Teleskop Nachthimmel

Du begeisterst dich für den Nachthimmel? Die Sterne, den Mond und die Planeten zu betrachten findest du interessant, entspannend oder aufregend? Und der Blick mit bloßen Auge reicht dir einfach nicht aus? Dann könnte ein Teleskop genau die richtige Wahl für dich sein!

In unserem Teleskop Test 2019 haben wir dir ausführliche Hintergrundinformationen rund um das Thema Teleskop zusammengestellt und antworten auf häufig gestellte Fragen. Außerdem stellen wir dir verschiedene Teleskop Arten genauer vor und erklären dir Kriterien, auf die du beim Kauf unbedingt achten solltest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit der Benutzung eines Teleskops wird sowohl die Beobachtung heller Himmelskörper, wie Planeten und Monde, als auch dunkler Himmelskörper, wie Galaxien und Nebel, ermöglicht.
  • Je nach Bauart unterscheidet man zwischen Linsenteleskopen, Spiegelteleskopen und Spiegellinsenteleskopen. Unabhängig von der Bauart werden diese Teleskope in allen Größen und Ausführungen von verschiedenen Herstellern produziert.
  • Linsenteleskope sind besonders für Einsteiger gut geeignet, da sie durch die geschlossene Konstruktion sehr pflegeleicht sind. Außerdem muss das Fernrohr bei einer Ausrichtung nicht erneut justiert werden.

Teleskop Test: Favoriten der Redaktion

Das Teleskop mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis

Durch das Artikelgewicht und der Bauart eines Reflektors eignet sich das Teleskop am besten für den stationären Betrieb.

Das Seben Teleskop 700-76 ist mit seinen 5 kg Eigengewicht ein vergleichbar schweres Spiegelteleskop. Das Gewicht wird vor allem durch die hohe Brennweite und dadurch langen Tubus erreicht. Aufgrund des Artikelgewichts kann auch rückgeschlossen werden, dass wahrscheinlich weniger Kunststoff im Tubus als in anderen Teleskopen verbaut wurde.

Die Öffnung des Teleskops, dessen Brennweite und das sich daraus ergebende Öffnungsverhältnis bestimmt den Zweck, den das Fernrohr am besten erfüllen kann.

Die Teleskopöffnung beträgt bei diesem Spiegelteleskop 76 mm. Damit ist das Auflösungsvermögen eher gering und für die Beobachtung heller Himmelskörper, wie Planeten und Monde, besser geeignet, als für die Beobachtung dunkler Himmelsobjekte.

Das Seben Teleskop 700-76 besitzt eine Brennweite von insgesamt 700 mm. Dadurch lassen sich Unschärfen in der Abbildung vermeiden, da das Teleskop auch bei starken Vergrößerungen Klarheit in den Bildern liefern kann. Das Sichtfeld fällt jedoch durch die hohe Brennweite etwas kleiner aus.

Das Öffnungsverhältnis errechnet sich aus der Teleskopöffnung und der Brennweite des Fernrohrs, wodurch sich bei diesem Teleskop ein Wert von f/9,2 ergibt. Der Reflektor zeichnet sich dadurch als ein lichtschwaches Teleskop aus. In der Astrofotografie bezeichnet man einen Wert in dieser Größenordnung auch als eine langsame Optik.

Mit den mitgelieferten Okularen ist eine 350-fache Okularvergrößerung möglich. Hier sollte man jedoch die maximale sinnvolle Vergrößerung der Abbildung berücksichtigen. In Anbetracht der Teleskopöffnung von 76 mm, ist dieser Wert zu hoch eingeschätzt. Es lässt sich höchstens eine 152-fache Vergrößerung erzielen.

Durch die Standardgröße des Okularanschlusses und die azimutale Montierung ist das Teleskop sehr praktisch in der Bedienung.

Das Seben Teleskop 700-76 besitzt einen 1.25″ Okularanschluss. Damit ist der Reflektor für die Beobachtung des Sternenhimmels mit den meisten Okularen und Filtern geeignet. Da es sich bei diesem Anschluss um einen Standardanschluss handelt, ist die Auswahl an Zubehör sehr groß.

In diesem Spiegelteleskop wurde eine azimutale Montierung verbaut. Der Reflektor kann vom Beobachter somit in jede gewünschte Position anhand des Horizonts und der Vertikale geführt werden. Da das Fernrohr vom Hersteller ausdrücklich für Einsteiger und Kinder empfohlen wird, ist die Bedienung dieser Montierungsart für Anfänger geeignet.

Das beste Einsteiger-Teleskop

Durch das niedrige Artikelgewicht bieten sich dem Beobachter mit dem Reflektor sowohl stationäre als auch mobile Einsatzmöglichkeiten.

Das Celestron FirstScope 76 Teleskop zeichnet sich durch ein Gewicht von 2 kg als ein sehr leichtes Spiegelteleskop aus. Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich bei diesem Reflektor um ein Einsteigermodell. Das Teleskop erzielt vor allem durch die kurze Brennweite und die kleine Teleskopöffnung dieses geringe Artikelgewicht.

Die Öffnung des Teleskops, dessen Brennweite und das sich daraus ergebende Öffnungsverhältnis bestimmt den Zweck, den das Fernrohr am besten erfüllen kann.

Dieser Reflektor besitzt eine Teleskopöffnung von 76 mm. Das Auflösungsvermögen ist dadurch sehr gering und für eine Beobachtung heller Himmelskörper, wie dem Mond, besser geeignet als für die Abbildung dunkler Himmelskörper, wie Sterne und Nebel.

Das Celestron FirstScope 76 Teleskop besitzt eine Brennweite von 300 mm. Mit Hilfe des durch die niedrige Brennweite erzeugte große Sichtfeld, ist die Navigation am Nachhimmel für Anfänger und Kinder leichter. Bei einer hohen Vergrößerung der Abbildung müssen aber Abzüge in der Qualität der Abbildung aufgrund der entstehenden Unschärfe erwartet werden.

Das Öffnungsverhältnis errechnet sich aus der Teleskopöffnung und der Brennweite des Fernrohrs, wodurch sich bei diesem Teleskop ein Wert von f/3.9 ergibt. Der Reflektor zeichnet sich dadurch als ein sehr lichtstarkes Teleskop aus. In der Astrofotografie bezeichnet man einen Wert in dieser Größenordnung auch als eine schnelle Optik.

Mit den mitgelieferten Okularen ist eine 75-fache Okularvergrößerung möglich. Mit Rücksicht auf die Teleskopöffnung von 76 mm fällt die maximale sinnvolle Vergrößerung deutlich größer aus. Mit dieser Teleskopöffnung und dem passenden Okular lässt sich eine 152-fache Vergrößerung erzielen.

Durch die Standardgröße des Okularanschlusses und die azimutale Montierung ist das Teleskop sehr praktisch in der Bedienung.

Das Celestron FirstScope 76 besitzt einen üblichen 1.25″ Okularanschluss. Da es sich bei diesem Anschluss um einen Standardanschluss handelt, ist die Auswahl an zusätzlichen Okularen und Filtern, die für die Beobachtung von Objekten am Himmel verwendet werden können, sehr groß.

In diesem Spiegelteleskop wurde eine azimutale Montierung verbaut. Dem Beobachter ist es mithilfe der stufenfreien Justierung möglich, das Fernrohr in jede gewünschte Position auszurichten. Die Bedienung dieser Montierungsart ist für Einsteiger geeignet und wird auch vom Hersteller ausdrücklich für Anfänger und Kinder empfohlen.

Das beste Teleskop mit Handy-Halterung

Dieses Teleskop bietet einige Vorteile. Zwei verschiedene Okulare (30-fache und 48-fache Vergrößerung), ein rotes Sucherfernrohr um das Hauptteleskop besser zu führen und ein höhenverstellbares Aluminium-Stativ überzeugen bei diesem Teleskop.

Eine Bewegungssperre ermöglicht die stabile Drehung um 360°. Eine zusätzliche Smartphone-Halterung ermöglicht zudem Bilder aufzunehmen, um jeden Moment für immer in Erinnerung zu halten.

Das beste Reise-Teleskop

Das Orbinar Teleskop 400/70 ist ein äußerst leichter Refraktor, wodurch sich für den Benutzer nicht nur für stationäre, sondern auch mobile Einsatzmöglichkeiten bieten. Das Orbinar Teleskop 400/70 eignet sich laut Hersteller durch die sehr leichte Konstruktion besonders gut als tragbares Fernrohr. Mobile Einsätze sind durch das Artikelgewicht von 2 kg somit kein Problem.

Dieses Gewicht wird vor allem durch die verkürzte Bauweise und dem Einsatz von Kunststoff in der Konstruktion erzielt. Trotz des geringen Gewichts sind in der Mechanik Glaslinsen verbaut. Durch das geringe Gewicht und die kurze Brennweite eignet sich das Fernrohr am besten für unterwegs.

Die Öffnung des Teleskops, dessen Brennweite und das sich daraus ergebende Öffnungsverhältnis bestimmt den Zweck, den das Fernrohr am besten erfüllen kann. Die Teleskopöffnung beträgt bei diesem Linsenteleskop 70 mm. Damit ist das Auflösungsvermögen gering und somit eine Beobachtung von dunklen und weit entfernten Himmelsobjekten wahrscheinlich schwierig.

Das Orbinar Teleskop 400/70 besitzt durch den klein ausfallenden Tubus eine Brennweite von insgesamt 400 mm. Dadurch fällt das Sichtfeld groß aus, wodurch eine Navigation am Sternenhimmel sehr angenehm ist. Die geringe Brennweite verursacht aber Unschärfen bei einer starken Vergrößerung. Aus diesem Grund ist das Teleskop für die Mondbeobachtung besser geeignet, als die Beobachtung anderer Himmelskörper.

Das Öffnungsverhältnis errechnet sich aus der Teleskopöffnung und der Brennweite des Fernrohrs, wodurch sich bei diesem Teleskop ein Wert von f/5.7 ergibt. Der Refraktor zeichnet sich dadurch als ein lichtstarkes Teleskop aus. In der Astrofotografie bezeichnet man einen Wert in dieser Größenordnung auch als eine schnelle Optik.

Mit den mitgelieferten Okularen ist laut Hersteller eine 300-fache Okularvergrößerung möglich. Wenn man jedoch die maximale sinnvolle Vergrößerung in Hinblick auf die Teleskopöffnung von 70 mm berücksichtigt, ist dieser Wert sehr hoch geschätzt. Mit dem passenden Okular wäre eine Vergrößerung der Abbildung um ein 140-faches möglich.

Das Orbinar Teleskop 400/70 ist mit einem 1.25″ Okularanschluss versehen, wodurch die meisten Okulare für die Beobachtung verwendet werden können. Da es sich dabei um eine Standardgröße handelt, stellt auch die Verwendung der meisten Filter kein Problem dar.

Im Refraktor wurde eine azimutale Montierung verbaut. Der größte Vorteil bei dieser Montierungsart liegt darin, dass das Teleskop stufenfrei in jede gewünschte Position geführt werden kann. Diese Montierungsart ist bei Linsenteleskopen praktisch, da der Refraktor durch die kurze Brennweite auch für die Naturbeobachtung eingesetzt werden kann.

Das beste Refraktor-Teleskop

Das Seben Star Commander 900-60 besitzt eine sehr leichte Linsenkonstruktion. Dadurch ist der Benutzer sowohl für den stationären als auch den mobilen Einsatz gerüstet. Das Linsenteleskop ist mit einem Artikelgewicht von 4 kg, trotz hoher Brennweite, ein relativ leichter Refraktor. Die leichte Konstruktion wird durch die kleine Glaslinse und der Verwendung von Bauteilen aus Kunststoff erzielt.

Durch die geschlossene Konstruktion des Tubus und dem geringen Eigengewicht ist das Fernrohr auch für unterwegs geeignet. Deshalb eignet sich das Teleskop besonders gut für Kinder und als mobiles Fernrohr für Hobby-Astronome.

Die Öffnung des Teleskops, dessen Brennweite und das sich daraus ergebende Öffnungsverhältnis bestimmt den Zweck, den das Fernrohr am besten erfüllen kann.

Das Auflösungsvermögen des Seben Star Commander 900-60 ist durch dessen Teleskopöffnung von 60 mm eher gering und damit für die Abbildung heller Himmelsobjekte oder der terrestrischen Naturbeobachtung am besten geeignet. Eine Beobachtung von Galaxien und Nebeln ist wahrscheinlich nicht möglich.

Mit einer hohen Brennweite von insgesamt 900 mm lassen sich jedoch hohe Vergrößerungen erzielen, die für Klarheit und Schärfe in der Abbildung sorgen. Die Beobachtung von Planeten und Monden ist daher, auch trotz des geringen Sichtfelds, angenehm.

Das Öffnungsverhältnis errechnet sich aus der Teleskopöffnung und der Brennweite des Fernrohrs, wodurch sich bei diesem Teleskop ein Wert von f/15 ergibt. Der Refraktor zeichnet sich dadurch als ein lichtschwaches Teleskop aus. In der Astrofotografie bezeichnet man einen Wert in dieser Größenordnung auch als eine langsame Optik.

Mit den mitgelieferten Okularen wäre eine 350-fache Vergrößerung der Abbildung möglich. Wenn man jedoch die maximale sinnvolle Vergrößerung in Hinblick auf die Teleskopöffnung von 60 mm berücksichtigt, ist dieser Wert sehr großzügig angegeben. Um gute Ergebnisse zu erzielen, ist eine 120-fache Vergrößerung zu empfehlen.

Durch die Standardgröße des Okularanschlusses und die azimutale Montierung ist das Teleskop sehr praktisch in der Bedienung.

Das Seben Star Commander 900-60 besitzt einen üblichen 1.25″ Okularanschluss. Somit können die meisten Filter und Okulare für die Himmelsbeobachtung eingesetzt werden. Im Lieferumfang des Refraktors befindet sich einiges an Zubehör, darunter auch einige Okulare und Filter.

In dem Linsenteleskop wurde eine azimutale Montierung verbaut. Das Fernrohr kann somit in jede beliebig gewünschte Position anhand des Horizonts und der Vertikale geführt werden. Diese Montierungsart macht es vor allem Einsteigern und Kindern bei der Justierung und Bedienung der Konstruktion leicht.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du ein Teleskop kaufst

Wie teuer ist ein Linsenteleskop, Spiegelteleskop und Spiegellinsenteleskop?

Im Wesentlichen lässt sich diese Frage ganz einfach beantworten: Es gibt günstige Teleskope für Anfänger, die sich im preislichen Rahmen von 50 € bis 100 € befinden. Für Hobby-Astronomen finden sich Teleskope im mittleren Preissegment von 100 € bis 200 €.

Wie bei vielen technischen Geräten, die geschliffene Optiken oder Spiegel und aufwendig verarbeitete Materialien verwenden, gibt es für Profis und Experten auch sehr teure Exemplare. Diese Fernrohre können sich weit über der Grenze von 10.000 € befinden.

Teleskop Junge

Allerdings bedeutet das nicht, dass sich gute Ergebnisse nur mit teuren Teleskopen erzielen lassen. So muss auch beachtet werden, dass sich Preisunterschiede schon aufgrund des Konstruktionstyps ergeben können. (Foto: Teddy Kelley / unsplash.com)

Katadioptrische Teleskope zählen, abhängig von Größe und Brennweite, zu den teuersten Teleskopen. Ein Beispiel für ein relativ kostengünstiges Spiegellinsenteleskop der Bauart Schmidt-Cassegrain mit hoher Brennweite ist das Celestron NexStar 8SE.

Ein Refraktor ist tendenziell teurer wie ein Reflektor, da die Herstellung einer optischen Linse viel kostenintensiver als die Herstellung eines Spiegels ist. Daher macht sich ein Teleskop mit Linsenbau, das eine große Brennweite aufweisen kann, gleich im Preis bemerkbar.

Reflektoren sind aufgrund der reinen Spiegelkonstruktion die kostengünstigsten Fernrohre. Ein sehr preiswertes und beliebtes Fernrohr mit Spiegelkonstruktion ist das Celestron FirstScope 76 Teleskop, das zudem auch noch der Sieger in unserem Vergleichstest ist.

Bauart Preis
Linsenteleskop ab ca. 50-75 Euro
Spiegelteleskop ab ca. 75-100 Euro
Spiegellinsenteleskop ab ca. 250-300 Euro

Wo kann man ein Teleskop kaufen?

Grundsätzlich können Fernrohre bei einem Teleskop-Fachhandel, Elektronik-Fachmarkt oder einem Elektronik-Versandhandel gekauft werden. Oft besteht im Fachhandel auch die Möglichkeit, gebrauchte Teleskope zu erwerben. Einsteigern ist es somit möglich, ein teures Teleskop auch günstiger zu erwerben.

Es besteht außerdem noch die Möglichkeit, ein Fernrohr online zu kaufen. Eine Recherche hat ergeben, dass folgende Versandhändler von Kunden beim Online-Kauf von Teleskopen bevorzugt werden:

  • Amazon
  • Conrad
  • Media Markt
  • Saturn

Insbesondere bei teuren Exemplaren empfiehlt es sich jedoch, vor dem Kauf persönlich im Fachhandel direkt vor Ort beraten zu lassen. Im Fall können die meisten Linsenteleskope und Spiegelteleskope auch dort ausgeliehen werden, um eine finale Kaufentscheidung zu erleichtern.

Welches Zubehör sollte ich mir für mein Teleskop kaufen?

Ob Filter oder Okulare; Teleskopzubehör gibt es in allen gewünschten Ausführungen. Damit auch die nächste Beobachtung erfolgreich ausfällt, muss das richtige Equipment ausgesucht werden.
foco

Für eine gute Ausrüstung benötigst du:

  • Polfilter
  • Sonnenfilter
  • Nebelfilter
  • Farbfilter
  • Okulare

Für die Beobachtung besonders heller Himmelskörper eignet sich ein Polfilter. Dieser kann, ähnlich wie bei der Ausführung für Kameras, stufenlos verstellt werden und reguliert die Intensität der Reflektion der Sonne. Damit können Objekte beliebig stark abgedunkelt werden und sind bei besonders lichtstarken Fernrohren wie dem Refraktor eine große Hilfe.

Teleskop Sonne

Für die Sonnenbeobachtung untertags muss aus Gründen der Sicherheit ein Sonnenfilter verwendet werden. Um die Augen vor dem Sonnenlicht zu schützen, können Folienfilter oder Glasfilter verwendet werden. (Foto: Rik van der Kroon / unsplash.com)

Nebelfilter verstärken Kontraste und ermöglichen, wie der Name bereits vermuten lässt, die genaue Beobachtung von planetarischen Nebeln. Durch die Verstärkung der Kontraste, können diese Filter auch gegen störende Umgebungslichter und Lichtsmog eingesetzt werden.

Planeten können am besten mit Farbfiltern betrachtet werden. So sorgt zum Beispiel ein Orange-Farbfilter dafür, dass bläuliche Verfärbungen durch die Erdatmosphäre blockiert werden. Bei roten Planeten, wie dem Mars oder der Venus sind Details somit viel stärker sichtbar.

Okulare gibt es in vielen unterschiedlichen Ausführungen. Dabei spielen die Begriffe Eigengesichtsfeld, Brennweite und Zoll eine große Rolle. Das Eigengesichtsfeld gibt in Grad an, wie groß das Blickfeld erscheint. Die Brennweite gibt an, wie groß mein Objekt in der Beobachtung ist. Prinzipiell gilt die Faustregel: Je kürzer die Brennweite, desto höher die Vergrößerung. Die Zollangabe gibt lediglich an, wie groß der Anschluss für das Teleskop ist.

Eine gute Ausrüstung besteht aus verschiedenen Okularen und mehreren Filtern. Da diese je nach Ausführung sehr teuer sind, ist besonders für Einsteiger der Hobby-Astronomie ein Starterkit zu empfehlen. Ein solches Set umfasst mehrere Okulare und Filter für verschiedene Einsatzmöglichkeiten und bietet eine gut vorsortierte Auswahl an Zubehör.

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Wusstest du, dass man am Nachthimmel bis zu 3000 Sterne sehen kann?

Ob du allerdings all diese Sterne sehen kannst, hängt von einigen Faktoren ab.

In erster Linie kann es sein, dass der natürliche Horizont der Erde deine Sicht auf den Nachthimmel einschränkt. In Städten kannst du ebenfalls nur wenige Sterne sehen durch die „Lichtverschmutzung“ der Stadt.

Ebenso gibt es physiologische Einschränkungen. Kinder haben noch größere Pupillen als Erwachsene und können deshalb mehr Licht einfangen. Dadurch sehen sie Sterne besser. Andere beeinflussende Faktoren können Müdigkeit, die persönliche Anpassbarkeit an die Dunkelheit oder Alkoholkonsum sein.

Wie funktioniert ein optisches Teleskop?

Die Funktionsweise des Refraktors, Reflektors und dem katadioptrischen Teleskop ist grundsätzlich gleich. So werden bei diesen Teleskopen einfallende Lichtstrahlen in einem Brennpunkt gebündelt, um somit eine optische Vergrößerung für den Betrachter zu ermöglichen.

Dabei ist wichtig zu erwähnen, dass optische Teleskope für die Beobachtung von astronomischen Objekten nur bei sternenklarer Nacht eingesetzt werden können. Der Grund dafür ist der, dass diese Fernrohre nur das für das menschliche Auge sichtbare Licht abbilden können.

Für die Naturbeobachtung kann prinzipiell jedes Teleskop verwendet werden, das sich für eine terrestrische Beobachtung eignet.

Wie stellt man ein Teleskop auf?

Um sicherstellen zu können, dass das Fernrohr sicher steht und eine Neuausrichtung keine Probleme bereitet, braucht man das richtige Stativ.

Ein Dreibeinstativ wird bei vielen Linsenfernrohren und Spiegelfernrohren mitgeliefert. Wenn das nicht der Fall ist oder die Anforderungen an das Stativ größer sind, gibt es die Möglichkeit Fernrohrstative aus Aluminium, Carbon oder Edelstahl in allen Größen zu kaufen.

Dabei muss darauf geachtet werden, dass unter einem Teleskopstativ nicht zwingend ein Stativ für ein Teleskop verstanden wird. Hier gilt es, die Produktinformationen genau durchzulesen, da Verwechselungen auftreten können. Unter einem Teleskopstativ wird oft ein Stativ mit Teleskopfunktion verstanden. Das heißt, dass die Beine des Stativs auf eine beliebige Länge eingestellt werden können.

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Wusstest du, dass das größte Teleskop der Welt in Chile steht?

Das größte Teleskop befindet sich derzeit noch im Bau. Es befindet sich in der Atacamawüste in Chile und soll 2024 in Betrieb genommen werden. Laut der Europäischen Südsternwarte könnte es der Menschheit revolutionäre Erkenntnisse liefern.

Unterschieden wird zwischen einer azimutalen und parallaktischen Montierung. Die azimutale Montierung eignet sich insbesondere für Einsteiger, da das Teleskop in dieser Montierung in jede gewünschte stationäre Position geführt werden kann.

Bei der parallaktischen Montierung muss das Fernrohr am Polarstern ausgerichtet werden. Anschließend kann das Teleskop anhand der kreisförmigen Bewegung der Sterne, ohne eine zusätzliche Neujustierung, mitgeführt werden. Beispiele für Fernrohre, die eine parallaktische Montierung vorweisen, sind das Bresser Pluto 114/500 EQ und das Celestron AstroMaster 130EQ.

Wie reinigt man Teleskope?

Um Kratzer an den Optiken zu vermeiden, sollten spezielle Mikrofasertücher zum Putzen verwendet werden. Mit diesen Tüchern können Staub und Verunreinigungen ohne die Zugabe eines Putzmittels rückstandsfrei entfernt werden. Wenn das Teleskop nicht verwendet wird, sollte eine Staubkappe übergeworfen werden, um die Optiken vor Staub zu schützen.

Außerdem können Oberflächen wie Linsen und Spiegel mit Mikrofasertüchern einfacher geputzt werden, da diese sehr anfällig für Kratzer sind. Hier sollte jedoch erwähnt werden, dass die Reinigung optischer Flächen mit entsprechender Fachkenntnis durchgeführt werden sollte. Eine professionelle Reinigung der Linsen und Spiegel kann im Fachhandel durchgeführt werden.

Wie benutzt man ein Teleskop?

Um lichtschwache Objekte am Himmel entdecken zu können, müssen die Augen an die Dunkelheit angepasst werden. Die Augen sollten daher für ungefähr eine halbe Stunde keinem oder nur rotem Licht ausgesetzt werden, um sie für die Beobachtung anzupassen. Auch nur ein kurzer Blick auf das Smartphone kann die Dunkeladaptierung stören.

Teleskop Sterne

Für die erfolgreiche Beobachtung des Sternenhimmels müssen vor allem die Augen trainiert werden und das Teleskop an die Umgebungstemperatur angepasst werden. (Foto: Jeremy Thomas / unsplash.com)

Beim Beobachten durch das Okular des Fernrohrs sollten beide Augen offen sein. Das passive Auge sollte nicht geschlossen werden, da kleine Muskelzuckungen dafür sorgen, dass das Bild unscharf erscheint. Sehr dunkle Objekte können hingegen durch indirektes Sehen besser beobachtet werden. Dafür muss der Beobachter knapp am Objekt vorbeisehen um diese heller erscheinen zu lassen.

Der Ortswechsel des Fernrohrs von bewohnten Räumen nach draußen, kann für Fokusprobleme sorgen. Sowohl Linsenteleskope, als auch Spiegelteleskope brauchen je nach Größe und Temperaturwechsel bis zu einer halben Stunde, um sich an die Temperatur der Umgebung anzupassen. Erst wenn sich das Teleskop an die Temperatur gewöhnt hat, sollte der Fokus neu eingestellt werden.

Welches Teleskop eignet sich für welchen Zweck?

Für welches Teleskop du dich am Ende des Tages entscheidest hängt vor allem davon ab, welche Himmelskörper du beobachten möchtest und ob du mit deinem Teleskop lieber mobil oder stationär sein möchtest.

So eignet sich ein Refraktor durch den erhöhten Kontrastumfang insbesondere für die Beobachtung von hellen Himmelskörpern wie Planten und deren Monde. Die geschlossene Konstruktion ist außerdem sehr praktisch, da sich das Teleskop dadurch auch für den mobilen Einsatz eignet.

Die naturgetreue Farbwiedergabe eines Reflektors eignet sich dagegen am besten für die Beobachtung von Galaxien und Nebeln. Der Spiegelbau ist im Gegensatz zur Linsenkonstruktion sehr leicht, wobei die offene Konstruktion auch mehr Putzarbeit für den Benutzer bedeutet.

Ein katadioptrisches Teleskop ist dagegen durch seine Bauart sehr mobil und vielseitig einsetzbar. Es eignet sich sehr gut für die Astrofotografie und ist durch die platzsparende Konstruktion viel leichter zu tragen. Hybrid-Teleskope sind tendenziell teurer als Refraktoren und Reflektoren.

Ob Mond, Planeten, Sterne oder Nebel: Jedes Teleskop bietet mit seinen Vorteilen und Nachteilen unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten.

Welches Teleskop eignet sich für Anfänger und Kinder?

Linsenteleskope sind durch ihre Bauweise besonders geeignet für Einsteiger, da nur wenig technisches Vorwissen zur Bedienung erforderlich ist.

Für Anfänger und Kinder eignet sich deshalb ein Refraktor am besten. Durch die geschlossene Konstruktion sind die Teleskope vor Staub sicher und deshalb sehr pflegeleicht. Das Fernrohr ist außerdem schon vorjustiert, was einen entscheidenden Vorteil gegenüber einem Reflektor darstellt.

Erste Erfolge mit dem Teleskop können auch deshalb schnell erzielt werden, da ein Refraktor ideal für die Beobachtung von Planeten und Monden ist.

Welches Teleskop eignet sich für die Stadt?

Je nach Ortsgebundenheit muss berücksichtigt werden, welches Teleskop am besten geeignet ist. Bei der Himmelsbeobachtung in der Stadt muss beachtet werden, dass viel Lichtsmog die erwünschten Ergebnisse beeinflussen. Die Frage ist auch mit der Wahl der zu beobachtenden Himmelskörper gebunden.

Linsenteleskope sind sehr lichtstark und können auch bei schwierigeren Lichtverhältnissen für gute Ergebnisse sorgen. (Foto: Neven Krcmarek / unsplash.com)

In der Stadt ist es schwierig, Sterne, Nebel und Galaxien zu beobachten, da diese durch das Umgebungslicht der umliegenden Häuser fast nicht mehr sichtbar sind. Bei Planeten und Monden ist dieser Umstand zu vernachlässigen, da diese Himmelsobjekte immer noch hell genug sind.

Deshalb wird hier ein Refraktor empfohlen, da er kontrastreiche Bilder liefern kann. Bei einem Reflektor oder katadioptrischem Teleskop geht aufgrund der Konstruktion viel Licht verloren und ist deshalb für die Stadt nicht zu empfehlen.

Entscheidung: Welche Arten von Teleskopen gibt es und welches ist das richtige für dich?

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Grundsätzlich kann man zwischen drei Arten von optischen Teleskopen unterscheiden:

  • Linsenteleskop
  • Spiegelteleskop
  • Spiegellinsenteleskop

Aufgrund der Bauart ist die jeweilige Funktionsweise dieser Teleskoparten unterschiedlich. Deshalb ergeben sich Vorteile und Nachteile bei jedem dieser Konstruktionstypen. Je nach Verwendungszweck und Vorliebe eignet sich das eine oder andere Teleskop besser.

Im folgenden Abschnitt werden die Unterschiede der einzelnen Bauarten kurz erklärt, damit du für dich entscheiden kannst, welches Teleskop das richtige für dich ist. Außerdem werden die Vorteile und Nachteile der einzelnen Teleskoparten beschrieben.

Wie funktioniert ein Linsenteleskop und worin liegen dessen Vorteile und Nachteile?

Der große Vorteil dieser Bauart ist der voreingestellte Fokus der Konstruktion. Dadurch ist das Teleskop sofort einsatzbereit und muss nicht vor jedem Gebrauch neu justiert werden. Die Linsenkonstruktion sorgt außerdem für kontrastreiche Bilder.

Als Linsenteleskop bezeichnet man das klassische Fernrohr. Das Bild wird erzeugt, in dem das einfallende Licht mithilfe einer gebogenen Glasscheibe gebrochen wird, um weit entfernte Objekte größer erscheinen zu lassen. Aufgrund der Brechung des Lichts, mithilfe derer die Vergrößerung entsteht, nennt man das Linsenteleskop auch Refraktor.

Je nach Konstruktionsprinzip unterscheidet man zwischen dem Galilei-Fernrohr (holländisches Fernrohr) und dem Kepler-Fernrohr (astronomisches Fernrohr). Das holländische Fernrohr verwendet eine konvexe und eine konkave Linse, während im astronomischen Fernrohr zwei konvexe Linsen verbaut werden.

Vorteile
  • Weniger staubanfällig durch die geschlossene Konstruktion
  • Keine Justierung nötig durch die geschlossene Konstruktion
Nachteile
  • Durch Lichtreflexionen an der Linse ist der Farbumfang der Bilder geringer
  • Je höher die Vergrößerung, desto schwerer und teurer die Linse

Der wesentliche Unterschied liegt lediglich im Strahlengang des einfallenden Lichts. Während das Galilei-Fernrohr ein aufrechtes Bild darstellt, stellten die ersten Kepler-Fernrohre ein um 180° gedrehtes Bild dar. Dieses Problem kann durch eine Linse, Prismen oder zusätzliche Spiegel behoben werden.

Wie funktioniert ein Spiegelteleskop und worin liegen dessen Vorteile und Nachteile?

Ein Fernrohr dieser Bauart ist in seiner Bildwiedergabe einzigartig. Durch die Spiegelkonstruktion kann das gesamte Farbspektrum des Lichts eingefangen werden und sorgt damit für klare und gesättigte Bilder.

Unter einem Spiegelteleskop versteht man ein Teleskop, das ein Bild mithilfe eines Spiegelsystems erzeugt. Das einfallende Licht wird mithilfe eines gekrümmten Hauptspiegels auf einen sogenannten Fangspiegel reflektiert und erzeugt damit eine Vergrößerung. Durch die entstandene Reflektion des Lichts nennt man das Spiegelteleskop auch Reflektor.

Vorteile
  • Durch die einfache Konstruktion sehr preiswert
  • Keine Farbfehler, da das Licht nicht an einer Linse gebrochen wird
Nachteile
  • Sphärische Aberrationen sorgen für kontrastärmere Bilder
  • Durch die offene Konstruktion muss die Spiegeltechnik regelmäßig justiert werden

Alle bekannten Konstruktionstypen gehen auf James Gregory, Laurent Cassegrain und Isaac Newton zurück. Insbesondere das Newton-Teleskop und das Cassegrain-Teleskop sind sehr verbreitet. Moderne Reflektoren wie das Dobson oder der Schiefspiegler sind Weiterentwicklungen dieser Prototypen und sind sehr beliebt im Bereich der Hobby-Astronomie für die Beobachtung von hellen Himmelskörpern, wie Sonne und Mond.

Wie funktioniert ein Spiegellinsenteleskop und worin liegen dessen Vorteile und Nachteile?

Das Spiegellinsenteleskop ist durch die Kombination aus Spiegeln und Linsen ein sehr guter Allrounder. Sphärische Abweichungen können weitestgehend vermieden werden und der Kontrastumfang der Bilder wird durch den Verbau von Linsen erhöht.

Das Spiegellinsenteleskop ist ein Hybrid zwischen einem Refraktor- und einem Reflektor-Teleskop und ist das modernste der drei Bauarten. Es wird auch katadioptrisches Teleskop genannt. Es verbindet sowohl Linsen als auch Spiegel in seiner Konstruktion und wird auch gerne für die Astrofotografie verwendet.

Vorteile
  • Sehr handlich aufgrund kurzer und schmaler Bauweise
  • Verbindet das Beste aus Refraktor und Reflektor
Nachteile
  • Aufgrund des großen Fangspiegels geht Licht verloren
  • Bildverschiebungen treten bei der Fokussierung auf

Die zwei bekanntesten und meist gebauten Hybrid-Teleskope sind das Schmidt-Cassegrain- und das Maksutov-Cassegrain-Teleskop. Diese Spiegellinsenteleskope unterscheiden sich nur marginal durch ihre Bauweise. Der einzige Unterschied lässt sich an der Form der Korrekturlinse am Ende des Teleskops erkennen, da dem Maksutov-Cassegrain-Teleskop eine gebogenere Linse als dem Schmidt-Cassegrain-Teleskop eingesetzt wird.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Teleskope vergleichen und bewerten

In diesem Kapitel werden die wichtigsten Faktoren beschrieben, anhand derer sowohl Refraktoren, als auch Reflektoren und katadioptrische Teleskope verglichen und bewertet werden können.

Die folgenden Kriterien werden dir dabei helfen, das richtige Teleskop für dich zu finden, um somit deine Kaufentscheidung zu erleichtern:

  • Verarbeitung
  • Artikelgewicht
  • Teleskopöffnung
  • Brennweite
  • Öffnungsverhältnis
  • Okularvergrößerung
  • Okularanschluss
  • Montierungsart

In den folgenden Kapiteln werden die einzelnen Kategorien näher beschrieben. Somit kannst du für dich selbst entscheiden, wie diese Vergleichskriterien einzuordnen sind.

Verarbeitung

Ob Spiegel oder Linse: Die Verarbeitung des Teleskops ist ausschlaggebend für die Qualität der Ergebnisse. Nur sauber verarbeitete Optiken im Fernrohr bieten auch die besten Bilder für den Beobachter.

Das bedeutet, dass du nicht am falschen Ende sparen solltest. Natürlich sollte das Teleskop im preislichen Rahmen liegen, jedoch können billig verarbeitete Fernrohre keine guten Ergebnisse liefern. Deshalb sollte man als Einsteiger besonders auf das Preis-Leistungsverhältnis achten.

Bei der Verarbeitung müssen optische und mechanische Bauteile sauber verarbeitet und fachgerecht verbaut sein. Linsen und Spiegel müssen richtig geschliffen sein, um Inkorrektheiten in der Abbildung zu verhindern. Bei falschem Schliff können bei schräg einfallenden Lichtstrahlen zum Beispiel Astigmatismen auftreten, die für längliche Verzerrung der Bilder sorgen.

Bei günstigeren Teleskopen werden in der Mechanik oft vermehrt Kunststoffteile eingesetzt, die aufgrund der niedrigeren Belastbarkeit zu Lasten der Qualität fallen. In einem gut verarbeiteten Teleskop sollte daher wenig Kunststoff verbaut sein. Das selbe gilt natürlich auch für Zubehör wie Stativ, Filter und Okular.

Vor der finalen Kaufentscheidung empfiehlt sich eine Beratung im Fachhandel. Zusätzlich können auch objektive Einschätzungen in Testberichten und Kundenrezensionen dabei helfen, eine Entscheidung zu treffen.

Artikelgewicht

Das Gewicht des Teleskops ist nur dann von größerer Bedeutung, wenn man mit seinem Teleskop lieber mobil als stationär sein möchte. Wenn das gesuchte Teleskop als tragbares Einsatzgerät dienen soll, muss man vor dem Kauf auch das Artikelgewicht berücksichtigen.

Ein schweres Teleskop wie das Celestron AstroMaster 130EQ ist für den mobilen Einsatz eher ungeeignet, während ein leichtes Teleskop wie das Orion GoScope II 70mm sowohl für unterwegs, als auch für den stationären Betrieb geeignet sein kann.

Das Gewicht ist grundsätzlich abhängig von Bautyp und Art und Größe der verarbeiteten Optiken. Wie schon im im Abschnitt Ratgeber erklärt wurde, sind bei gleicher Größe Linsensysteme schwerer als Spiegelsysteme. Ein Refraktor ist daher immer schwerer wie ein Reflektor und ein katadioptrisches Teleskop.

Es kann auch vorkommen, dass preisgünstigere Teleskope aufgrund der Kunststoffteile in der Konstruktion leichter sind. Dennoch sollte aufgrund der Mobilität nicht die Qualität leiden müssen, da eine unsaubere Verarbeitung der Mechanik im Fernrohr für Abstriche in der Abbildungsqualität sorgt.

Teleskopöffnung

Das Auflösungsvermögen ist stark abhängig von der Größe der Teleskopöffnung. Ein Teleskop mit einer hohen Auflösung kann zwei eng benachbarte Punkte, wie zum Beispiel Sterne, getrennt darstellen.

Die Teleskopöffnung bezeichnet je nach Bauart den Durchmesser des Objektivs oder des Hauptspiegels. Je größer die Teleskopöffnung im Verhältnis zur Brennweite ist, desto höher ist die Lichtstärke und die Leistungsstärke des Fernrohrs.

Das bedeutet, dass die Optik in der Lage ist, auch kleine Details abzubilden. Insbesondere Galaxien und galaktische Nebel lassen sich mit einer großen Teleskopöffnung besser beobachten, da das Auflösungsvermögen weitaus größer ist. Man spricht dabei auch von sogenannten Bogensekunden. Es handelt sich dabei aber eher um einen theoretischen als praktisch übertragbaren Wert.

Durch Unruhen und Turbulenzen der Luft in der Erdatmosphäre ist der maximale Wert auf eine Bogensekunde beschränkt. Einige Hersteller werben dennoch mit Werten unter einer Bogensekunde.

Brennweite

Die Faustregel lautet: Je größer die Brennweite, desto kleiner das Sichtfeld und schärfer die Abbildung bei einer Vergrößerung. Je kleiner die Brennweite, desto größer das Sichtfeld und undeutlicher die Abbildung bei einer Vergrößerung.

Die Entfernung, in der die eintreffenden Lichtstrahlen von der Optik gebündelt werden, bestimmt die Größe der Brennweite. Deshalb müssen Teleskope bei höherer Brennweite länger gebaut werden. Die Lage des Brennpunkts befindet sich bei Refraktoren, Reflektoren und katadioptrischen Teleskopen vor dem Okular.

Mit einem Teleskop, das über eine geringere Brennweite verfügt, wie das Orbinar Teleskop 400/70 kann ein großer Teil des Himmels beobachtet werden. Der Nachteil liegt bei der Beobachtung einzelner Himmelskörper, wie Planeten und Monde, da diese deutlich unklarer abgebildet werden.

Ein Fernrohr mit großer Brennweite, wie das Bresser Arcturus 60/700 AZ kann einzelne Objekte am Himmel schärfer darstellen, ist jedoch etwas unübersichtlicher in der Bedienung, da bei größerer Brennweite das Sichtfeld stärker eingeschränkt wird. Dadurch ist die Beobachtung von Galaxien und Nebeln bei einer starken Brennweite umständlich.

Sternsucher.comAstronomie-Experten

Mit einer elektrischen Nachführung, welche im Objektiv verbaut ist, können Himmelsobjekte im Blick behalten werden.

Da sich die Erde dreht und dadurch der Sternenhimmel in ständiger Bewegung ist, muss das Teleskop mit dieser Bewegung mitgeführt werden. Dadurch wird es möglich Objekte im Blickfeld zu behalten, aber auch Astrofotografien aufzunehmen, bei welchen eine lange Belichtungszeit erforderlich ist.
(Quelle: sternsucher.com)

Öffnungsverhältnis

Das Öffnungsverhältnis ist das Verhältnis zwischen der Brennweite und der Teleskopöffnung des Fernrohrs. Je nach Größe dieser Zahl handelt es sich entweder um eine schnelle oder langsame Optik.

Der Wert errechnet sich durch die Division von Brennweite durch Teleskopöffnung. Wenn zum Beispiel die Brennweite des Teleskops 900 mm beträgt und die Öffnung des Teleskops 90 mm beträgt, dann spricht man von einem Verhältnis von f/10.

In der Astrofotografie spricht man hierbei von einer schnellen oder langsamen Optik. Bei einem niedrigen Öffnungsverhältnis von zum Beispiel f/9 ist eine lange Belichtungszeit für dunkle Objekte nötig. Bei einem Verhältnis von f/4 handelt es dagegen um eine sehr schnelle und lichtstarke Optik. Das Unternehmen Celestron stellt einige äußerst lichtstarke Teleskope her.

Okularvergrößerung

Wenn die Brennweite des Fernrohrs durch die Brennweite des verwendeten Okulars dividiert wird, erhält man die maximale Vergrößerung des Teleskops. So erhält man bei einer Teleskopbrennweite von 900 mm und einer Okularbrennweite von 10 mm eine 90-fache Vergrößerung. Diese Vergrößerung kann je nach Brennweite des Okulars beliebig vergrößert oder verkleinert werden.

Jedoch werden bei der Beobachtung von Himmelskörpern mit einer Vergrößerung auch die Luftturbulenzen der Atmosphäre der Erde vergrößert, die sich im Sichtfeld befinden. Deshalb muss auch die maximale sinnvolle Vergrößerung beachtet werden.

Durch die Einhaltung der maximalen sinnvollen Vergrößerung können Unschärfen in der Abbildung vermieden werden. Diese errechnet sich aus der Teleskopöffnung und entspricht der doppelten Menge dieser. Bei einer Teleskopöffnung von 50 mm ist daher eine 100-fache Vergrößerung zu empfehlen.

Okularanschluss

Um zu verhindern, dass die falschen Okulare für das Teleskop gekauft werden, muss der Okularanschluss berücksichtigt werden.

Dieser beträgt jedoch in den meisten Fällen 1,25″ und wird in dieser Größe bei den meisten Teleskopen standardmäßig verbaut. Es gibt jedoch eine Ausnahme: Bei Fernrohren mit einer großen Teleskopöffnung kann es auch vorkommen, dass man einen 2″ Anschluss vorfindet.

Okulare mit einem 2″ Anschuss sind meist schwerer und teurer als die Okulare, die nur einen 1,25″ Anschluss haben. Sie haben jedoch den Vorteil, dass dadurch das Sichtfeld eines Teleskops mit hoher Brennweite und damit auch die Abbildung viel größer ist.

Okulare mit dieser Größe werden bevorzugt für die Beobachtung von Objekten im sogenannten Deep-Sky eingesetzt. Dabei handelt es sich um dunkle Himmelsobjekte wie Galaxien und Nebel. Das vergrößerte Sichtfeld kann diese Objekte in ihrer vollen Größe abbilden und erleichtert so auch das Suchen von Himmelskörpern am Nachthimmel.

Montierungsart

Bei Stativen unterscheidet man zwischen einer azimutalen und parallaktischen Montierung. Es hängt von Vorliebe und Erfahrung ab, welche Montierung am besten für dich geeignet ist.

Während sich eine azimutale Montierung besonders für Anfänger und Kinder eignet, erfordert die parallaktische Montierung etwas mehr Übung. Sie wird vermehrt von erfahrenen Astronomen und Hobby-Astronomen verwendet.

Bei einer längeren Beobachtung eines Objektes muss ein Teleskop mit azimutaler Montierung immer neu ausgerichtet werden. Die erste Einstellung der parallaktischen Montierung dauert zwar länger, erleichtert jedoch die anschließende Beobachtung, da das Teleskop anhand der Bewegung der Sterne mitgeführt werden kann.

Die genauen Funktionsweisen der azimutalen und parallaktischen Montierungen und deren Vorteile und Nachteile kannst du im Ratgeber im Abschnitt „Wie stellt man ein Teleskop auf“ genauer nachlesen.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Teleskop

Wann wurden die ersten Fernrohre gebaut?

Die Erfindung des Fernrohrs geht auf den holländischen Brillenmacher Hans Lippershey zurück, der 1608 das erste Linsenteleskop entwickelte.

Der erste Refraktor für astronomische Zwecke wurde im Folgejahr von Galileo Galilei erfunden. Obwohl dieses noch sehr simpel in dessen Konstruktion war, konnte Galileo bereits Krater, Schluchten und Berge auf der Mondoberfläche erkennen. Um das Jahr 1611 entwickelte Johannes Kepler sein eigenes Teleskop, das heute unter dem Namen Kepler-Fernrohr bekannt ist.

Das erste Spiegelteleskop wurde von Isaac Newton um das Jahr 1680 entwickelt. Der Reflektor war die Antwort auf das Problem von chromatischen Abbildungsfehlern von Linsenteleskopen, die erst später durch den Einsatz aufwändigerer Linsenschliffe beseitigt werden konnte. 1722 wurde der Reflektor von John Hadley weiterentwickelt. Er baute ein Teleskop mit Parabolspiegel, um optische Unschärfen zu beseitigen.

Erst im Jahr 1930 gelang es dem Astronom Bernhard Schmidt, ein Fernrohr mit Linsen und Spiegeln zu entwerfen. Dieser Hybrid wurde ursprünglich nur für die Astrofotografie verwendet, da gar kein Okular in dessen ursprüngliche Konstruktion verbaut wurde. Zu diesem Zweck wurde ein Film direkt auf dem Brennpunkt des Hauptspiegels platziert.

Was ist das größte Teleskop der Welt?

Teleskope für zu Hause bieten heutzutage eine ziemlich gute Qualität. Allerdings lassen sich manche Konstellationen im Weltall nur mit einem größeren Teleskop beobachten. Falls du dich noch mehr für die Geheimnisse des Weltraumes interesierst, kannst du den größten Teleskopen der Welt einen Besuch abstatten.

Ort Name Beschreibung
Mount Graham, Arizona, USA Large Binocular Telescope (LBT) Das LBT ist zurzeit das größte optische Teleskop der Welt und befindet sich auf dem 3267 Meter hohen Mount Graham. Es hat zwei Einzelspiegel auf gemeinsamer Montierung und damit einen Durchmesser von 11,8 Metern.
Roque de los Muchachos, La Palma, Spanien Gran Telescopio Canarias (GTC) Mit einem Gesamtdurchmesser von 10,4 Metern ist das GTC das zweitgrößte Teleskop der Welt. Es ist aus 36 sechseckigen Spiegelelementen zusammengesetzt
Mauna-Kea-Observatorium, Hawaii, USA Keck I und Keck II Die beiden baugleichen Teleskope haben einen Durchmesser von je 10 Metern und befinden sich auf dem 4000 m hohen schlafenden Vulkan Mauna Kea. Jedes besteht aus 36 sechseckigen Spiegelelementen.
Karoo-Hochebene, Südafrika Southern African Large Telescope (SALT) Das SALT befindet sich an einem der weltweit dunkelsten Standorte. Der Hauptspiegel hat einen Durchmesser von 9 – 10 m und macht es damit zum fünftgrößten Teleskop der Welt.

Das größte optische Teleskop in Deutschland befindet sich in der Thüringer Landessternwarte in Tautenburg. Im internationalen Größenvergleich liegt es zwar nur auf Platz 83, doch mit dessen Hilfe wurden bereits mehrere Exoplaneten und sogenannte “Braune Zwerge” entdeckt.

Wie finde ich Planeten und Galaxien?

Die schnellste Möglichkeit, um sich am Nachthimmel zurecht zu finden, sind Sternenkarten, mit denen die exakte Position der gewünschten Himmelskörper bestimmt werden kann.

In der Hobby-Astronomie sind diese Karten sehr beliebt, da bequem und sicher die genaue Position der zu beobachtenden Planeten oder Monde angezeigt werden kann. Auch interaktive Sternenkarten finden sich zahlreich im Internet. Durch die Eingabe von Informationen, wie dem Standort und der gewünschten Uhrzeit, kann eine personalisierte Sternenkarte erstellt werden.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/e-elt-groesstes-teleskop-der-welt-wird-in-chile-gebaut-a-1149488.html

[2] http://www.spektrum.de/magazin/krieg-der-teleskope/1427409

[3] http://homepages.physik.uni-muenchen.de/~Andreas.S.Schmidt/Observatory/Kompaktkurs.pdf

[4] https://www.astronomie.de/astronomie-fuer-kinder/die-astrokids/beobachten/mein-erstes-teleskop/

Bildquelle: Claudio Ventrella / 123RF.com

Warum kannst du mir vertrauen?

Marina ist Kunstlehrerin an einem Gymnasium. Ihr liebstes Hobby: Basteln. Und das in jederlei Hinsicht. Ihre besondere Stärke sind DIYs. Ob Gartenstuhl oder Dekolampe - Marina hat schon alles erfolgreich ausprobiert. Vor allem mit ihren Schülern stellt sie immer wieder tolle DIYs her.