nähmaschinen vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es dir leichter fallen zu entscheiden, ob sich eine bestimmte Overlock Nähmaschine für dich eignet oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Anzahl der Garnrollen
  • Anzahl der Nähnadeln
  • Anzahl der möglichen Stiche / Zierstiche
  • Transporteure
  • Einfädelhilfe
  • Automatische Spannung

Anzahl der Garnrollen

Alle im Handel erhältlichen Overlock-Maschinen sind mit mindestens vier Garnrollen ausgestattet. Diese Anzahl ist auf jeden Fall ausreichend, um Kanten mit verschiedenen Stichen zu versäubern.

Es gibt auch einige Maschinen in der oberen Preisklasse, die fünf Konen bereitstellen. Diese Overlock solltest du dann in Erwägung ziehen, wenn du viel Kleidungsstücke näht, deren Nähte strapaziert werden (zum Beispiel Jeanshosen).

Der fünfte Faden ist dazu da, um eine zusätzliche Sicherheitsnaht zu nähen. Dadurch ist es fast unmöglich, eine solche Naht durch Überbeanspruchung zu trennen.

Die meisten Overlock Nähmaschinen arbeiten mir 4 Garnrollen. (Bildquelle: pixabay.com / nickelbabe)

Da die Nähte mit einer ovale Nähmaschine sehr unsichtbar genäht werden, ist es nicht unbedingt erforderlich, viele farbige Garne zur Auswahl vorrätig zu halten.

Es ist völlig ausreichend, wenn du für helle Stoffe ein helles Garn benutzt und für dunkle Stoffe ein dunkles Garn.

Es ist auch nicht erforderlich, mit allen vier oder fünf Garnrollen zu nähen. Es kommt immer auf den verwendeten Stich drauf an. Manche Stiche werden nur mit zwei oder drei Garnen genäht.

Trotzdem liegt der Standard bei Overlock-Nähmaschinen bei vier Garnrollenhalter. Ob du den fünften Faden zwingend brauchst, hängt von deinen Nähprojekten ab.

Anzahl der Nähnadeln

Die meisten Overlock-Nähmaschinen sind mit zwei parallelen Nadeln ausgestattet. Mit der Anwendung von zwei Nadeln gleichzeitig kannst du die meisten Stiche nähen. Manchmal genügt auch nur eine Nadel.

Mit der Verwendung der Nähnadeln bestimmst du übrigens die Stichbreite. Je nachdem, ob du beide Nadeln benutzt oder nur die Rechte oder nur die linke Nadel, variiert du die Breite des Stichs.

Je nach Verwendung liegt die Stichbreite bei 4 mm oder 6 mm. Eine weitere Möglichkeit, die Stichbreite zu verändern, gibt es bei einer Overlock-Nähmaschine im Übrigen nicht.

Hochpreisige Overlocks verfügen teilweise sogar über eine dritte Nähnadel. Ob du sie brauchen würdest, hängt natürlich von deinen Projekten ab. Im Normalfall sind zwei Nadeln im gleichzeitigen Gebrauch völlig ausreichend, Kanten zu versäubern.

Anzahl der möglichen Stiche / Zierstiche

Normalerweise wird eine Overlock-Nähmaschine nur dafür benutzt, um Kanten sauber zu vernähen. Eine große Anzahl von Zierstichen wird hier eigentlich nicht gebraucht. Dafür solltest du deine herkömmliche Nähmaschine benutzen.

Aber auch die Nähte an den Kanten müssen bestimmte Qualitäten erlangen. Der einfache Kettenstich ist bei jeder Overlock-Nähmaschine vorhanden. Mit diesem Stich kannst du normalerweise alle Kanten versäubern.

Wenn du zum Beispiel Strumpfhosen oder Leggings nähen möchtest, solltest du darauf achten, dass eine Flatlocknaht vorhanden ist.

Mit dieser Strumpfnaht kannst du vor allem sehr dünne elastische Stoffe vernähen. Außerdem sieht diese Naht aus, als wenn sie industriell gefertigt wurde.

Weiterhin gibt es einige Sicherheitsnähte, die bei einigen Overlock-Maschinen zu finden sind. Bei diesen Nähten wird über die eigentliche Overlock-Naht gleichzeitig noch einmal gerade darüber genäht.

Dadurch bekommt die Naht ein sehr schönes Aussehen und ist zudem auch noch sehr strapazierfähig. Wenn du also viele Jeans nähen möchtest, dann ist dieser Zierstich für dich sehr wichtig. Das gilt auch, wenn du zum Beispiel Bikinis oder Unterwäsche nähen möchtest.

Transporteure

Jede Overlock-Nähmaschine verfügt über mindestens einen Transporteur. Mit diesem Zusatzteil wird die Stofflage weiter transportiert.

Das ist der Grund, warum man die Stoffe nicht selber weiter schieben muss. Der erste Transporteur liegt immer unten im Nähbereich der Maschine.

Hast du allerdings mehrere Stofflagen, die du vernähen möchtest, dann kann es unter Umständen sein, dass ein einzelner Transporteur nicht ausreicht.

Die verschiedenen Stofflagen werden sich beim Nähen dann verschieben und eine saubere Naht ist nicht möglich.

Aus diesem Grunde gibt es als Zusatzteil oft einen zweiten Transporteur. Dieser wird im oberen Bereich der Nadel angebracht und wird deswegen auch als oberer Transporteur bezeichnet.

Die Stofflagen werden also innerhalb der zwei Transporteure eingespannt und können so beim Nähen nicht mehr verrutschen.

Ob du einen zweiten Transporteur beim nähen benötigst, kannst nur du selbst entscheiden. Im Normalfall kann man einen zweiten Transporteur als Zusatzteil nachkaufen.

Einfädelhilfe

Jede Overlock-Nähmaschine besitzt mehrere Garnrollen. Jeder Faden einer Garnrolle verläuft anders zur Nadel hin. Bei vier Garnrollen gibt es also vier Wege, die der Faden zu spannen ist. Das ist nicht immer ganz einfach.

Normalerweise ist bei jeder Nähmaschine der Weg des einzelnen Fadens auf der Maschine aufgezeichnet. Du musst den Faden nur richtig führen. Die verschiedenen Fäden-Verläufe sind farblich gekennzeichnet.

Du musst bei der ein Einfädelung sehr sorgfältig vorgehen, damit die Nähmaschine richtig arbeiten kann. Der kleinste Fehler kann ein schlechtes Nähergebnis erzielen.

Das Einfädeln des Nähgarns ist oftmals gar nicht so leicht. Eine Einfädelhilfe kann also durchaus sinnvoll sein. (Bildquelle: pixabay.com / PublicDomainPictures)

Die meisten Fabrikate haben auch eine DVD neben der Gebrauchsanweisung beiliegen. Diese DVD solltest du gut studieren und genau so verfahren.

Allerdings gibt es für fast jede Overlock-Nähmaschine im Internet Filme, die die genaue Fadenführung erläutern. Pack dein Smartphone oder Tablet neben die Maschine und lasse den Film laufen. Dann kannst du jeden einzelnen Faden genau einfädeln.

Hast du dich mit deiner neuen Overlock-Maschine richtig vertraut gemacht, wird dir auch das Einfädeln keine Mühe mehr machen. Es ist wie immer eine Sache der Übung.

Einstellung der Fadenspannung

Sind die Fäden in der Nähmaschine richtig eingefädelt, muss noch die Fadenspannung eingestellt werden. Nur mit einer richtigen Fadenspannung kann eine gute Naht genäht werden. Die Spannung hängt überwiegend von den verwendeten Stoffstücken ab.

Die meisten Overlock-Nähmaschinen müssen per Hand eingestellt werden. Dazu gibt es einige Rädchen an der Maschine, die gedreht werden müssen.

Mit ein bisschen Übung bzw. nähen auf Probe-Stücken kann die richtige Fadenspannung schnell eingestellt werden.

Allerdings solltest du dir die richtige Einstellung selber merken, wenn du die gleichen Stoffe später noch einmal verwenden möchtest.

Im höheren Preissegment findest du auch  Overlock-Maschinen, die eine automatische Fadenspannung anbieten.

Du spannst die beiden Stoffstücke unter den Nähfuß und die Maschine erkennt selbstständig die richtige Fadenspannung. Du musst sie selber nicht mehr einstellen.

Diese Zusatzfunktion lassen sich die Hersteller aber richtig gut bezahlen. Du musst für dich selbst entscheiden, ob du sie wirklich brauchst.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Overlock-Nähmaschine

Eine Overlock-Maschine macht nur Sinn, wenn du überwiegend Kleidungsstücke nähen möchtest und schon eine normale Nähmaschine besitzt. Mit beiden Maschinen im Wechsel kannst du sehr schnell deine Ideen umsetzen.

Wie wird eine Overlock-Nähmaschine gepflegt?

Die Overlock sollte in regelmäßigen Abständen gereinigt werden. Nur so hast du lange Freude an deiner neuen Errungenschaft.

Das Gehäuse kannst du mit einem feuchten Tuch abwischen und so Stofffasern beseitigen. Bei dem mitgelieferten Zubehör einer jeden Maschine findest du auch einen Pinsel. Mit diesem kannst du im Inneren der Maschine angehäufte Flusen entfernen.

Wenn du die Maschine nicht in Gebrauch hast, solltest du immer die zugehörige Schutzhaube verwenden. Dadurch kommt normaler Hausstaub gar nicht erst an die Maschine dran.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.overlocknaehmaschine.info/

[2| https://de.wikipedia.org/wiki/Overlock-N%C3%A4hmaschine

[3] http://www.xn--overlock-nhmaschine-pwb.com/sticharten-einer-overlock-nahmaschine/

Bildquelle: pixabay.com / nickelbabe

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