Willkommen bei unserem großen Violinen Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Violinen. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, die für dich beste Violine zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir eine Violine kaufen möchtest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Violine ist ein sehr vielseitiges, aber auch anspruchsvolles Instrument, für das du ein gutes Gehör und idealerweise musikalische Vorkenntnisse mitbringen solltest.
  • Geigen kannst du neu und gebraucht kaufen. Vor allem für Kinder, die schnell aus ihren Instrumenten herauswachsen, machen gebrauchte Geigen Sinn.
  • Die Geige ist ein sehr komplexes Instrument, ihre Qualität wird von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst.

Violine Test: Favoriten der Redaktion

Die beste Violine mit Zubehör

Das Geigenset Plus II von Sinfonie24 ist ein Set für anspruchsvollere Einsteiger. Zu einem günstigen Preis bietet es eine sorgfältig spielfertig eingerichtete Geige mit bereits aufgezogenen Markensaiten, Bogen, Kolophonium und Instrumentenkoffer. Diese ist in allen gängigen Größen ab 1/8 erhältlich.

Das Instrument überzeugt durch seinen schönen Klang und die hervorragende Verarbeitung. Decke und Boden bestehen aus massivem Fichten- bzw. Ahornholz. Die Seitenteile bestehen ebenfalls aus Ahorn. Griffbrett und Garnitur sind aus Ebenholz, der beiliegende Bogen aus Brasilholz und Ebenholz.

Die beste Violine aus Fichtenholz

Die beste Allround Violine

Dieses Instrument ist ein Instrument für fortgeschrittenere Schüler und dafür sehr preisgünstig. Ein Koffer, Bogen und Kolophonium sind im Preis enthalten. Die aufgezogenen Saiten müssen je nach Anspruch eventuell ausgetauscht werden.

Die Geige besticht durch ihre Optik mit dem geflammten Korpus aus massivem Ahorn und Fichtenholz und den vollen Ton. Wirbel, Griffbrett und Kinnhalter sind aus Ebenholz. Da es sich an fortgeschrittenere Schüler richtet, hat es keinen Feinstimmer auf der E-Saite.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Violine kaufst

Für wen ist eine Violine geeignet?

Prinzipiell kann eigentlich jeder Violine spielen lernen. Musikalische Vorbildung und ein gutes Gehör sowie Disziplin und Durchhaltevermögen sind aber sinnvolle Voraussetzungen. Sowohl die Tonerzeugung als auch das Treffen des richtigen Tons sind schwierig.

In der klassischen Musik kommt eine umfassende Palette an Streichinstrumenten zum Einsatz. Die Violine wird oft mehrfach und sogar in mehreren Stimmen besetzt. Sie ist eines der wichtigsten Instrumente dieser Musikrichtung. (Bildquelle: unsplash.com / Sam Moqadam)

Anders als z.B. die Gitarre hat die Violine keine Bündchen, sodass du den exakten Ton auf der Saite frei treffen musst.

Die Violine erfordert intensives Üben und auf Erfolgserlebnisse musst du manchmal länger warten. Deshalb solltest du dir gut überlegen, ob du die nötige Motivation mitbringst, um auch Durststrecken durchzuhalten.

Kinder können schon recht früh, bereits mit 7-9 Jahren, mit dem Spielen anfangen. Das macht auch Sinn, um dieses komplexe Instrument möglichst perfekt zu beherrschen zu lernen.

Was bedeutet 4/4?

4/4, 3/4, 1/2, 1/4, 1/8 und 1/16 sind Größenangaben für Violinen.

4/4 steht für eine normale Erwachsenengeige für Erwachsene und Kinder ab ca. 10-12 Jahren. Jüngere Kinder verwenden entsprechend kleinere Violinen mit einem kürzeren Korpus und einer kürzeren Mensur (Länge der frei schwingenden Saite). Dabei ist es wichtig, nicht einfach nach dem Alter zu gehen, sondern tatsächlich die Armlänge des Kindes zu messen.

Größe Alter (ca.) Armlänge Schlüsselbein bis Fingergrundgelenk Korpuslänge Mensur (schwingende Saite)
4/4 ab 10 J. ab 60,0 cm 35,5 cm 32,8 cm
3/4 7-10 J. 55,5-62,0 cm 33,5 cm 30,7 cm
1/2 6-9 J. 50,5-57,0 cm 32,0 cm 28,7 cm
1/4 5-7 J. 43,5-51,5 cm 28,5 cm 26,7 cm
1/8 4-7 J. 42,5-44,5 cm 25,5 cm 23,6 cm
1/16 3-6 J. 34,5-43,5 cm 23,5 cm 21,6 cm

Wie man schon an der Tabelle sieht, handelt es sich nicht wirklich um Bruchzahlen, sondern eher um Größenindikationen.

Was mache ich als Linkshänder?

Auch als Linkshänder kannst du das Geige Spielen erlernen. Viele Linkshänder spielen ohne Probleme mit einem Instrument in der eher für Rechtshänder konzipierten „Standardbauweise“.

Wenn du dich als Linkshänder mit der Haltung nicht wohl fühlst oder das Gefühl hast, dass du mit der Koordination Schwierigkeiten hast, kannst du aber auch eine spezielle Linkshänder-Geige ausprobieren.

Eine vorhandene Violine auf linkshändig umzubauen, ist dagegen sehr aufwändig und damit auch teuer, da das gesamte Instrument auseinander gebaut und umgedreht werden muss.

Was kostet eine Geige?

Ein qualitativ hochwertiges Einsteiger-Instrument bekommst du für ca. 500 €. Du kannst aber auch schon günstiger brauchbare Instrumente erwerben, mit denen du dich ausprobieren und erste Kenntnisse erwerben kannst.

Niveau Preis
Einsteiger-Instrumente 200-500 €
Mittelstufe 2.000-5.000 €
Profi-Instrumente ca. 10.000 €

Für fortgeschrittenere Violinisten und Violinistinnen wird irgendwann der Kauf eines anspruchsvolleren Instruments anstehen. Dafür musst du mit Kosten von 2.000-5.000 € rechnen. Lass dich aber von dem Gedanken nicht abschrecken. Bis du dahin kommst, wirst du auch wissen, ob die Violine wirklich das richtige Instrument für dich oder dein Kind ist.

Sollten du oder dein Kind sich letzten Endes für eine professionelle Laufbahn entscheiden, bekommst du das dafür notwendige Instrument für ca. 10.000 €. Das ist natürlich nur ein grober Richtwert, und die Preisskala ist wie so oft im Hochqualitätssegment nach oben offen.

Wo kann ich am besten eine Violine kaufen?

Ganz klassisch kaufst du eine Violine beim Geigenbauer. Gerade Einsteigerinstrumente kannst du aber auch im Musikfachgeschäft oder online kaufen.

Beim Geigenbauer bekommst du eine individuelle Beratung und hast die Möglichkeit, das Instrument tatsächlich in die Hand zu nehmen. Oft gibt es auch die Option, das Instrument zunächst zu mieten. Wenn es später einmal zu Problemen mit oder Schäden an der Violine kommt, hast du eine Anlaufstelle für Reparatur- und Wartungsarbeiten.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, Violinen online über die Webseiten von Musikhäusern zu erstehen. Eine Auswahl möglicher Adressen findest du im Folgenden:

  • thomann.de
  • vionoble.de
  • paganino.de
  • musik-meyer-benelux.com
  • mezzo-forte.de (nur Instrumente aus Carbon)
  • musik-steinbach.de
  • theviolinproject.de

Gerade für Anfängerinstrumente kann das eine sinnvolle Alternative sein. Es gibt eine große Auswahl und die Preise sind günstiger. Abzuraten ist dagegen vom Kauf von gebrauchten Instrumenten, etwa über Ebay. Hierbei kaufst du die Katze im Sack und musst schlimmstenfalls viel Geld in die Wiederherstellung eines minderwertigen Instruments stecken.

Welche Alternativen zur Geige gibt es?

Naheliegende Alternativen sind: die Viola, das Cello, der Kontrabass, die Mandoline oder die klassische Gitarre. Die Viola oder Bratsche sieht aus wie eine etwas größere Geige und wird fast gleich gespielt. Sie klingt eine Quinte tiefer und weniger brilliant. Die Viola ist ein typisches Begleitinstrument im Orchester.

Auch die Mandoline oder klassische Gitarre sind gute Alternativen. Wenn du gerne ein Saiteninstrument spielen möchtest, aber vom Anspruch der Violine ein wenig eingeschüchtert bist, kannst du mit einer Mandoline oder Gitarre leichter Erfolgserlebnisse erreichen. Gleichzeitig spielst du damit ein äußerst vielseitiges Instrument mit Einsatzmöglichkeiten in vielen Musikrichtungen.

05/09/19

Die Viola ist größer als die Violine und erfordert mehr Kraft zum Herunterdrücken der Saiten. Deswegen ist sie als Einsteigerinstrument für Kinder nicht so gut geeignet. Cello und Bass werden zum Spielen aufrecht hingestellt.

Instrument Unterschiede zur Violine
Viola Tiefer, eher Ensembleinstrument, benötigt etwas größere Hände
Cello Instrument steht beim Spielen, gehört zur Bassgruppe, Solo- und Ensembleinstrument, besonders ausdrucksvoller Ton
Kontrabass Tiefstes Streichinstrument, eigene Funktion im Jazz und moderner Musik, in der Klassik eher Ensembleinstrument
Gitarre Zupfinstrument, durch Bündchen leichter zu spielen, in moderner Musik vielfältig einsetzbar

Cello und Bass sind sowohl als Solo- als auch als Ensembleinstrumente einsetzbar. Ausschlaggebend sind hier deine persönlichen Präferenzen. Du solltest allerdings beachten, dass diese Instrumente natürlich teurer sind als die kleinere Violine und auch im alltäglichen Umgang (Transport, Lagerung) etwas unhandlicher.

Entscheidung: Welche Arten von Geigen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Wenn du dir eine Violine zulegen möchtest, hast du zwei Möglichkeiten:

  • Gebrauchte Violine
  • Neu gefertigte Violine

Bei der Bewertung der Qualität gelten die gleichen Kriterien. Eine gebrauchte Geige zu kaufen, ist aufwändiger, bietet aber auch mehr Möglichkeiten.

Was zeichnet eine gebrauchte Geige aus und worin liegen die Vorteile und Nachteile?

Preisbewusste, Bastler und ambitionierte Sammler – für sie ist eine gebrauchte Violine interessant.

Bei einer hochpreisigen Anschaffung wie einer Violine kann man gut nach Einsparmöglichkeiten suchen. Achte besonders auf die Qualität und probiere das Instrument auf jeden Fall aus. Idealerweise ist dein Lehrer oder deine Lehrerin dabei und kann dich beraten.

Abzuraten ist vom Online-Kauf bei Privatpersonen, bei denen du die Katze im Sack kaufst.

Vorteile
  • Sparmöglichkeit
  • Individuelles Instrument
  • Für Sammler interessant
Nachteile
  • Gefahr eines Fehlkaufs
  • Gute Fachkenntnisse erforderlich
  • U.U. höhere Folgekosten

Bastler mit hervorragenden Fachkenntnissen nutzen dagegen genau diese Kaufmöglichkeiten, um günstig an hochwertige Instrumententeile zu kommen und daraus ein fertiges Instrument zu bauen.

Wer wertvolle historische Geigen sammelt, kauft natürlich per Definition gebrauchte Geigen, allerdings auf einem sehr hohen Preisniveau. Auch hier brauchst du umfassende Fachkenntnisse, um sinnvolle Kaufentscheidungen treffen zu können.

Was zeichnet eine neue Geige aus und worin liegen die Vorteile und Nachteile?

Alle Materialien sind fabrikneu. Bei großen Musikhäusern kannst du aus einem umfassenden Sortiment das für dich passende Instrument auswählen. Beim Instrumentenbauer kannst du eventuell Anpassungen vornehmen lassen.

Vorteile
  • Komplett neues Instrument ohne Gebrauchsspuren/-schäden
  • Große Auswahl
  • Hersteller-/Händlergarantie, dadurch Online-Käufe sicherer
Nachteile
  • Teurer als gleichwertige gebrauche Instrumente
  • Weniger individuell oder sehr teure Spezialanfertigung beim Geigenbauer
  • Bei Kindergeigen wegen häufigen Instrumentwechsels kostspielig

Natürlich sind neue Geigen teurer als vergleichbare gebrauchte Instrumente, allerdings gerade im Einsteigerbereich trotzdem noch recht günstig.

Online-Käufe sind unproblematisch, da du standardisierte Instrumente kaufst und eine gesetzlich vorgeschriebene Herstellergarantie und oft noch eine zusätzliche Händlergarantie bekommst.

Kinder wachsen allerdings sehr schnell aus ihrer Geige heraus und benötigen ein größeres Instrument. Aus Kostengründen sollte man hier verstärkt über gebrauchte Instrumente nachdenken.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Violinen vergleichen und bewerten

Nachfolgend werden wir dir zeigen, anhand welcher Kriterien du zwischen den vielen möglichen Geigen eine Auswahl treffen kannst.

Anhand folgender Kriterien kannst du Violinen miteinander vergleichen:

  • Klang
  • Material des Resonanzkörpers
  • Lackierung und Verarbeitung des Instruments
  • Randeinlage/eingelegter Spann
  • Griffbrett, Wirbel und Saitenhalter
  • Verarbeitung des Stegs

In den folgenden Absätzen erklären wir dir, worauf es bei den einzelnen Kriterien ankommt.

Klang

Der Klang ist sozusagen das Ergebnis aller anderen Qualitätsmerkmale einer Violine. Wenn möglich, spiele dein bevorzugtes Instrument einmal an. Viele Online-Händler bieten mittlerweile aber auch schon Klangbeispiele für die gezeigten Instrumente an.

Der Klang sollte nicht metallisch sein, Resonanz haben und natürlich keine Nebengeräusche aufweisen. Außerdem sollte der Ton leicht ansprechen. Neben diesen eher objektiven Kriterien gibt es natürlich auch persönliche Präferenzen, etwa für einen helleren, brillanteren oder doch eher wärmeren, dunkleren Klang.

Viele Violinisten wünschen sich einen brillanten, obertonreichen Klang. Ob der Klang der fast schon legendären Instrumente alter Geigenbaumeister wirklich unvergleichlich ist, ist heute durchaus umstritten.

Du solltest beachten, dass ein unangenehmer Klang auch einfach an schlecht gestimmten Saiten oder einem verstellten oder abgenutzten Bauteil (Steg, Stimmholz, Wirbel etc.)  liegen kann. Deshalb solltest du vor allem beim Kauf einer gebrauchten Violine einen Fachmann zu Rate ziehen, der den Unterschied feststellen kann.

Material des Resonanzkörpers

Der Resonanzkörper besteht aus Holz. Decke und Boden sollten massiv sein. Die Decke ist idealerweise aus dem besonders leichten und flexiblen Fichtenholz gefertigt. Der Boden, die Seitenteile (die sogenannten Zargen), der Hals und die Schnecke bestehen normalerweise aus Ahorn.

Möglich sind aber auch andere Hölzer, etwa Pappel, Kastanie, Buchsbaum oder Weide. Bei hochwertigen Geigen wurde das Holz mehrere Jahre zum Trocknen gelagert. Es ist allerdings kaum möglich, das Alter des Holzes zu erkennen.

Bei der Beschreibung einer Violine findet sich oft der Eintrag: geflammter Ahorn. Damit ist eine Maserung des Holzes gemeint, die zu einem optischen Wechsel zwischen Hell und Dunkel führt.

Ob die Flammung wirklich zu einem schöneren Ton beträgt, wird bezweifelt. Trotzdem kannst du sie als Qualitätsmerkmal heranziehen, denn das teurere geflammte Holz wird gerne beim Instrumentenbau verwendet.

Lackierung und Verarbeitung des Instruments

Den Zustand und die Qualität eines Instruments kannst du gut an der Verarbeitung erkennen. Alle Teile einer Violine werden nur geleimt, manche Teile wie der Steg werden auch einfach nur angebracht und durch Druck an der richtigen Stelle gehalten.

Die Geige sollte keine scharfen Kanten aufweisen, die durch schlechte Verleimung entstehen, z.B. bei der Verbindung von Griffbrett und Hals. Das Holz darf selbstverständlich keine Risse aufweisen. Diese beeinträchtigen die Klangqualität erheblich und sind wenn überhaupt nur sehr aufwändig zu reparieren.

Die Lackierung darf nicht zu dick sein, damit sie den Ton der Violine nicht dämpft, und sollte ebenfalls keine Risse oder Beschädigungen aufweisen.

Randeinlage/eingelegter Span

Hierbei handelt es sich um eine Einlage wenige Millimeter vom Rand der Decke bzw. des Bodens eines Instruments entfernt. Sie besteht in der Regel aus drei nebeneinander liegenden Spänen von ca. 0,5 mm Breite.

Die beiden äußeren bestehen in der Regel aus Ebenholz und sind dunkel, der innere besteht meist aus Ahorn und ist damit heller. Die Randeinlage soll helfen, Rissen vorzubeugen. Allerdings ist die Wirkung umstritten.

Wichtiger ist die dekorative Funktion. Mittlerweile haben fast alle, auch günstigere Instrumente eine Randeinlage. Nur sehr billige Exemplare verzichten darauf bzw. haben nur eine aufgemalte Randeinlage. Von diesen solltest du allerdings Abstand nehmen.

Griffbrett, Wirbel und Saitenhalter

Das Griffbrett muss aus sehr hartem Holz sein, um der Belastung durch das ständige Niederdrücken der Saiten standhalten  zu können. Normalerweise wird es aus Ebenholz gefertigt, bei günstigeren Instrumenten manchmal auch aus anderen Harthölzern, die dann geschwärzt werden.

Bei weicheren Hölzern drücken sich die Saiten ab und das Griffbrett muss dann erneuert werden. Die Wirbel sind ebenfalls dem ständigen Zug der Saiten ausgesetzt. Deshalb verwendet man auch für sie besonders hartes Holz, meistens Ebenholz, aber auch Palisander oder Buchsbaum.

Mithilfe der Wirbel kannst du das Instrument stimmen. Die Wirbel haben kein Gewinde, sondern werden durch die Saitenspannung in ihrem Wirbelloch gehalten. Durch Einreiben mit Kreide kann man den Halt verbessern, durch Einreiben mit Kernseife werden sie leichtgängiger. (Bildquelle: pixabay.com / Brent Connelly)

Sie sollten sich leicht drehen lassen, aber nicht beim Spielen von selbst lockern, da sich das Instrument sonst verstimmt. Ist das nicht der Fall, solltest du vor allem bei einer gebrauchten Geige vom Fachmann überprüfen lassen, ob vielleicht nur eine Wartung und Neujustierung nötig ist.

Der Saitenhalter besteht normalerweise aus dem selben Material wie die Wirbel. Es gibt aber auch Saitenhalter aus Kunststoff oder Leichtmetall, die bereits integrierte Feinstimmer enthalten. Für Anfängergeigen ist das durchaus sinnvoll, Profis benutzen Feinstimmer nur auf der E-Saite (höchste Saite) und vielleicht noch auf der A-Saite, um zusätzliches Gewicht zu vermeiden.

Verarbeitung des Stegs

Der Steg wird auf der Decke des Violinkorpus angebracht und nur durch den Druck der Saiten an seinem Platz gehalten. Er sollte genau zwischen den beiden F-Löchern (violinschlüsselförmige Löcher in der Decke der Geige) platziert sein. Er wird meistens aus Ahorn, seltener aus Platanenholz gefertigt.

Die Füße müssen so exakt gearbeitet sein, dass sie auch ohne den Druck der Saiten auf die Decke des Korpus passen. Die Höhe des Stegs muss für jede Saite passen, auch unter Berücksichtigung des bevorzugten Materials: Darmsaiten haben z.B. eine höhere Amplitude als Kunststoff- oder Metallsaiten und brauchen deswegen mehr Platz zum Schwingen.

Er sorgt für die richtige Ausrichtung der Saiten zum Geigenkorpus und zum Griffbrett und nimmt die Schwingungen der Saiten auf und überträgt sie. Dadurch hat er einen großen Einfluss auf den Klang.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Violine

Wie ist eine Violine aufgebaut?

Eine Violine hat verschiedene Bestandteile. Sie besitzt einen Kinnhalter und einen Saitenhalter, welche am Korpus befestigt sind. Außerdem hat sie sogenannte F-Löcher, dazwischen einen Steg und schließlich ein Griffbrett am Hals. Den Kopf der Violine nennt man auch Schnecke und Wirbel.

Eine Violine besteht aus Kinnhalter, Saitenhalter, Korpus, F-Löcher, Steg, Griffbrett, Hals, Wirbel, Schnecke. (Bildquelle: flickr.com / seelenpfluecker)

Welches Zubehör brauche ich für die Violine?

Ohne einen Bogen ist die beste Geige nutzlos. Das macht ihn zum wichtigsten Zubehörteil. Ein Bogen für eine 4/4-Geige wiegt ca. 60 g unnd ist ca. 75 cm lang. Bögen für Kindergeigen sind entsprechend kleiner.

Die Stange des Bogens ist meistens aus Holz (am besten Brasilholz oder Fernambukholz) oder aus Carbon. Sie sollte im entspannten Zustand gekrümmt und selbst im gespannten Zustand nicht ganz gerade sein. Nur so hat sie genug Spannung, um die Saite zum Klingen zu bringen.

Zubehör Preis
Bogen 50 € – 2.000 €
Kolophonium ca. 10 €
Kinnhalter 20 € – 50 €
Dämpfer 4 € – 17 €

Die Bespannung des Bogens besteht typischerweise aus Rosshaar. Hierfür braucht man das nächste Zubehörteil, das Kolophonium. Es wird aus gereinigtem Harz gewonnen und du musst damit regelmäßig die Bogenhaare einreiben, damit der Bogen gut an den Saiten haften kann.

Beim Kinnhalter ist wichtig, dass er für dich bequem ist. Außerdem ist ein Geigenkoffer als zusätzliche Anschaffung ratsam, damit du deine Violine sicher aufbewahren und leicht transportieren kannst.

Der Dämpfer ist ein nützliches Zubehörteil, damit man auch zu Hause so viel üben kann wie man möchte, ohne Schwierigkeiten mit seinen Mitmenschen zu bekommen.

Wie stimme ich die Violine?

Dazu gibt es zwei Möglichkeiten: Du kannst ein Stimmgerät benutzen oder die Geige nach Gehör stimmen.

In jedem Fall beginnst du immer mit der A-Saite. Traditionell hat A eine Frequenz von 440 Hz, inzwischen stimmen die meisten Musiker ihre Instrumente aber auf 443 Hz. Wenn du ein Stimmgerät benutzt, kannst du darauf die Frequenz auswählen.

Spiele dann deine A-Saite an. Das Stimmgerät zeigt dir genau an, in welche Richtung du deine Geige stimmen musst. Ansonsten brauchst du ein A von einer Stimmgabel oder einem anderen Instrument und versuchst dann, den Klang deiner A-Saite mit dem deiner Quelle in Übereinstimmung zu bringen.

Die anderen Saiten (zuerst D, dann die tiefe G- und zuletzt die hohe E-Saite) kannst du dann auch wieder nach einem vorgegebenen Ton stimmen, oder du machst es wie die Profis und stimmst jetzt die anderen Saiten nach dem Klang der A-Saite.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.bluessource.de/violine-kaufen-ratgeber/

[2] https://www.paganino.de/news-paganino/ (Blog)

[3] https://www.paganino.de/geigen-information/

[4] https://www.vionoble.de/tips-die-richtige-geige-viola-kaufen/

[5] https://www.musikmachen.de/violine/violine-aufbau-und-teile/

[6] https://www.geigenbauonline.de/werdegang-einer-geige.html

[7] https://www.einsteiger.org/geige/

Bildquelle: flickr.com / Michael Döring

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